11. September 2006
Medien-Mittler: Journalisten-Austausch zwischen Deutschland und Osteuropa
Pressemitteilung der Berliner Journalisten-Schule: “Journalisten-Austausch zwischen Deutschland und Osteuropa startet in die nächste Runde”
Stipendien erstmals auch für Bewerber aus dem Baltikum im Projekt “Medien - Mittler zwischen den Völkern”
“Arbeiten in Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn - diese Chance erhalten junge deutsche Journalisten nun zum zweiten Mal im Programm “Medien - Mittler zwischen den Völkern”. Drei Monate lang lernen sie den Alltag in einer mittel- und osteuropäischen Print-, Hörfunk oder TV-Redaktion kennen - als Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung, die das Projekt in Zusammenarbeit mit der Berliner Journalisten-Schule (BJS) durchführt. Gleichzeitig können sich bereits zum fünften Mal osteuropäische Journalisten um einen Redaktionsaufenthalt in Deutschland bewerben - erstmals auch aus den drei baltischen Staaten. Einsendeschluss für beide Ausschreibungen ist der 1. November 2006. Informationen und Unterlagen: www.medien-mittler.de.
Bewerber sollten über Sprach- und Landeskenntnisse verfügen. Vom 1. April bis zum 30. Juni 2007 werden die deutschen Journalisten - nicht älter als 35 Jahre - in der jeweiligen Gastredaktion individuell betreut. Als Mentoren fungieren Kollegen, die in den vergangenen vier Jahren als Stipendiaten von “Medien - Mittler zwischen den Völkern” in Deutschland waren.
Als “Korrespondenten auf Zeit” sollen die deutschen Journalisten gleichzeitig für ihre Heimatredaktionen berichten. Das gilt auch für ihre Kollegen aus Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und erstmals auch aus Estland, Lettland und Litauen, die vom 1. März bis 31. Mai 2007 zu Gast in Berlin sein werden. Für sie organisiert die Berliner Journalisten-Schule im März Seminare, Exkursionen und Gespräche, bei denen sie ihr Wissen über Deutschland sowie über gemeinsame Perspektiven ihrer Heimatländer im vereinten Europa vertiefen sollen. Im April und Mai schließen sich achtwöchige Hospitanzen in Berliner Zeitungs-, Hörfunk- und TV-Redaktionen an. Alle Stipendiaten - deutsche und osteuropäische - erhalten jeweils 1000 Euro monatlich.”
4. September 2006
“Besondere Medienpartnerschaft” der ARD: Erstaunliche Details
Kölner Stadtanzeiger (04.09.2006): “Erstaunliche Deals”
Nicht dementiert wurde, dass Ullrich rund 100 000 und Zabel 10 000 Euro pro Jahr für Exklusiv-Auftritte erhielten. Ein ARD-Sprecher bestätigte dem Kölner StadtAnzeiger, dass die Verträge von 1998 datierten, als die ARD eine “besondere Medienpartnerschaft” mit dem “Team Telekom” einging. Finanziert wurde der Deal dem Vernehmen nach von Werbetöchtern und Sponsoren der ARD - mit Wissen der ARD-Rechteagentur Sport A und des Sportkoordinators. (…)
Ullrich wurde gegen Geld exklusiv bei seinen Trainings-Vorbereitungen, PR-Auftritten und Interviews in Brisant oder der Sportschau in mildes Licht gerückt. Ursprünglich war er auch für ein “Tour-Spezial” vorgesehen und sollte in diesem Jahr im Mittelpunkt eines filmischen Tagebuchs im Rahmen der ARD-Berichterstattung zur Tour de France stehen.
Diese Verquickungen von fragwürdigem Sport, Kommerz und dem gebührenfinanzierten Senderverbund illustrieren, wie es um das journalistische Selbstverständnis mancher Herren in der ARD bestellt ist. Für Interviews und PR-Auftritte Geld zu zahlen, “kann nicht sein”, bezog ZDF-Pressesprecher Walter Kehr gegenüber dieser Zeitung klar Position. Nicht vergessen sei freilich, dass in der Vergangenheit ZDF-Akteure wie “Tour”-Reporter Rudi Cerne oder Ex-Sportchef Wolf-Dieter Poschmann lukrativen Nebengeschäften nachgingen - beide standen auf der “Pay roll” des Rennstalls “Team Gerolsteiner“.
Cicero wieder vor Gericht
- Süddeutsche (04.09.2006): “Griff zur Festplatte” (nur für Abonnenten)
- Spiegel online (04.09.006): “‘Cicero’ reicht zweite Beschwerde ein”
“Nach der Durchsuchung der Büroräume des Politmagazins ‘Cicero‘ klagt dessen Chefredakteur erneut beim Bundesverfassungsgericht: Er moniert die “unverhältnismäßige” Beschlagnahme von Daten. (…) Am 22. November wird der Erste Senat über den Fall verhandeln. (…) Die beiden Anwälte Weimers, Alexander Ignor und Alexander Sättele, hatten bereits vor einigen Monaten eine erste Verfassungsbeschwerde eingereicht. Sie richtet sich generell gegen die Entscheidungen des Amtsgerichts und des Landgerichts Potsdam zur Zulässigkeit der Durchsuchung der ‘Cicero’-Büroräume sowie der Beschlagnahmung von Redaktionsmaterial.” (…)