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Gute Nacht!
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Mai 2008
Titel aktuelles Heft
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Mai 2008
Gezielte Artenvernichtung in Deutschland und Medien-Tabus vor der UNO-Naturschutzkonferenz in Bonn.
Zu den vielen bestgehüteten Tabus der deutschen Naturschutzpolitik zählt die Tatsache, daß in Ostdeutschland vor 1989 aus den bekannten Gründen die Artenvielfalt erheblich höher war als in Westdeutschland. Der international anerkannte Greifvogelexperte Dr. Michael Stubbe von der Universität Halle betonte: „Im Naturschutz brachte die Wende einen Rückfall in die Steinzeit.“ 2002 erklärte das Bundesamt für Naturschutz, daß große Teile der „ostdeutschen Agrarlandschaft“ im Vergleich zu Westdeutschland gemäß einer Studie immer noch eine relativ hohe Biotop-und Artenvielfalt aufweisen. „Es wird allerdings auch deutlich, daß gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung an die arten-und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu beobachten ist.“ Artenvielfalt ist ein Hinweis darauf, wie es nicht nur ökologisch um die Qualität einer Region bestellt ist. Dr. Stubbe hat genaue Angaben zur Biodiversität vor dem Anschluß. Nach seinen Worten war die Artenvielfalt auf den Agro-Ökosystemen zur DDR-Zeit um das Zehnfache(!) höher als auf “westdeutschen Gefilden.“ Fachleute in ostdeutschen Umweltämtern haben die Angaben Stubbes bestätigt und immer wieder die zielstrebig nach der Wende betriebene Biotop-und Artenvernichtung beklagt. Zahlreiche DDR-Gesetze und Regelungen, die die gegenüber Westdeutschland weit höhere Biodiversität sicherten, seien radikal abgeschafft, außer Kraft gesetzt worden. „Viele hauptamtliche Naturschutzbeauftragte in Ostdeutschland kündigten von selbst, weil sie die Naturvernichtung nicht mehr mittragen wollten”, erklärte ein angesehener Umweltexperte im Exklusivinterview. “Für sensible Arten wird das Ende eingeläutet - in sehr kurzer Zeit wurden sehr bedenkliche Entwicklungen durchgepeitscht.” Aufschlußreich, daß dieselbe Region Deutschlands sowohl von Artenrückgang als auch von Geburten-und Bevölkerungsrückgang betroffen ist. In vielen ostdeutschen Regionen wirken heute im Vergleich zu früher nicht nur die Gemeinden tot, sondern auch die Landschaften.
Ein weiteres, vor der UNO-Naturschutzkonferenz wohlgehütetes Medien-Tabu ist die Tatsache, daß als ökologisch gefeierte Windkraftwerke die Artenvernichtung keineswegs verringern, sondern fördern. Geradezu infantil mutet der Versuch an, den Zusammenhang zwischen flächendeckend aufgestellten Windkraftwerken und Artenrückgang leugnen zu wollen. Entsprechende Studien, die Kollisions-und Vertreibungswirkungen belegen, liegen längst auf dem Tisch, sind im Internet abrufbar.
Zu den interessantesten, hervorstechenden Sachverhalten der UNO-Naturschutzkonferenz in Bonn wird gehören, ob die einmalig brachiale Naturzerstörung im Nachwende-Ostdeutschland analysiert werden darf und die Medien ausnahmsweise darüber berichten - oder ob das brisante Thema schlichtweg wiederum unter den Tisch gekehrt wird.
Klaus Hart
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Mai 2008
Lehrstück eines unsäglichen Mechanismus
Heribert Seifert hat sich für die Neue Zürcher Zeitung die Berichterstattung über den thüringer CDU-Politiker Peter Krause angeschaut, der gerade erfolgreich davon abgehalten wurde, in Thüringen Kulturminister zu werden. Ein Erfolg für die freie Presse?
Eher ein Beleg für Rudeljournalismus.
