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29. Juni 2006

Einschränkung der Pressefreiheit?
Abgelegt unter: Allgemein, Medien | admin um 17:12

Mohammed-KarikaturEinschränkung der Pressefreiheit 1

APD (Adventistischer Pressedienst, 28.06.2006): “Europarat gegen Abstriche an Pressefreiheit aus religiösen Gründen

“In einer Entschliessung lehnte die Parlamentarier-Versammlung des Europarats Einschränkungen der Pressefreiheit aus Rücksicht auf die ‘wachsende Sensibilität gewisser religiöser Gruppen’ strikt ab. Die Pressefreiheit müsse nicht nur für ‘harmlose’ Ideen gesichert sein, sondern auch für solche, die Teile der Bevölkerung “schockieren, verletzen oder verstören” können, stellte die Versammlung nach einer Meldung der Agentur AFP am 28. Juni unter Hinweis auf die jüngste Kontroverse über Mohammed-Karikaturen klar. Zuvor hatte der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan davor gewarnt, religiöse Gefühle zu verletzen.

Debatten, Satire, Humor und Kunst müsse sogar ein ‘höherer Grad’ an Meinungsfreiheit zugestanden werden, forderten die Abgeordneten aus den 46 Europaratsländern in einer Entschliessung. Dabei dürfe Übertreibung nicht als ‘Provokation’ verstanden werden. Erdogan forderte hingegen einen ‘verantwortungsbewussten’ Umgang mit der Pressefreiheit. ‘Es gibt keine Freiheit ohne Grenzen’, betonte der Politiker der islamischen AKP-Partei. Meinungsfreiheit sei nicht die Freiheit, andere zu ‘beleidigen’. Wer die religiösen Gefühle anderer verletze, schüre Hass und ermutige den Terrorismus.

In der Parlamentarier-Versammlung forderten vor allem Abgeordnete der Fraktion der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP), darunter mehrere Türken, Grenzen für die Pressefreiheit. Sie müssten da gezogen werden, wo religiöse Gefühle verletzt werden könnten. Vertreter der Linken und Liberalen lehnten dies ab. (…)”

Einschränkung der Pressefreiheit 2

Tagesspiegel (28.06.2006): “Wachhund, Schoßhund?”

Im Kampf gegen den Terrorismus müssen nach Ansicht von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Medien gelegentlich Einschränkungen ihrer Arbeit hinnehmen. ‘Die Pressefreiheit ist nicht absolut, auch die Geheimhaltungsinteressen des Staates haben Verfassungsrang’, sagte Schäuble (…).

Mit Hinweis auf die BND-Affäre sagte der Minister, der Staat habe wenig Möglichkeiten, die Identität von Informanten rechtlich zu schützen. ‘In Deutschland ist der Quellschutz für Journalisten besser als der Schutz für Informanten der Nachrichtendienste.’ Terroristen wollten mediale Aufmerksamkeit erzeugen. Die Medien müssten bei ihrer Berichterstattung deswegen sehr sensibel sein. Überhaupt verlangte Schäuble mehr Selbstkritik von den Journalisten. Die Zusammenarbeit von Reportern mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) sei auch ‘ein Skandal der Medien’.

In diesem Zusammenhang forderte Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des Tagesspiegel, den Minister auf, den Paragraph 353b aus dem Strafgesetzbuch streichen zu lassen. Dieser Paragaph meint die ‘Beihilfe zum Geheimnisverrat’, also die Information eines Journalisten durch einen Amtsträger. (…)”

