30. Januar 2007
Neue Korrespondenten in Köln und Mainz
[Hausmitteilung] Unser Kölner Korrespondent Tobias Schneider ist wieder nach Berlin gezogen Die Kollegin Petra Tabeling [red_koeln@berliner-journalisten.com] wird seinen Platz in Köln einnehmen. Daniel Bouhs ist ab sofort neuer Korrespondent in Mainz [red_mainz@berliner-journalisten.com]. Andreas Küstermann ist neuer Korrespondent in Mecklenburg-Vorpommern.
29. Januar 2007
Verleger Lambert Lensing-Wolff feuert die gesamte Redaktion der Münsterschen Zeitung
- Spiegel online (24.01.2007): “Verleger stellt ganze Redaktion kalt”
-taz (30.01.2007): “Gerechte Leserflucht - Münsteraner protestieren gegen die überraschende Kündigung der MZ-Redaktion. Sogar die Kirche klagt
- taz (26.01.2007): “Verlagsleiter der Münsterschen Zeitung (MZ), hat den Rausschmiss der gesamten Lokalredaktion in der westfälischen Universitätsstadt gerechtfertigt.”
- taz (25.01.2007): “Zehn Minuten Spuk - Bei der “Münsterschen Zeitung” hat der Verleger der gesamten Redaktion gekündigt und sie durch eine heimlich aufgebaute Zweitredaktion ersetzt”
- taz (19.01.2007): “Kampf um die Meinungshoheit”
- Handelsblatt weblog (24.01.2007): “Münster und die verlegte Ehre der Verleger”
- Frankfurter Rundschau (29.01.2007): “Tatort Münster - Im Handstreich wurde die Lokalredaktion der Münsterschen Zeitung vor die Tür gesetzt”
- Marktplatz Münster (o.D.): “Politiker attackieren MZ-Verleger Lensing-Wolff”
- Tagesspiegel (27.01.2007): “‘Seele baumeln lassen …’ Warum ein Erzbischof aus Paderborn das Outsourcing bei einer Zeitung aus Münster geißelt”
- media:reloaded (29.01.2007): “Münstersche Zeitung: Lensing-Wolff löscht Wikipedia-Eintrag”
- Münstersche Zeitung
- Medienhaus Lensing, Tageszeitungen
Ein Jahr Informationsfreiheitsgesetz
Einladung (pdf) der Friedrich-Ebert-Stiftung
Ein Jahr Informationsfreiheitsgesetz - das ist sicher zu kurz, um die Auswirkungen des Gesetzes im Sinne einer Evaluation feststellen zu können. Der Zeitraum ist aber lang genug, um die bislang vorliegenden Erfahrungen einer ersten Bewertung im Sinne einer begleitenden Beobachtung zu unterziehen. Welche Erfahrungen gibt es bei der praktischen Umsetzung des Gesetzes, wenn Informationssuchende sich an Behörden wenden? Welche Hürden liegen noch vor Transparenz und Öffentlichkeitsprinzip? Wo sind die rechtspolitischen Perspektiven der Informationsfreiheit in Deutschland zu sehen?
Einladung der Humanistischen Union (mit Programm)
Veranstaltung der FES, Mittwoch, 31. Januar 2007 um 14.00 Uhr
Konferenzsaal der Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin, Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin-Tiergarten
22. Januar 2007
Post - och Inrikes Tidningar: Älteste Zeitung der Welt nur noch online
- Financial Times Deutschland (29.12.2006): “Älteste Zeitung der Welt stellt Druck ein”
- Spiegel online (22.01.2007): “Älteste Zeitung der Welt wird nicht mehr gedruckt”
- The Local (Sweden’s News in English, 02.01.2006): “World’s oldest newspaper goes out of print”
- Aftonbladet (29.12.2006): “Världens äldsta tidning i graven”
- Wikipedia
20. Januar 2007
Angriff der Schleichwerber: Die INSM und der Journalismus
- Frankfurter Rundschau (20.01.2007): “Angriff der Schleichwerber - Die ‘Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft’ beweist immer wieder ihre perfide Kampagnenfähigkeit
(…) “Diese vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierte Dauerkampagne macht mit vergleichbaren Methoden schon seit sechs Jahren Politik - wenngleich die Wirkung selten so wuchtig ausfällt. Und nicht nur der aktuelle Fall ist ein Lehrstück über die Verflechtungen von Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus. Ob Gesundheitsreform, Regionalpolitik oder Steuer- und Abgabenpolitik - die INSM benutzt die Medien um die Politik vor sich herzutreiben.”