“…übten sich Zeitungen in investigativem Journalismus eigener Art. Sie enthüllten das seit dem Landtagswahlkampf 2004 Offenbare: Peter Krause arbeitete 1998 für ein paar Monate in der Redaktion der nationalkonservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» und ist auch in zwei weiteren, eher marginalen Blättern des rechtskonservativen Spektrums mit Beiträgen vertreten. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis. Die «Zeit» argwöhnte, die CDU wolle mit einem Minister Krause den «rechten Rand» anlocken, die «Frankfurter Rundschau» erklärte Krauses Gesinnung für nicht ministrabel, und die «TLZ» echauffierte sich täglich aufs Neue: «Wo sind wir hingeraten?»
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Mai 2008
Offener Brief von Han-Chinesen an den Dalai Lama
Sehr geehrter Dalai Lama,
wir sind gebürtige Han-Chinesen, die zerstreut auf der Welt leben.
Unser Alter, Lebenslauf, Glauben und Metier sind unterschiedlich, aber wir alle haben selbst erfahren, dass die Kommunistische Partei das chinesische Volk, einschließlich des tibetischen Volks, der Menschenrechte und Freiheit beraubt hat, nachdem sie mit Propaganda und Gewalt die Republik China gestürzt hat. Wir alle sind gegen das Terror-Regime und an der Entwicklung in China einschließlich Tibet interessiert, auch wenn wir alle wie Sie unsere Heimat verlassen haben und zum großen Teil wie Sie nicht nach China zurückkehren dürfen.
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Mai 2008
ROG macht Druck bei Adidas
Pressetermin 8. Mai - China/Olympia: ROG auf Jahreshauptversammlung von
adidas
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Auf der Jahreshauptversammlung von adidas wird Reporter ohne Grenzen gegen
die massiven Verletzungen der Menschenrechte und die Einschränkung der
Berichterstattung in China protestieren sowie Forderungen an Olympia-Sponsor adidas benennen.
WANN: 8. Mai 2008, ab 9:30 Uhr
WO: Stadthalle Fürth, Rosenstrasse 50, 90762 Fürth
MIT: Elke Schäfter, Geschäftsführerin ROG Deutschland
Vincent Brossel, ROG Asien-Experte
Hintergrund:
Im Jahr 2001 hat China bei Vergabe der Olympischen Spiele zugesichert, die
Lage der Menschenrechte im Land zu verbessern. Weniger als 100 Tage vor
Beginn der Olympiade herrschen weiterhin Zensur, sind rund 80 Journalisten
und Internetdissidenten hinter Gittern und können ausländische Journalisten
sich nicht frei im Land bewegen. ROG ruft daher die Olympia-Sponsoren,
darunter adidas, auf, sich öffentlich für die Freiheiten des chinesischen
Volkes einzusetzen. Auch die Sponsoren haben sich der Olympischen Charta
verpflichtet. Darin heißt es, dass die Spiele eine friedliche Gesellschaft
fördern sollen, die die Menschenwürde respektiert.
Pressekontakt:
Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49-30-6158585 - Fax +49-30-6145649
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de
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Mai 2008
Leif-PR im Ersten: Agitprop mit Investigativ-Attitüde
Man könnte jetzt darüber schreiben, wie die Medien-Karawane in Amstetten eingefallen ist. Wie Reporter jedes Detail aus dem Leben des Josef Fritzl ausbuddeln. Wie alles, was sie finden, in das Mosaik des Lebens des von Bild zum „Inzest-Monster“ getauften eingebaut wird. Und dann darüber, dass einem diese Details aber nicht helfen, wenn es darum geht, irgendwas von dem, was da über Jahrzehnte im Keller geschehen sein soll, zu verstehen. Auch abgebrühten Medienmachern sieht man diese Fassungslosigkeit an, wenn Sie aus dem fernen Fernsehstudio vernommen werden und die Bruchstücke dieses Falls liefern. Man kann spüren, wie sie sich zwingen müssen, die professionelle Distanz des Reporters zu seiner Nachricht zu wahren.
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Mai 2008
Brauchen Bürgerjournalisten Regeln?