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28. Juni 2006

Journalisten im Visier des Staatsanwalts
Abgelegt unter: Medien | admin um 15:19

Stuttgarter ZeitungStuttgarter Zeitung (27.06.2006): “Der Wachhund soll zum Schoßhund werden. Staatsanwälte ermitteln gegen StZ-Journalisten wegen Affäre um den SWR-Intendanten Peter Voß (…) Die Stuttgarter Zeitung hat Informationen verbreitet, welche die Ermittlungsbehörden gerne für sich behalten hätten. Deshalb wird jetzt gegen zwei Kollegen ermittelt und Hand angelegt an den verbrieften Schutz von Informanten.”
- Stuttgarter Nachrichten (28.06.2006): “Justiz contra Pressefreiheit. (…) Das Sprichwort sagt: ‘Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.’ So darf es im Umgang der Medien untereinander nicht sein, und so war es auch nicht. Das Wächteramt der Presse verlangt, dass Missstände jedweder Art aufgedeckt werden. Auch in der eigenen Medienbranche.”
- Netzeitung (28.06.2006): “Zeitungsverleger rügen Eingriff in Pressefreiheit - Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Journalisten. Sie sollen Beihilfe zum Verrat von Dienstgeheimnissen geleistet haben. Es geht dabei um SWR-Intendant Voß. Zeitungsverleger erinnert das an ‘Gebaren totalitärer Regime’.”
- Berliner Morgenpost (28.06.2006): “Journalisten im Visier des Staatsanwalts”
- SWR Nachrichten (28.06.2006): “Kritik an Ermittlungen gegen Journalisten”
- Stuttgarter Zeitung (28.06.2006): “SWR-Intendant Voß hat die Polizei schon erwartet. Jetzt suchen die Strafverfolger auch bei sich selbst. Weil die Stuttgarter Zeitung über Hintergründe der Ermittlungen gegen SWR-Intendant Peter Voß berichtet hat, wird gegen zwei StZ-Kollegen ermittelt. Aber Voß selbst wusste, dass bei ihm eine Hausdurchsuchung bevorsteht. Woher?”
- Stuttgarter Zeitung (28.06.2006): “Staatsanwälte fahnden in den eigenen Reihen”
- Stuttgarter Nachrichten (28.06.2006): “Goll will Ermittlungen gegen Journalisten erschweren”
- Tagesspiegel (28.06.2006): “Fall paradox
- Stuttgarter Nachrichten (28.06.2006): “Keine Handhabe gegen Staatsanwälte”

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26. Juni 2006

Wem gehorcht Arte?
Abgelegt unter: Medien | admin um 21:31

Arte

taz (26.06.2006): “Die französische Medienbehörde CSA will mal wieder für den deutsch-französischen Kulturkanal zuständig sein.”

(…) “Denn Arte liegt quer zu den Rundfunkverfassungen beider Länder, der Vertrag zwischen der Französischen Republik und den deutschen Rundfunkanstalten über den 1992 gegründeten gemeinsamen Kulturkanal war ein kompliziertes, völlig neuartiges Konstrukt. Hier prallten unterschiedliche politische und journalistische Kulturen aufeinander - sowie der französische Zentralismus und Deutschlands föderale Rundfunkkultur. Der Arte-Vertrag legt nun ausdrücklich die Unabhängigkeit des Senders fest. Mit der interessanten Konsequenz, dass der Sender weder der französischen noch der deutschen Medienaufsicht unterliegt.

Doch die Pariser CSA, die für sämtliche elektronischen Medien in Frankreich zuständig ist, hat dieses Prinzip immer wieder in Frage gestellt. Schon vor sechs Jahren war der Versuch gescheitert, Arte in eine französische TV-Medienholding zu integrieren.” (…) [mehr...]

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23. Juni 2006

Philip Banse gewinnt deutsch-polnischen Journalistenpreis
Abgelegt unter: Magazin: Berliner Journalisten, Medien | admin um 17:44

Phlip BanseUnser Autor Philip Banse (Vgl. “kuechenradio.org” in: Berliner Journalisten Nr. 4/11-2005) hat den Deutsch-Polnischen Journalistenpreis gewonnen.

Der Preis wurde in der Kategorie Hörfunk für den Beitrag “Pension Büchler - Deutsche Arbeitslose und polnische Wanderarbeiter Tür an Tür” gewonnen.

Aus der Laudatio Hubert Wohlans: “Die preisgekrönte Reportage hat einen leicht verwirrenden Titel : ‘Pension Büchler’. Man könnte meinen, es handele sich hier um ein bescheidenes Hotel oder um ein billiges Feriendomizil. So habe ich auch im ersten Moment gedacht, als ich die bespielte CD vom Südwestrundfunk in die Hand nahm. Doch der wahre Inhalt dieser Reportage versteckt sich im Untertitel ‘Deutsche Arbeitslose und polnische Wanderarbeiter Tür an Tür’. Ein sehr aktuelles und schwieriges Thema. Ein Phänomen, das, wenn man die Augen und Ohren offen hält, jeder sehen und hören kann. Doch nicht jeder hat die Lust und den Mut, sich dieses Themas anzunehmen.