- taz (19.01.2007): “Das Wunder von Kiel”
“Politische Debatten wie über die Gesundheitsreform können durch einseitige Berichterstattung in eine wirtschaftsfreundliche Richtung gedrückt werden. Das ist Ergebnis einer neuen Studie”.
- Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
- Leserbrief der INSM zum Artikel der Frankfurter Rundschau (11.01.2007)
Neue Monatszeitschrift “The German Times”
-
DWDL.de (20.01.2007): “Neue englischsprachige Zeitung The German Times startet”
“Prinz Medien bringt die neue Zeitung ‘The German Times’ auf dem Markt. Die englischsprachige Zeitung erscheint in einer Auflage von 50.000 Exemplaren und richtet sich nach eigenen Angaben an ‘Entscheider aus Politik und Wirtschaft’.”
- Medienhandbuch.de (20.01.2007): “Deutsche EU-Lobbyzeitung: ‘The German Times’ von Theo Sommer”
Herausgeber ist Theo Sommer, Chefredakteur Bruno Waltert, Kolumnist Jürgen Jeske.
Whois:
Name: bitburg Ingenieurinformatik Deutschland GmbH
Address: Obentrautstr. 72, 10963 Berlin
The German Times
BJ Verlagsgesellschaft mbH
Tempelhofer Ufer 23/24
10963 Berlin, Germany
19. Januar 2007
Privates Sponsoring: Bundesrechnungshof rügt Bundesregierung
- stern blogs (18.01.2007): “Auf der Spur der Regierungssponsoren”
- stern (17.01.2007): “Privatfirmen sponsern Regierung”
” Der Bundesrechnungshof kritisiert die Bundesregierung: Aus einem vertraulichen Prüfbericht, der dem stern vorliegt, wird deutlich, dass Feiern der Bundeswehr von Privatfirmen gesponsert wurden. Unter den Förderern ist auch ein Rüstungskonzern.”
- Spiegel online (17.01.2007): “Wohltäter ohne Namen”
“Wenn Ministerien feiern, zahlt häufig die private Wirtschaft die Zeche: Sponsoring ist übliche Praxis. Der Bundesrechnungshof bemängelt nun, dass die Regierung die Namen der Wohltäter verschweigt und sich somit dem Verdacht der Käuflichkeit aussetzt. Parlamentarier fordern jetzt mehr Transparenz.”
- FTD (17.01.2007): “Regierung hält Party-Geldgeber geheim”
15. Januar 2007
Jauch und die Gremlins
- Die Welt (15.01.2006): “Der offene Brief an Günther Jauch im Wortlaut”
- Financial Times Deutschland (15.01.2006): “Die Jauch-Grube”
(…) “”Die ARD ist auf die öffentliche Diskussion kaum vorbereitet”, sagt Uwe Kammann, als Chef des renommierten Adolf-Grimme-Instituts eigentlich kritisch-freundlicher Begleiter der Öffentlich-Rechtlichen. Er prophezeit: ‘Sie werden spüren, dass ihnen in der Öffentlichkeit mehr Fragen gestellt werden: Wofür zahlen wir die Gebühr, und was machen die mit dem Geld?’ Da, sagt der Medienexperte voraus, könnten die Sender nur bestehen, wenn sie den Kampf um ihre Legitimation in der Öffentlichkeit führen, statt sich nur auf Politiker zu verlassen. ‘Bisher wird jede kritische Nachfrage als Majestätsbeleidigung betrachtet.’ Hinzu kommt, dass der Verbund mitten in einem Generationswechsel steckt, der die dünne Personaldecke der Sender ebenso sichtbar macht wie das undurchsichtige Agieren der Kontrollgremien.” (…)
- Spiegel online (15.01.2006): “”Gremien voller Gremlins” - Günther Jauch rechnet scharf mit dem Fast-Partner ARD ab.”