Der britische Guardian dokumentiert eine Diskussion zwischen einem Befürworter und einem Gegner der Reglementierung:
Take Two
Jeff Jarvis vs. Michael Thomasky
Guardian, 24. April 2008
Editor’s note: Earlier this month Barack Obama’s election campaign was shaken by a report that Obama had described rural, white voters as “bitter”. The news was broken by a “citizen journalist”, Mayhill Fowler, and was carried on the Huffington Post’s politics blog, Off The Bus. Last week Guardian America editor Michael Tomasky argued on Cif that Fowler’s reporting raised serious ethical questions and argued that blogging, like journalism, needed rules. Cif commentator Jeff Jarvis responded on his blog Buzzmachine that openness, not rules, was demanded in the era of the internet. The answer? Bring the two men together to thrash it out, right here.
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April 2008
Kleine Gute-Nacht-Geschichte
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April 2008
RoG sucht tatkräftige Unterstützung für 3. Mai
„In über 30 Ländern ist die Pressefreiheit nur 2 x 3 Meter groß. So groß wie eine Gefängniszelle”.
Liebe Mitglieder im Berliner Raum,
am 2. Mai brauchen wir tatkräftige Unterstützung!
Auf dem Potsdamer Platz machen wir anlässlich des 3. Mai (Internationaler Tag der Pressefreiheit) auf inhaftierte Journalisten weltweit aufmerksam. Dazu bauen wir auf dem Potsdamer Platz Süd (nahe der historischen Ampel) eine Zelle auf und informieren Passanten.
Wir freuen uns über jede/n, der/die Zeit und Lust hat, mitzumachen! T-Shirts mit unserem Logo und mit den Olympischen Ringen als Handschellen bringen wir mit.
Vielen Dank für eine kurze Rückmeldung und schöne Grüße
Katrin Evers
*******************************************
Reporter ohne Grenzen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katrin Evers
Skalitzer Str. 101 - 10997 Berlin
Fon +49/30/6158585 - Fax +49/30/6145649
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de - www.rsf.org

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April 2008
Berliner Volksentscheid: Quittung für unredliche Kampagne
Boris Hermel vom rbb-Inforadio ist so freundlich, uns das Sendemanuskript seines Frühkommentars zur Verfügung zu stellen.
In dem lesenwerten Beitrag von heute seziert er den Volksentscheid über den Erhalt des Berliner Flughafen Tempelhof als parteipolitische Kampagne. Einmal mehr machten Springer-Medien Politik. Die Absage der Berliner an die unredliche Koalition von CDU und Axel Springer ist deutlich. Die Berliner sind reif für die direkte Demokratie. Aber wie steht es mit ihren Vertretern im Parlament?
Frühkommentar Tempelhof-Volksentscheid, 28.4.08
Autor: Boris Hermel
Anmod: Der erste Berliner Volksentscheid ist gescheitert. Für einen Erhalt des city-airports Tempelhoif stimmte zwar eine klare Mehrheit derjenigen, die zur Abstimmung gingen. Das nötige Quorum von einem Viertel der Jastimmen erreichte die von der CDU unterstützte Interessengemeinschaft City-Airport ICAT aber nicht. Damit kann Tempelhof nun endgültig am 1. November dieses Jahres geschlossen werden. Dazu der Kommentar von Boris Hermel:
#take# Es mag sich paradox anhören, aber ich finde, das Scheitern dieses ersten Berliner Volksentscheids zur Offenhaltung des Flughafens Tempelhof ist ein Sieg für die direkte Demokratie. 530 000 Menschen, also mehr als eine halbe Million Berliner wollten den legendären Luftbrückenairport als Verkehrsflughafen erhalten - keine Frage, das ist ein Ergebnis, das der Interessengemeinschaft ICAT noch vor einem halben Jahr niemand und wohl zuletzt der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit zugetraut hat. Und trotzdem gibt´s am Ergebnis nichts zu deuteln - mehr als drei Viertel der abstimmungsberechtigten Berliner wollten Tempelhof eben nicht retten - sie stimmten mit Nein oder gingen gar nicht erst ins Wahllokal.