Den Mut und die Lust, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, hatte Philip Banse. Er hat es sehr sorgfältig gemacht und vermied dadurch einige Fallen, die solchem Thema beinahe eigen sind. (…) Philip Banse vermied in seiner Reportage den moralisierenden Zeigerfinger. Er beschreibt und lässt erzählen. Er betreibt keine Schwarz-Weiß-Malerei und ist journalistisch souverän. Ein würdiger Preisträger.”

Herzlichen Glückwunsch!

Foto: ©Bernd Lammel

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Redaktionsfusionen bei Springer
Abgelegt unter: Medien | admin um 10:56

Screenshottaz (22.06.2006): “Die Renaissance des Eintopfs. Umfassende Redaktionfusionen bei Springer-Titeln. Nur “Bild” und “BZ” bleiben draußen”

(…) “Die Axel Springer AG setzt endgültig auf eine Zentralredaktion für Print und Internet. Zur bereits bestehenden Gemeinschaftsveranstaltung von Welt, Welt Kompakt und Berliner Morgenpost stößt jetzt auch die Welt am Sonntag. Alle vier Titel haben künftig nur noch ein gemeinsames Politik- und Wirtschaftsressort. Die Nachrichten- und Sportredaktion sind schon länger fusioniert. Nur Bild und B.Z. bleiben weiter allein. (…) Zeitung und Internet-Angebot sollen komplett verzahnt und welt.de zum führenden Internet-Angebot Deutschlands werden. (…)”

Berliner Zeitung (22.06.2006): “Ein Ressort für vier Zeitungen. Welt, Welt kompakt, Mopo und WamS kooperieren”

Links zum Thema:
- Newspapers and Technology (Oktober 2002): “Axel Springer Verlag will install CCI Europe’s NewsDesk at Die Welt and Welt am Sonntag, as well as its regional newspaper Berliner Morgenpost. Springer also plans to upgrade B.Z. and B.Z. am Sonntag, which is using NewsDesk Release 5.”

- The Guardian (15.06.2006) “Tabloid talk intensifies despite Telegraph denial”
“At the World Newspaper Congress in Moscow last week Dr Mathias Döpfner, the chief executive and chairman of German newspaper publisher Axel Springer, showed how the launch of a cheaper and smaller version of Die Welt had boosted circulation of both papers by 25%.”

- IJP (2003): “Alle Versuche nach meiner Rückkehr, zumindest eine Art Newsdesk bei der WELT einzuführen, der wie der Backbench einen Überblick über das gesamte erste Buch hat, schlugen bisher leider fehl, zu teuer und zu frühe Andruckzeiten. Das “Handelsblatt” hat so etwas ja gerade eingeführt.” (Jakob Menge, Deputy Foreign Editor, Blattmacher Außenpolitik, Die Welt, Berlin)

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16. Juni 2006

Bundeseinrichtungen haben Fernsehbeiträge finanziert
Abgelegt unter: Medien | admin um 10:44

ScreenshotBundestag (15.06.2006, hib): “Bundeseinrichtungen haben Fernsehbeiträge finanziert”

“Mit insgesamt 286.000 Euro haben Bundesreinrichtungen im vergangenen Jahr Fernsehbeiträge in öffentlich-rechtlichen Sendern finanziert. (…) So habe die Bundesagentur für Arbeit mit 112.000 Euro einen Bericht des MDR zum Thema Arbeitsmarkt mitfinanziert, der Deutsche Rentenversicherung-Bund habe 117.000 Euro für einen Beitrag der ARD zum Thema Rente gegeben. Mit 57.000 Euro finanzierte die Einrichtung auch einen Beitrag des ZDF zum Thema Rente. (…) Bundesregierung und Bundeseinrichtungen seien gleichwohl dazu verpflichtet, der Öffentlichkeit ihre Politik, ihre Maßnahmen und Vorhaben “darzulegen und zu erläutern”. Zur Erfüllung dieser Verpflichtung könnten sie sich auch elektronischer Kommunikationsmittel bedienen und mit öffentlich-rechtlichen Anstalten zusammenarbeiten. (…)” [mehr...]