Keine Gebühren für Auskünfte
- Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Arnsbrerg: “Erteilt eine Stadtverwaltung einer Zeitschrift auf Anfrage Auskünfte über die Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben, darf sie dafür keine Gebühren erheben. Das ergibt sich aus einem aktuellen Urteil des Verwaltungsgerichts Arnsberg. Geklagt hatte der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen e.V. als Herausgeber seiner Verbandzeitschrift gegen den Bürgermeister der Stadt Meschede. Nach Auffassung der Arnsberger Verwaltungsrichter stellt die Gebührenerhebung eine rechtswidrige Beschränkung des presserechtlichen Informationsanspruchs dar.” (…)
- MIR (Medien Internet und Recht, 20.12.2006): “Urteil des VG Arnsberg vom 12.12.2006 - Az. 11 K 2574/06-
MIR Dok. 277-2006, Rz. 1″
- Jurion.de: “Behörden dürfen für Auskünfte an die Presse keine Gebühren verlangen”
Macht
“Politik übt, wie gesagt, auch auf Journalisten eine magnetische Kraft aus. Sie kann ihnen, was von berufswegen nicht so toll ist, einerseits helfen, sich die graue Wirklichkeit vom Leib zu halten. Anderseits fühlen sie sich bedeutend, wenn sie beim Staatsbesuch in Timbuktu mit dem Tross durchgewunken werden, während für die grandios glotzenden Einheimischen die Ampeln auf rot stehen.” (Süddeutsche, 13.01.2007: “Medien und Politik - Alle Macht den Apparaten”)
4. Januar 2007
Offener Antisemitismus im “Spiegel”
Apocalypso (Alan Posener, Welt.de-Blogs): Offener Antisemitismus im “Spiegel”
“Erst jetzt bin ich dazu gekommen, den Spiegel-Titel 52 vom 22.12.06 zu lesen, ‘Gott kam aus Ägypten’ von Matthias Schulz. Und jetzt tut es mir leid um die Zeitverschwendung. Allerdings ist der Artikel, wenn auch ohne jeden theologischen oder geschichtlichen Erkenntniswert, als Dokument interessant. Als Dokument des Antijudaismus und Antisemitismus. (…)
Wie kann einer einen Aufmacher für den “Spiegel” schreiben, ohne die schlichte Tatsache zu erwähnen, dass die Juden in den 3000 Jahre ihrer Existenz während mindestens 2500 Jahre Objekt, nicht Subjekt der Geschichte waren? Und dass es unter den drei großen monotheistischen Religionen nur eine gibt, deren Anhänger keine Proselyten machen also Konvertiten zu gewinnen trachten, sei es mit dem Schwert oder mit dem Olivenzweig: das Judentum nämlich.
Und zweitens: Wie lange soll Matthias Mattussek noch Kulturchef des “Spiegels” bleiben, da es klar ist, dass die Etablierung der Deutschtümelei als Leitkultur des Blattes nun auch dessen dunklen Bruder ans Licht bringt, den offenen, verleumderischen Antisemitismus? Sagen wir es so: Hätte ein CDU-Abgeordneter eine vergleichbare Rede gehalten, die halbe Republik, allen voran die linksliberale Presse, hätte seinen Kopf gefordert.” (…) [mehr...]