Sie verweigerten einem Volksentscheid das nötige Quorum, der mit einer echten Intitiative des Volkes am Ende nur noch wenig bis gar nichts zu tun hatte. Spätestens seit der peinlichen Parteinahme von Kanzlerin Angela Merkel, die sich für ganzseitige pro-Tempelhof-Interviews in Zeitungen des Springer Verlags nicht zu schade war, spürten wohl viele Berliner, daß es hier in Wahrheit nicht gar nicht mehr um den Stadtflughafen ging, sondern um knallharte Parteipolitik. Genauer: Um ein von der Union inszeniertes Duell Friedbert Pflüger kontra Klaus Wowereit.
Allzu durchsichtig war das taktische Pokerspiel des CDU-Oppositionsführers, als er sogar die Unionsbundestagsfraktion zur medienwirksamen Sitzung nach Tempelhof lotste. Pflüger hat das gestern abend nach dem Scheitern unfreiwillig selbst bestätigt, als er seinen Kernsatz in die Mikrofone sprach: Nicht von Tempelhof war da die Rede, sondern vom bürgerlichen Lager, das mit diesem dollen Ergebnis nun endlich wieder da sei. Die Berliner Union hat die ICAT am Ende einfach zu augenfällig vor ihren parteipolitischen Karren gespannt, Pflüger hat schlicht überrreizt. Das konnte man schon an sinkenden Zustimmungswerten in den Umfragen ablesen. Wollten vor Monaten noch 74 Prozent der Berliner Tempelhof retten, so waren es am Ende der gigantomanischen Werbekampagne nur noch knapp 50 Prozent.
Unterm Strich bleibt für mich eine beruhigende Erkenntnis: Das Scheitern dieses ersten Volksentscheids heißt, die Berliner sind reif für diese Art der direkten Demokratie. Sie können sehr wohl differenzieren zwischen einem echten Plebszit, in dem es um die Sache geht, und dem parteipoltiischen Versuch, aus einem Plebszit eine vorgezogene Abgeordnetenhauswahl zu machen. Vielleicht schaffts ja beim nächsten Mal auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, sich nicht an unbekanntem Ort zu verkriechen, sondern sich noch in der Abstimmungsnacht dem Ergebnis zu stellen. Die Wähler haben mehr verdient, als ein paar dürre Worte in einer schriftlichen Erklärung.
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April 2008
V2-Day: Grillini treffen sich am Hackeschen Markt
Meldung an alle ItalienerInnen, ItalienfreundInnen und DemokratievertreterInnen
Am 25. April 2008 findet der V2-Day zum Thema
„Freie Information in einem freien Staat!”
in Berlin statt.
„Der informierte Staatsbürger kann entscheiden, der uninformierte „glaubt” lediglich, dies zu können. Eine eingeschränkte Pressefreiheit führt zum Verlust eigenständigen Denkens und ermöglicht es den Machthabern, dem Volk die eigenen Gesetze aufzuzwingen.” Beppe Grillo
Im Zuge einer Volksumfrage sammeln wir daher zu folgenden Punkte Unterschriften:
Zum einen für die Abschaffung des Journalistenverbands, welcher unter Mussolini gegründet wurde und in dieser Form lediglich in Italien existiert. Zum anderen für die Streichung der finanziellen Unterstützung des Verlagswesens durch den Staat (Erlass: August ´81), dem Grund der Abhängigkeit der Presse von der Politik. Zuletzt für die Abschaffung des Gasparri-Gesetzes (Erlass: Mai ´04) über die Rundfunk- und Fernsehanstalten, um diese aus der doppelmonopoligen Vormachtsstellung von Partei und Mediaset zu befreien und eine allgemeine Pressefreiheit durchzusetzen.
1- Abschaffung des Journalistenverbands:
Mit Hilfe dieses von Mussolini selbst gegründeten Verbands schuf er einen eigenen Kader ausgewählter Journalisten, die sich strikt an die von ihm aufgestellten Regeln zu halten hatten. Wir allerdings glauben, dass Aufklärung das Recht eines jeden ist.