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14. Juni 2006

Times to publish foreign news online first
Abgelegt unter: Medien | admin um 16:33

ScreenshotOnline Journalism News (13.06.2006): “Times to publish foreign news online first”

“The Times is to put foreign news stories on its website before they appear in the printed paper. Peter Bale, Times Online editor, has confirmed that foreign correspondents will be encouraged to file as and when their stories are ready so that they may be published on the internet before the printed edition. Desk staff will edit stories from overseas correspondents then determine whether the story warrants immediate publication on the internet or if it will be held for the newspaper. This follows a move by The Guardian, announced last week, that it would post certain foreign and business news stories on the internet first. Also last week, The Telegraph revealed plans to delay publication of stories online until later in the day to encourage sales of its print product.”

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11. Juni 2006

Kritische Sportjournalisten werden abgestraft
Abgelegt unter: Medien | admin um 23:31

Screenshottaz (12.06.2006): “Diese Woche wird wichtig für Hagen Boßdorf, weil der ARD-Sportkoordinator durch eine umstrittene Personalentscheidung wohl wieder einmal selbst zur Personalie bei der ARD-Intendantenkonferenz in dieser Woche wird.

(…) Im Dezember 2005 wurden neue Erkenntnisse über Hagen Boßdorfs Stasi-Verbindungen bekannt, der Norddeutsche Rundfunk machte daraufhin seine Einstellung als NDR-Sportchef rückgängig; im Februar 2006 wurde bekannt, dass bei der von Boßdorf verantworteten ARD-Sendung “Star Biathlon 2005″ Schleichwerbung eingebaut war; und nun, im Juni 2006, ist bekannt geworden, dass der kritische Schwimmexperte Hajo Seppelt als Reporter ausgetauscht wird - wohl auf Boßdorfs Bestreben hin.
(…) Klar ist: Seppelt gilt sowohl unter Kollegen als auch unter Sportlern als ausgewiesener Kenner im Bereich Schwimmen - und im Bereich Doping. Immer wieder, in Büchern wie in Filmen, hat sich der Redakteur des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) des Themas angenommen. Gleichzeitig kritisierte er, dass sich die ARD aus der kritischen Doping-Berichterstattung zurückziehe…
(…) Soll hier einem unbequemen Kollegen die öffentliche Plattform entzogen werden? Der Verdacht erscheint nahe liegend - schließlich wird Seppelt, der über zehn Jahre für die ARD berichtete, durch den im Bereich Schwimmen unerfahrenen Neueinkauf Tom Bartels ersetzt.
(…) Als “Abstrafung eines Kritikers” bezeichnet der Verein Berliner Journalisten den Vorgang. (…)”

Weitere Links:

NDR Fernsehen (08.08.2004): “Sportreporter am Spielfeldrand”
(…) “Hajo Seppelt, ARD-Sportreporter: ‘Ich habe zum Beispiel schon erlebt, dass mir gesagt wurde: Es wäre doch vielleicht günstig, wenn du nicht mehr so investigativ, so recherchierend an Themen rangehst, sondern es würde völlig reichen, wenn du einfach nur beschreibst, was da gerade so passiert. Und da ist mir ehrlich gesagt der Hut hochgegangen und da hab ich gesagt, dass lasse ich mit mir nicht machen und da gab es dann Konflikte.’” (…)

Radio Multikulti: Beiträge Seppelts über die FIFA (zum Anhören)

NDR Fernsehen (18.01.2006): “Sportjournalisten kämpfen für besseren Journalismus”
(…) “Die Stiftung Warentest entdeckte Sicherheitsmängel in vier WM-Stadien. Doch bevor die genauen Fakten bekannt waren, beschimpfte WM-Chef Beckenbauer die Tester als “Besserwisser” und “Wichtigtuer”. Viele Medien druckten seinen Wutausbruch. Hajo Seppelt, ARD-Sportreporter: “Ich finde es geradezu dümmlich, was der Mann sagt. Bevor es eine Pressekonferenz der Stiftung Warentest gibt, fängt er schon an, irgendwelche Dinge in die Öffentlichkeit zu blasen. Und jeder schreibt das auf, und ach da fehlt es dem einen oder anderen an der kritischen Distanz. Das ist auch ein Beleg dafür, wie Sportjournalismus funktioniert. Nämlich schlecht.” (…)