[Medienlog] 60 Jahre “Spiegel”
Der “Spiegel” feiert am 4. Januar seinen 60. Geburtstag. Hier in alphabetischer Reihenfolge einige Beiträge dazu.
Bei Spiegel Online schaut Henryk M. Broder zum Beginn einer Serie 60 Jahre in die Zukunft, außerdem gibt es u.a. noch einige Galerien mit allen Titelbildern. In die Suppe spuckt dem “Spiegel” heute das Watchblog Spiegelkritik, dort veröffentlicht der Kommentarchef der “Welt am Sonntag”, Alan Posener, einen Beitrag mit dem Titel “Offener Antisemitismus im “Spiegel”". Den gleichen Artikel hatte Posener bereits an Silvester in seinem Welt.de-Blog Apocalypso - Kritik der kritischen Kritik veröffentlicht.
- Deutsche Welle (04.01.2007): “”Der Spiegel” wird 60″ von Fabian Gartmann
- Deutschlandfunk (04.01.2007): “Rebellion als Programm” von Jochen Stöckmann
- “Frankfurter Rundschau” (04.01.2007): “Montags wird nicht mehr gebibbert” von Roderich Reifenrath
- “Hamburger Abendblatt” (04.01.2007): “Mitgeschrieben an der deutschen Geschichte” von Werner Funk
- “Hamburger Abendblatt” (04.01.2007): “Enthüllungen und Skandale aus 60 Jahren “Spiegel”" (Chronik)
- “Hamburger Abendblatt” (04.01.2007): “In Augsteins Schuhe wird keiner hineinwachsen”, Interview mit dem letzten noch lebenden Gründungsredakteur des “Spiegels”, Leo Brawand; ohne Autorennennung
- Netzeitung/DPA (04.01.2007): “Aufklärung ohne Rücksicht auf Verluste” von Almut Kipp
- Newsroom/DPA (03.01.2007): “”Der Spiegel” feiert - 60 Jahre Nachrichtenmagazin”
- “Rheinische Post” (04.01.2007): “Immer wieder montags” von Rheinhold Michels
- “Der Standard”/APA (04.01.2007): “Der “Spiegel” wird 60 Jahre alt”, ohne Autor
- “Süddeutsche Zeitung” (09.01.2007): “Es war einmal ein Spiegel” von Hans-Jürgen Jakobs
- “Süddeutsche Zeitung” (04.01.2007): “Ein Riesenspielzeug” von Klaus Harpprecht
- tagesschau.de (04.01.2007): “”Der Spiegel” wird 60 Jahre alt”, ohne Autor
- “Der Tagesspiegel” (04.01.2007): “Bedingt orientierungsfähig” von Jürgen Engert
- “taz”-Dossier (30.12.2006):
- “Angst am Dovenfleet” von Tom Schimmeck
- “Die Geburt eines Mythos” von Christian Semler
- “Es war einmal …” von Martin Reichert (kurze “Skandal-Chronik”)
- “Allianzen, Alliierte” von Steffen Grimberg (u.a. über das Unternehmen Spiegel und seine sonstigen Aktivitäten)
- “Familienbande” von Steffen Grimberg (u.a. über das Unternehmen Spiegel und sein Personal)
- “Der “Spiegel” und seine zähe Vergangenheitsbewältigung: Nie anfaschistisches Geschütz” von Hannah Pilarczyk
- “Rollenmodell” von Susanne Lang (Spiegel-TV-Moderatorin Maria Gresz als Rollenmodell für eine folgende Generation von Nachrichten- und Politmagazinmoderatorinnen)
- “Die Welt” (04.01.2007): “60 Jahre Dauerfeuer aus Hamburg” von Thomas Schmidt
- ZDF.heute.de (04.01.2007): “Ist das Leitmedium “Montagsschreck” ermattet?”, ohne Autor, mit Material von DPA, Reuters, AP, ZDF
- “Die Zeit” (04.01.2007): “Zum Geburtstag ein Machtkampf” von Manfred Bissinger