2- Streichung der staatlichen finanziellen Unterstützung im Verlagswesen:
Die staatliche Finanzierung des Verlagswesens umfasst jedes Jahr 1 Milliarde Euro. Diese Summe wird von den Politikern an die Verleger übertragen, um diese so in Ihrem Schaffen aufs Schärfste kontrollieren zu können.
3- Abschaffung des Gasparri-Gesetzes in Funk- und Fernsehen:
Italien ist das weltweit einzige demokratische Land, welches in seiner Verfassung ein dermaßen ndemokratisches Gesetz, wie das von Gasparri entworfene hat. Dieses gibt alle medialen Übertragungsrechte monopolistisch auf ein Privatunternehmen (Mediaset). Mediaset wiederum erfährt dadurch nicht nur wirtschaftliche Begünstigungen gegenüber anderen Medienanstalten. Primär wird durch dieses Gesetz gewährleistet, dass alle ausgestrahlten Programme einer massiven Zensur der Politik unterliegen.
WIR BRAUCHEN EURE UNTERSTÜTZUNG!
Am 25. April von 12.00 Uhr bis 20. 00 Uhr am Hackescher Markt (nähe Neue Promenade), Berlin. Zwischen 16.00 Uhr und 19.00 Uhr finden Lesungen von Texten zum Thema „Pressefreiheit” statt, welche in der italienischen Presse veröffentlicht oder zensiert wurden.
Für weitere Informationen: meetupberlino@googlemail.com
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April 2008
Privilegien und Menschenrechte in Rot-China
Ein aktueller Vortrag von unserer Autorin Dr. Xu Pei:
Sonderrecht und Menschenrecht in Rot-China Dank der Einladung der ai Dortmund Gruppe musste ich mir Gedanken über das Thema Internetzensur und Medienfreiheit machen. Daraus ist der folgende Vortrag mit der Überschrift Sonderrecht und Menschenrecht in Rot-China zustande gekommen. Der Vortrag soll meinen Weg bzw. meinen Standpunkt bis hierher in verschiedenen Etappen mit beispielhaften Gedichten vorstellen. Ich hoffe, dass man dadurch nicht nur meine Position nachvollziehen, sondern auch das kommunistische System bzw. seine Verbrechen kennen lernen kann. Das Sonderrecht in Rot-China Denke ich jetzt an mein Leben in China (1966-1988) , dann kommt es mir vor, als ob ich in einer isolierten Kabine eines Räuberschiffes 22 Jahre lang gelebt hätte, ohne zu wissen, in was für einer Gefahr ich mich befand. Diese Ahnungslosigkeit hat mit dem totalitären System, der Position meiner Eltern und meiner persönlichen Veranlagung zur Spiritualität zu tun. In jedem totalitären System gibt es keine Medienfreiheit. Read the rest of this entry »
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April 2008
SWR-Nachtcafé greift Berichterstattung zu DART-Center auf
SWR Sendung „Nachtcafé” zum Thema: Phänomen Angst
Freitag, 18.04.2008, 22.00 bis 23.30 Uhr
zu Gast u.a.
André Marty, Nahost-Korrespondent des Schweizer Fernsehens, der über seine Erfahrungen als Auslandsreporter berichten wird.
„Als Korrespondent im Krisengebiet Naher Osten lebt André Marty tagtäglich mit Angst. Auch wenn er zuvor im Umgang mit bedrohlichen Situationen geschult wurde, stellt sich kein Gewöhnungseffektes ein. Selbst bedroht zu werden und der Anblick von Raketenopfern hinterließen nachhaltige Spuren, die auch er als Profi nicht so leicht bewältigt.”
DER LINK zur Sendung
http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/nid=200198/did=3259574/vgb3wb/index.html
Die Sendung wird am Samstag um 12 Uhr wiederholt.
Andrés Homepage:
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April 2008
Zensurpeitsche „politische Korrektheit” - oder „Aussprechen, was ist” - Deutschlandradio Kultur über ein hochbrisantes Gesellschafts-und Medienproblem
Deutschlandradio Kultur: Die Selbstfesselung - Zum Zustand der demokratischen Kultur. Von Paul-Hermann Gruner
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/769853/
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April 2008
Aktuelle Rede von Xu Pei
Mit Himmelsauge die Olympischen Spiele 2008 in Peking betrachten
Xu Pei
Gott sei Dank, dass Frau Konuk mich auf die Bühne der Kulturen gebeten hat.