Die Welt (02.12.2005): “Stasi-Aktenfunde belasten ARD-Sportkoordinator Boßdorf”

Das Netzbuch: “Hagen Boßdorf und das journalistische Selbstverständnis”
(…) “Boßdorf ist nebenberuflich noch “freier Mitarbeiter” bei denen, über die er eigentlich objektiv berichten sollte, nämlich das Rad-Team von T-Mobile, bei deren Veranstaltungen er als Moderator auftritt.” (…)

Steffen Simon über Boßdorf: “Kein ARD-Sportkoordinator hat die Sportberichterstattung im Ersten so voran gebracht.‭ ‬Hagen Bossdorf ist mein Freund.‭ ‬Aber nicht nur deshalb ist mein Urteil ist anderes ausgefallen als das vieler Zeitgenossen.‭ ‬Man klagt ihn für Dinge an,‭ ‬die er vielleicht getan hätte,‭ ‬wenn es die DDR weiter gegeben hätte.‭ ‬Ein Opfer hat sich als solches bis heute nicht gemeldet.” (Berliner Journalisten Nr. 6. 06/2006)

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Angenehme und spannende Lektüre!
Abgelegt unter: Magazin: Berliner Journalisten | admin um 21:32

Redaktion

Die Redaktion Berliner Journalisten wünscht allen Leserinnen und Lesern eine angenehme und spannende Lektüre der neuen Ausgabe Nr. 6!

[V.l.n.r.: Bernd Lammel (Bildredaktion), Betty Lammel (verdeckt, Herausgeberin), Oliver Reblin (Layout), Bettina Iduna Kieke (Redaktionsleiterin/Weiterbildung), Burkhard Schröder (Chefredakteur), Nadine Pfister (Layout), Foto: Jagna.]

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9. Juni 2006

Journalistenpreis für junge Journalisten
Abgelegt unter: Magazin: Berliner Journalisten, Medien | admin um 21:37

Manuela Böhme

Das Medienmagazin‭ ‬Berliner Journalisten schreibt in Kooperation mit der Wall AG einen Preis für junge Journalistinnen und Journalisten aus.‭ ‬Der Preis soll die journalistische Qualität fördern und den journalistischen Nachwuchs anregen,‭ sich mit den Techniken der Reportage vertraut zu machen.

Das Thema für eine Reportage:‭ “Wie ich Hamburg sehe”‬.
Logo Preis
Alle junge Journalistinnen und Journalisten bis zum Alter von‭ ‬28‭ ‬Jahren können teilnehmen.‭

1.‭ ‬Preis‭ ‬800‭ ‬Euro und Abdruck der Reportage in unserem Magazin
2.‭ ‬Preis‭ ‬500‭ ‬Euro
3.‭ ‬Preis‭ ‬300‭ ‬Euro

Der Jury gehören an:

Tissy Bruns,‭ ‬Berlin,‭ ‬leitende Redakteurin beim Tagesspiegel
Christian Habbe,‭ ‬Hamburg,‭ ‬Der Spiegel
Günter Handlögten,‭ ‬Hamburg,‭ ‬war‭ ‬30‭ ‬Jahre Reporter beim‭ ‬stern
Carla Kniestedt,‭ ‬Berlin,‭ ‬RBB
Burkhard Schröder,‭ ‬Berlin,‭ ‬Chefredakteur‭ ‬Berliner Journalisten
Klaus Schulz,‭ ‬Hamburg,‭ ‬Herausgeber und Chefredakteur des Stadtmagazins‭ ‬OXMOX‭
Peter Unfried,‭ ‬Berlin,‭ ‬stellv.‭ ‬Chefredakteur der‭ taz
Günter Wallraff,‭ ‬Köln

Einsendeschluss für die Texte:‭ ‬1.‭ ‬September‭ ‬2006

Die Reportage darf noch nicht in einem anderen Medium erschienen sein und soll nicht mehr als‭ ‬7500‭ ‬Zeichen umfassen.‭ ‬Der Preis wird im Herbst in Hamburg verliehen.

