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28. Mai 2008

Zerbröseln in China die Atom-Reaktoren und keiner schaut hin?
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Sabine Pamperrien um 16:29

Xu Pei hat uns einen weiteren Text von Ciping Huang über die alarmierende Situation der Atom-Fabriken in der chinesischen Erdbebenregion geschickt. Inzwischen wird immer bedrückender, dass die Informationen westlichen Medien keine Nachfrage wert sind.

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19. Mai 2008

Brasiliens Publizist Plinio Sampaio kritisiert Angela Merkel: Schweigen zu Folter und Todesschwadronen, Terror und Gewalt gegen Umwelt-und Menschenrechtsaktivisten
Abgelegt unter: Medien | Klaus Hart um 02:58

Kirchliche Bürgerrechtler Brasiliens haben sich tief enttäuscht geäußert, daß die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel während ihres offiziellen Besuchs auf eine öffentliche Stellungnahme zur gravierenden Menschenrechtslage in Lateinamerikas größter Demokratie verzichtet habe. Damit sei der Eindruck entstanden, Wirtschaftsinteressen hätten Vorrang vor den Menschenrechten, sagte der angesehene katholische Intellektuelle und Publizist Plinio Sampaio in Sao Paulo.

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18. Mai 2008

Chinas Führung lockt Presse an drohendem Nuklear-GAU vorbei
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Sabine Pamperrien um 09:16

Xu Pei hat uns einen alarmierenden Text von Ciping Huang weiter geleitet. Daraus geht unter anderem hervor, dass die chinesische Führung nach dem PR-GAU um die Proteste der Tibeter in der aktuellen Krise “gelernt” hat. Man dirigiert die Wahrnehmung der Weltpresse hin zum Elend der Opfer und der Anteilnahme der Führung - und weg von z.B. der Frage, was das Riesenaufgebot an Sicherheitskräften und die Abschottung in der Region um Mian Yang zu bedeuten hat, wo sich ein Zentrum der chinesischen Nuklearindustrie befindet. Im Epizentrum des katastrophalen Erdbebens…

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17. Mai 2008

Kein Mann heult so überzeugend wie Jimmy S.
Abgelegt unter: Kino | Sabine Pamperrien um 22:56

Am 20. Mai vor 100 Jahren wurde James “Jimmy” Stewart geboren. In der NZZ hat Harry Tomicek einen langen, beeindruckenden Artikel über diesen ur-amerikanischen Helden geschrieben. Lesen, lächeln…

Der erste Film, den ich mit James Stewart sah, war “Mr. Smith goes to Washington” - und er war mir unendlich peinlich. Was für ein Stoffel! Ich war ein Kind, nahm Film für bare Münze, und Jimmy Stewart war soooo doof! Es ist längst mein Lieblingsfilm. Vielleicht auch “Ist das Leben nicht schön” oder der späte “Mr. Hobbs macht Ferien” mit Maureen O’Sullivan. Vor ein paar Wochen entwickelte sich mit unserem Kino-Korrespondenten Jörn Hetebrügge ein längeres Telefonat, in dessen Verlauf ich mich als spät berufener Jimmy Stewart-Fan outete. Was denn an Jimmy Stewart sexy sei, wollte Jörn wissen. Na ja.

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16. Mai 2008

Ist die deutsche Demokratie nur noch eine Attrappe?
Abgelegt unter: Politik | Sabine Pamperrien um 12:51

Mit seinem Beitrag für das aktuelle Heft sorgte der bayerische Arzt Jan Döllein für Furore. Das CSU-Mitglied machte sich auf die Spuren der Drahzieher der Gesundheitsreform. Der Artikel basierte auf Dölleins bei den Nachdenkseiten unter dem Titel “Was derzeit wirklich passiert” publizierte umfangreiche Recherche zu den Aktivitäten, Einflusssphären und Interessenlagen von Bertelsmann & Co.

Jetzt hat Döllein einen weiteren Text verfasst und das parlamentarische System der Bundesrepublik unter die Lupe genommen. Für Liebhaber kurzer Info-Häppchen ist die Abhandlung nichts. Alle Liebhaber fundierter Recherche und scharfsinniger Analyse kommen hingegen wieder voll auf ihre Kosten. Die Fans bürgerschaftlichen Engagements sowieso. Insofern ist die Arbeit Jan Dölleins übrigens auch ein gewaltiger Ansporn.

Lesen Sie hier den zweiten Teil.