Mit Frau Konuk habe ich das Thema zu der heutigen Veranstaltung festgelegt: Mit Himmelsauge die Olympischen Spiele 2008 in Peking betrachten
Was ein Himmelsauge bedeutet und wie man damit die Welt betrachtet, habe ich mit Gedichten in meinem neuen Gedichtband Himmelsauge auf Deutsch zum Ausdruck gebracht.
Frau Konuk hat in der Vorankündigung meine Erklärung vom Himmelsauge auch zitiert. Hiermit möchte ich das Titelgedicht gerne vortragen, damit Sie daran erinnert werden, was gemeint ist.
Ein Himmelsauge
hat jeder
aber nur wenige kennen es
die meisten wissen nicht einmal davon
Viele indische Frauen
malen sich an seiner Stelle einen Punkt
Diejenigen
die dieses Auge erlangen
sehen Dinge
Menschen und Ereignisse
aus anderen Zeiten und Räumen
Hellseher oder Propheten
werden sie genannt
(S.65)
Dieses Gedicht entstand im Jahr 2002, kurz nachdem ich 36 Jahre alt wurde. Da habe ich selbst das Himmelsauge wahrgenommen. Seitdem leuchtet mir Vieles ein, was ich vorher nicht verstand einschließlich der Prophezeiungen von Nostradamus. Read the rest of this entry »
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April 2008
Keine Zeit für inhaltliche Auseinandersetzung?
Thomas Thiel war für die FAZ bei der re:publica. Sein Artikel ist lesens- und bedenkenswert. Schön, dass man bei der FAZ auf die Idee kam, den Text online zugänglich zu machen. Thiels Beobachtungen sind amüsant. Der FAZke hat schafft Übersichtlichkeit. Hier ein paar Zitate:
Das Provisorische ist das Gute und das Organisierte das Schlechte. Das Böse vermutet man daher in den Printmedien, denen man mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit eine Restlebensdauer von fünf bis maximal zehn Jahren einräumt. Das Gute hingegen in der Bloggerkultur, die das „Kommunizieren gelernt“ habe. Auf der SMS-Wand im Hintergrund einer Podiumsdiskussion, die der journalistischen Qualität des Bloggens galt, liefen derweil Kommentare, die von dem erreichten Kommunikationsstandard Zeugnis ablegten: „Sorry, meine Schuhe quietschen.“ Twittern nennt sich der Netzdienst, der es ermöglicht, anderen über das Netz mitzuteilen, was man gerade so tut, unabhängig davon, ob das Resultat überlieferungswürdig ist. [...]
Sollte die Berichterstattung binnen fünf bis zehn Jahren tatsächlich von alternativen Medien, etwa dem Bloggen und dem Onlinejournalismus, getragen werden müssen, wäre viel Arbeit zu leisten. Die Podiumsdiskussion reduzierte den Begriff des Journalismus auf den der Informations- und Nachrichtenübermittlung. Analyse, Reportage oder Essay sind Fremdgattungen in einem Diskurskosmos, der seinen Kurs ständig mit den neuesten technischen Fortentwicklungen abzugleichen hat und daher keine Zeit zu inhaltlicher Beschäftigung findet. Die Frage, welcher der Tagenden eine eigenständige Vorstellung einer wünschenswerten Zukunft entwickelt hatte, die sich nicht in der Anpassung an das erschöpft, was die Kommunikationsindustrie auf den Markt spült, wollte man da lieber nicht stellen.