Formate: Reiner Text oder Attachment im Rich Text Format (rtf) per E-Mail an redaktion@berliner-journalisten.com

Journalistenpreis für junge Journalisten (pdf)

Foto: Manuela Böhme

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8. Juni 2006

Berliner Journalisten Nr. 6 erschienen!
Abgelegt unter: Magazin: Berliner Journalisten | admin um 01:22

BerjourBerliner Journalisten Nr. 6/ - 2/2996 - ist erschienen und wird ab morgen an den bekannten Verkaufsstellen ausgeliefert.

Themenschwerpunkt: Sportjournalismus

Autoren u.a.: Sportreporterlegende Rudi Michel über die kleine Kunst des Interviews und den “ausreichenden Schöpflöffel Fachwissen”; Jens Weinreich, Sportchef der Berliner Zeitung, über real nicht existierenden Sportjournalismus; Mathew D. Rose über die finanziell angeschlagene Hertha BSC, schöne Bilanzen und den Berliner Filz; Ines Geipel über Dopingskandale, Bestechungsgelder an Funktionäre und den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Das Portfolio zeigt Fotos der Sportfotografin Iris Hensel; Cathrin Bach hat boxende Frauen und Mädchen fotografiert. Pamo Roth berichtet über ihr Radiopraktikum in Malawi.

Carla Kniestedt (RBB) schreibt über gesprengte Sendungen und den Flughafen Schönefeld. Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien (NRW) fragt: “Brauchen wir ein neues Medienrecht?” Lars Grosskurth, Reemtsma-Pressesprecher, plädiert dafür, Interviews autorisieren zu lassen. Burkhard Schröder interviewt Dr. Carl L. Woebcken, den Vorstandsvorsitzenden der Studio Babelsberg AG. Und vieles mehr - lassen Sie sich überraschen!

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7. Juni 2006

Deutscher Fachjournalisten-Kongress in Berlin
Abgelegt unter: Veranstaltungen und Termine | admin um 02:19

Screenshot FRAm 08. September findet in Berlin der Deutsche Fachjournalisten-Kongress statt. Der Kongress widmet sich den vier Themenschwerpunkten:

1. Journalismus als Bildungsinstanz – Bildung als Berichterstattungsfeld?
2. Berufsfelder: Fachjournalismus, Fachöffentlichkeitsarbeit und Freiberuflichkeit.
3. Fachsparten: Medizinjournalismus, Wirtschaftsjournalismus und Technikjournalismus.
4. Normen: Medienethik, Presserechtsschutz und Medienordnung.

Zu den knapp 50 renommierten Referenten zählen u. a.:

Dr. Horst Avenarius (Deutscher Rat für Public Relations)
Stefan Biskamp (Stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche)
Bodo Hombach (Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe)
Christoph Keese (Chefredakteur der Welt am Sonntag)
Dr. Thomas Leif (Vorsitzender des Netzwerks Recherche)
Prof. Dr. Matthias Prinz (Anwaltssozietät Prinz - Neidhardt - Engelschall)
Rudolf Schulze (Chefredakteur der vdi Nachrichten)
und viele andere mehr.

Auf der begleitenden Fachmesse präsentieren sich Anbieter von berufsbezogenen Dienstleistungen und Produkten sowie Aus- und Weiterbildungsprogrammen.

Eine Kurzübersicht des Kongresses findet sich hinter dem folgenden Link.

René Teichmann

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5. Juni 2006

Focus verliert gegen Frankfurter Szenewirt
Abgelegt unter: Medien | admin um 14:05

Screenshot FRtaz (03.06.2006): “‘Focus’ verliert gegen Szenewirt”:
“Das Landgericht Frankfurt wertete in dem gestern veröffentlichten Urteil eine Bildunterschrift im Focus als “üble Nachrede”, wonach ein Freund des Exaußenministers Fischer (Grüne) in der linken “Putzgruppe” als “passionierter Schläger” gegolten habe. Der Betreiber der Szenekneipe “Batschkapp“, Ralf Scheffler, darf demnach nicht so bezeichnet werden.”

Frankfurter Rundschau (05.06.06.): “Scheffler gewinnt Streit über Putzgruppe - und muss zahlen” (vgl. Screenshot)
“Viele Prozessbeobachter waren sicher, dass Focus-Anwalt Robert Schweizer wohl auch noch den Heiligen Vater in den Zeugenstand geholt hätte, um die Behauptung des Magazins zu untermauern. Die Vorladung von Tom Koenigs scheiterte lediglich daran, dass dieser derzeit als UN-Beauftragter in Afghanistan sein Unwesen treibt und sich in Kabul keine ladungsfähige Adresse auftreiben ließ.”

Weder die taz noch die Frankfurter Rundschau geruhen - wie bei deutschen “Online”-Medien üblich -, uns mit Links ins berüchtigte World Wide Web zu belästigen. Das soll hier nachgeholt werden: Das Urteil des Landgerichts Frankfurt ist im Volltext online und hat das Aktenzeichen 3-05 O 153/04.

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3. Juni 2006

Boycott Yahoo!
Abgelegt unter: Allgemein, Medien | admin um 23:46

YahooSpiegel Online (03.06.2006): “Gewerkschaft ruft zum Yahoo-Boykott auf - Die britische Journalisten-Gewerkschaft NUJ hat ihre Mitglieder zum Boykott des Internet-Konzerns Yahoo angehalten. Grund sei die Kooperation des Konzerns bei Zensurmaßnahmen Chinas im Internet.”

Spiegel Online ist wie gewohnt nicht in der Lage, einen Link zum Original-Artikel (National Union of Journalists) zu setzen.

NUJ advises boycott of ‘unethical’ Yahoo!

The National Union of Journalists is advising its 40,000 members to boycott all Yahoo! products and services in protest at its repeated collusion with the Chinese authorities. In a letter to Yahoo! Europe’s vice president Dominique Vidal, the union’s new media council said that NUJ members have been unanimous in their condemnation of Yahoo!.

The search portal provided information to Chinese authorities that helped identify and prosecute several journalists and pro-democracy writers. Shi Tao was sentenced to 10 years in prison for forwarding a government email to the foreign press. The authorities had tried to warn journalists of the ‘danger’ posed by the return of dissidents on the 15th anniversary of the Tiananmen Square massacre.

Jiang Lijun was sentenced to four years in November 2003 after Yahoo! provided information that helped identify him. He was sentenced for writing articles that called the Chinese government “autocratic” and said that he favoured a western-style democracy. Li Zhi was sentenced to eight years for discussing pro-democracy issues in a web forum and for emailing pro-democracy campaigners.

“The Chinese government has an atrocious record of censorship and free expression and it is essential that the rest of the world publicly objects to and campaigns against this repressive regime,” said Jeremy Dear, general secretary of the NUJ. “The NUJ regards Yahoo!’s actions as a completely unacceptable endorsement of the Chinese authorities. As a result, the NUJ will be cancelling all Yahoo!-operated services and advising all members to boycott Yahoo! until the company changes its irresponsible and unethical policy.”

Members are advised to contact the new media council for advice on alternative email, group forum and portal services. (02/06/06)

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2. Juni 2006

Medienlog: Nagelprobe für die journalistische Ethik
Abgelegt unter: Medien | admin um 13:41

WM-Tickettaz (02.06.2006): “Ungebetene Geste - Eine Nagelprobe für die journalistische Ethik: Was machen deutsche Zeitungsredaktionen, wenn sie WM-Tickets geschenkt bekommen?”

(…) “Die offiziellen WM-Sponsoren wiederum verfügen über umfangreiche Ticketkontingente, und für sie sind Journalisten mitunter Menschen von besonderem Interesse. Das passt ja eigentlich ganz gut: Eine informelle Einladung zu, sagen wir, Stadionbesuch mit anschließendem Essen - und alle sind zufrieden. Gäbe es da nicht den Pressekodex: “Die Annahme und Gewährung von Vorteilen jeder Art, die geeignet sein könnten, die Entscheidungsfreiheit von Verlag und Redaktion zu beeinträchtigen, sind mit dem Ansehen, der Unabhängigkeit und der Aufgabe der Presse unvereinbar”, steht dort.” (…)

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Fanatischer Meutepublizismus
Abgelegt unter: Allgemein, Medien | admin um 13:34

Heine

Süddeutsche (02.06.2006): “Handke und kein Ende - Warum wir aus der Jury des Heinrich-Heine-Preises austreten”, von Sigrid Löffler und Jean-Pierre Lefèbvre

“In seinen Balkan-Texten prallt dieser Anspruch des Andersdenkens und Andersschreibens seit jeher auf den formierten journalistischen Konsens darüber, wie die jugoslawischen Sezessionskriege zu sehen und zu beurteilen seien. Entgegen diesem Konsens hält Handke daran fest, dass die Auflösung Jugoslawiens nicht die Lösung des Problems ist, dass darin vielmehr ein Verlust liegt, der auch benannt werden darf.”