Das sind kernige Worte, die sicher die üblichen Verdächtigen zu heftigster Widerrede provozieren. Was mir an Thiels Resümee fehlt, ist der Blick über den Tellerrand. Den hat man bei der re:publica zwar auch nicht geleistet, doch sollte mit einer irgendwie grinsenden Beschreibung des Status Quo durch einen Vertreter jener “klassischen” Medien, die sich der Diskussion nicht stellen mochten, die deutsche Blogosphäre nun doch nicht schon abgeschrieben werden. Wer rügt, dass die journalistischen Blogger sich ungern mit Inhalten befassen, sollte selbst die Möglichkeiten zur Entwicklung eines Thesenapparates ausschöpfen. Hätte sich Thiel einmal in anderen Blogosphären umgesehen oder vielleicht in der einen oder anderen aktuellen Studie zum Thema, hätte er leicht erkennen können, dass Blogosphären unterschiedlicher Entwicklungsstufen existieren. Die Frage, ob die deutschsprachige den Reifegrad der US-amerikanischen je erreichen wird, ist noch längst nicht beantwortet. Es ist noch nicht einmal umfassend kommuniziert, was überhaupt die Parameter des “Reifegrads” sind. Es gibt welche! Read the rest of this entry »
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April 2008
43 Kategorien von Menschen sind in China unerwünscht
Die in Tibet geborene chinesische Dichterin Xu-Pei, die seit 1988 im Exil in Deutschland lebt, schreibt für uns über die aktuelle Situation in ihrer Heimat. Hier im Blog veröffentlichen wir einige Reden und Beiträge, mit denen die promovierte Germanistin seit 2002 immer wieder auf die Lage in China aufmerksam macht. Ihre Homepage enthält weitere Hintergründe.
Ohne Menschenrechte - Keine Olympischen Spiele
- Rede auf der Kundgebung am 16.09.07 in Köln
Ohne Menschenrechte - Keine Olympischen Spiele, das ist eigentlich selbstverständlich, aber leider wurde aus der Geschichte nicht gelernt, so darf ein rotes Nazi-Regime, welches die Menschen systematisch ihre Rechte beraubt hat, im Namen der Olympischen Spiele 2008 die Menschenrechte verletzen.
Im Juli 2001, kurz nachdem Peking den Zuschlag für die Olympischen Spiele erhielt, behauptete der damalige Vize-Ministerpräsident Li Lanqing, daß der Zuschlag für die Austragung der Olympischen Spiele in Peking die Verfolgung von Falun Gong bestätigt hätte. Seitdem werden die mehr als 70 Millionen traditionell gesinnten Chinesen, die sich nach den Prinzipien “Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Duldsamkeit” richten, weiter in China wie die Juden in Nazideutschland verfolgt und sogar als Organspender in Konzentrationslagern gehalten.
Im Namen der Olympischen Spiele haben Zwangsräumungen stattgefunden, die 1.5 Millionen Chinesen zum Umzug zwangen, dabei wurden manche wie Familie Ye obdachlos. Durch die Zwangsräumung hat die Familie von drei Generationen ihr Restaurant und ihre Wohnung verloren. Zwei Söhne der Familie wurden verhaftet, weil sie dagegen protestierten.
In der Nähe der Baustelle des kommunistischen Propagandagebäude(CCTV) harren bis vor kurzem noch drei Familien, an deren Wände geschrieben wurde: “Wenn Olympische Spiele gesendet werden, habe ich mein Obdach verloren” und “CCTV beraubt uns unseres Eigentums”.
Außerdem wurde im April dieses Jahres eine Anweisung vom chinesischen Stasi zur internationalen Spionage vor den Olympischen Spielen bekannt. Laut der Anweisung mit der Überschrift “Bescheid über die strikte Ausführung von Hintergrund-Untersuchungen der Kandidaten der Olympischen Spiele und Vorspiele” sollen 43 Kategorien von Menschen weltweit ausfindig gemacht und von den Olympischen Spielen 2008 in Peking ausgeschlossen werden.
Man könnte sagen, alle, die eigene Gedanken und ein Gewissen haben, werden nach dieser Anweisung ausgeschlossen. Der Dalai Lama und seine Anhänger, Römische Katholiken, alle, die sich nicht von der kommunistischen Partei Chinas führen lassen, fallen unter diese Kategorien.
Die Olympiade als Symbol für ein weltweites friedliches Miteinander und der Völkerverständigung darf nicht noch einmal mißbraucht werden, diesmal von einem roten Naziregime!
Vor 71 Jahren hat Heinrich Mann auf der Konferenz zur Verteidigung der Olympischen Idee in Paris gesagt:
“Ein Regime, das sich stützt auf Zwangsarbeit und Massenversklavung; ein Regime, das den Krieg vorbereitet und nur durch verlogene Propaganda existiert, wie soll ein solches Regime den friedlichen Sport und freiheitlichen Sportler respektieren? Glauben Sie mir, diejenigen der internationalen Sportler, die nach Berlin gehen, werden dort nichts anderes sein als Gladiatoren, Gefangene und Spaßmacher eines Diktators, der sich bereits als Herr dieser Welt fühlt.”
Als Schriftstellerin, die wie Heinrich Mann das Heimatland verlassen mußte, nehme ich ihn als Vorbild, und möchte hier nicht nur die Olympische Idee verteidigen, sondern auch gegen das kommunistische Verbrechen protestieren. Nicht zuletzt möchte ich auch die deutsche Regierung vor der roten Gefahr warnen. Dieses rote Regime wird nicht nur die Computer der Bundesregierung angreifen!
Dr. Xu-Pei
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April 2008
Scheinheiligkeit ist ein Mittel des zivilisierten Umgangs
findet Gilberto Gil. Damit dürfte er auch in Deutschland zahlreiche Fans gewinnen.
Klaus Hart schreibt heute in der NZZ über den Rückzug des populären brasilianischen Musikers Gilberto Gil als Kulturminister der Regierung da Silva. Stimmbandprobleme können es wirklich nicht sein, die ihn zu diesem Rückzug bewegten. Am 1. April trat er als Solist im Londoner Barbican auf und hielt Zwiesprache mit dem Publikum.
Da singt einer und redet nett. Klaus Hart zeigt die andere Seite Gils auf. Die ist weder kreativ noch komisch. Einmal mehr zeigt sich am Beispiel Gil, wie sehr in Brasilien der Staat von den Gangsterbossen in den Favelas unterminiert ist.
“Unmut, ja Entsetzen provozierte Gilberto Gil 2004 durch eine offizielle Visite in einem von schwerbewaffneten Banditenmilizen neofeudal beherrschten Rio-Slum. In Absprache mit den lokalen Gangsterbossen, wie die Presse schrieb, liessen sich Gil und der damalige Arbeitsminister Ricardo Berzoini in einer schwarzen Staatslimousine ohne jeglichen Polizeischutz in die Favela chauffieren, genossen dort ein Unterhaltungsprogramm mit Breakdance und Rap und stellten Qualifikationsprogramme für Jugendliche vor. Die Abmachung mit den Gangsterbossen nannte José Murilo de Carvalho, Mitglied der nationalen Dichterakademie, unerhört: «Der Staat muss die Gesetze verwirklichen, solche Leute dingfest machen – stattdessen wurde das organisierte Verbrechen als Parallelregierung legitimiert.»
Paulo Sergio Pinheiro, inzwischen ständiger Berater der Uno-Menschenrechtskommission in Genf, sah mit der Ministervisite bestätigt, dass der brasilianische Staat grosse Teile seines Territoriums nicht mehr kontrolliere. In Rio de Janeiro besuchte Gil wenig später die berühmte Sambaschule Mangueira, deren Vizedirektor und Chef der hundertköpfigen Perkussionsgruppe kurz zuvor von einem lokalen Banditenkommando bestialisch umgebracht worden war. Doch der Minister verurteilte keineswegs wie allgemein erwartet den Druck des organisierten Verbrechens auf die Sambaschulen, sondern er überging den Mordfall mit Schweigen und verbreitete Optimismus und Karnevalsvorfreude. Gegenüber der Presse nannte er später hipocrisia (Scheinheiligkeit) ein probates Mittel zivilisierten Umgangs und notwendig für das menschliche Zusammenleben. Er selbst bediene sich ihrer häufig.”
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April 2008
Die aktuelle State of the Media-Studie ist online
http://www.stateofthenewsmedia.org/2008/
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April 2008