“Die Intellektuellen, Journalisten und Politiker, die sich im vergangenen Jahrhundert so oft und so extrem geirrt (und verirrt) haben, haben sich auf korrekte und daher ungefährliche Meinungen verständigt.”

taz (31.05.2006): “Lieber Meise als Meute”, von Wiglaf Droste:

“Eigensinnig wie Heine verfolge Handke den Weg zu einer offenen Wahrheit; seinen poetischen Blick auf die Welt setze er rücksichtslos gegen die veröffentlichte Meinung und ihre Rituale. So kann man Handkes Weigerung umschreiben, sich im und nach dem Jugoslawienkrieg auf die Seite eines fanatischen Meutepublizismus zu schlagen. (…) Das bodenlose Gekeife diente nicht der Wahrheitsfindung, sondern allein der Mobilmachung; auf die moralischen Angriffe sollten die militärischen folgen. So geschah es, und der Journalismus, der ja eigentlich zumindest skeptisch zu sein hätte gegenüber der Politik, war nicht nur beteiligt, sondern schrieb und schrie vorneweg. (…) Wer die Wahrheit sucht, kann sich verirren; wer aber glaubt, sie als Teil der zahlenmäßigen Mehrheit und der Meute automatisch für sich reklamieren zu können, dem muss man erst gar nicht zuhören.”

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1. Juni 2006

Podiumsdiskussion: Der BND und die Journalisten - Wie weiter nach dem Skandal?
Abgelegt unter: Veranstaltungen und Termine | admin um 21:19

Surveillance©BurksVerein Berliner Journalisten und DJV:

Podiumsdiskussion: “Der BND und die Journalisten - Wie weiter nach dem Skandal?”

“Die Aufarbeitung der Affäre steht erst am Anfang. Wer in der Spitze von Geheimdienst und Regierung hat davon gewusst? Welche Konsequenzen müssen fuer die Kontrolle der Geheimdienste gezogen werden? Wie konnte es dazu kommen, dass Journalisten zu Komplizen des BND wurden und dabei Kollegen bespitzelten?”

Auf dem Podium:
- Andreas Förster (Redakteur der Berliner Zeitung),
- Michael Konken (Vorsitzender des DJV),
Hans Leyendecker (Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung),
- Hans-Christian Ströbele (MdB Die Grünen, Mitglied der Parlamentarischen Kontrollkommission).
- Moderation: Petra Lidschreiber (Chefredakteurin Fernsehen des rbb).

Di., 06.06.2006, 19.00 Uhr,
beim Deutschen Anwaltverein, Littenstr. 11, 10179 Berlin ­Mitte (U-Bhf. Klosterstrasse).

Bitte anmelden unter carolin.dewest@berliner-journalisten.de

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Unter Medienmännern
Abgelegt unter: Allgemein, Medien | admin um 19:55

Montage

Henryk M. Broder enthüllt auf Spiegel Online (01.06.2006), warum Spiegel-Redakteur Matthias Matussek und Bild-Kolumnist Franz Josef Wagner Freunde sind:

“Vor 20 Jahren standen sie mal im Stadion nebeneinander. Und als die Nationalhymne ertönte und Matussek daraufhin feuchte Augen bekam, da ‘wurde ich sein Freund, ich finde es großartig, wenn einem bei der Nationalhymne die Tränen kommen’.”

Den Freunden des gesunden Nationalempfindens schreibt Broder ins Poesiealbum: “Bob Dylan hat es etwas einfacher formuliert: ‘Der Patriotismus ist die letzte Zuflucht, an die sich der Strauchdieb klammert.’ Und Max Horkheimer brauchte auch nur einen Satz, um das P-Wort zu entsorgen: ‘Der Patriotismus in Deutschland ist so furchtbar, weil er grundlos ist.’”

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Aktuelles Heft Nr. 4-2010
Titelthema:
Mobilität

Titelfoto: Denis Balibouse/ Solar Impulse, Alex Häsler
Fotomontage: Lammel/Reblin







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