13. Mai 2008

Gute Nacht!
Abgelegt unter: Allgemein | Sabine Pamperrien um 00:07

9. Mai 2008

Gezielte Artenvernichtung in Deutschland und Medien-Tabus vor der UNO-Naturschutzkonferenz in Bonn.
Abgelegt unter: Medien | Klaus Hart um 20:58

Zu den vielen bestgehüteten Tabus der deutschen Naturschutzpolitik zählt die Tatsache, daß in Ostdeutschland vor 1989 aus den bekannten Gründen die Artenvielfalt erheblich höher war als in Westdeutschland. Der international anerkannte Greifvogelexperte Dr. Michael Stubbe von der Universität Halle betonte: „Im Naturschutz brachte die Wende einen Rückfall in die Steinzeit.“ 2002 erklärte das Bundesamt für Naturschutz, daß große Teile der „ostdeutschen Agrarlandschaft“ im Vergleich zu Westdeutschland gemäß einer Studie immer noch eine relativ hohe Biotop-und Artenvielfalt aufweisen. „Es wird allerdings auch deutlich, daß gegenwärtig in Ostdeutschland eine zunehmende Angleichung an die arten-und individuenarmen westdeutschen Verhältnisse zu beobachten ist.“ Artenvielfalt ist ein Hinweis darauf, wie es nicht nur ökologisch um die Qualität einer Region bestellt ist. Dr. Stubbe hat genaue Angaben zur Biodiversität vor dem Anschluß. Nach seinen Worten war die Artenvielfalt auf den Agro-Ökosystemen zur DDR-Zeit um das Zehnfache(!) höher als auf “westdeutschen Gefilden.“ Fachleute in ostdeutschen Umweltämtern haben die Angaben Stubbes bestätigt und immer wieder die zielstrebig nach der Wende betriebene Biotop-und Artenvernichtung beklagt. Zahlreiche DDR-Gesetze und Regelungen, die die gegenüber Westdeutschland weit höhere Biodiversität sicherten, seien radikal abgeschafft, außer Kraft gesetzt worden. „Viele hauptamtliche Naturschutzbeauftragte in Ostdeutschland kündigten von selbst, weil sie die Naturvernichtung nicht mehr mittragen wollten”, erklärte ein angesehener Umweltexperte im Exklusivinterview. “Für sensible Arten wird das Ende eingeläutet - in sehr kurzer Zeit wurden sehr bedenkliche Entwicklungen durchgepeitscht.” Aufschlußreich, daß dieselbe Region Deutschlands sowohl von Artenrückgang als auch von Geburten-und Bevölkerungsrückgang betroffen ist. In vielen ostdeutschen Regionen wirken heute im Vergleich zu früher nicht nur die Gemeinden tot, sondern auch die Landschaften.

Ein weiteres, vor der UNO-Naturschutzkonferenz wohlgehütetes Medien-Tabu ist die Tatsache, daß als ökologisch gefeierte Windkraftwerke die Artenvernichtung keineswegs verringern, sondern fördern. Geradezu infantil mutet der Versuch an, den Zusammenhang zwischen flächendeckend aufgestellten Windkraftwerken und Artenrückgang leugnen zu wollen. Entsprechende Studien, die Kollisions-und Vertreibungswirkungen belegen, liegen längst auf dem Tisch, sind im Internet abrufbar.

Zu den interessantesten, hervorstechenden Sachverhalten der UNO-Naturschutzkonferenz in Bonn wird gehören, ob die einmalig brachiale Naturzerstörung im Nachwende-Ostdeutschland analysiert werden darf und die Medien ausnahmsweise darüber berichten - oder ob das brisante Thema schlichtweg wiederum unter den Tisch gekehrt wird.

Klaus Hart

Lehrstück eines unsäglichen Mechanismus
Abgelegt unter: Medien | Sabine Pamperrien um 12:13

Heribert Seifert hat sich für die Neue Zürcher Zeitung die Berichterstattung über den thüringer CDU-Politiker Peter Krause angeschaut, der gerade erfolgreich davon abgehalten wurde, in Thüringen Kulturminister zu werden. Ein Erfolg für die freie Presse?

Eher ein Beleg für Rudeljournalismus.

“…übten sich Zeitungen in investigativem Journalismus eigener Art. Sie enthüllten das seit dem Landtagswahlkampf 2004 Offenbare: Peter Krause arbeitete 1998 für ein paar Monate in der Redaktion der nationalkonservativen Wochenzeitung «Junge Freiheit» und ist auch in zwei weiteren, eher marginalen Blättern des rechtskonservativen Spektrums mit Beiträgen vertreten. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis. Die «Zeit» argwöhnte, die CDU wolle mit einem Minister Krause den «rechten Rand» anlocken, die «Frankfurter Rundschau» erklärte Krauses Gesinnung für nicht ministrabel, und die «TLZ» echauffierte sich täglich aufs Neue: «Wo sind wir hingeraten?»

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8. Mai 2008

Offener Brief von Han-Chinesen an den Dalai Lama
Abgelegt unter: Medien | admin um 14:47

Sehr geehrter Dalai Lama,

wir sind gebürtige Han-Chinesen, die zerstreut auf der Welt leben.

Unser Alter, Lebenslauf, Glauben und Metier sind unterschiedlich, aber wir alle haben selbst erfahren, dass die Kommunistische Partei das chinesische Volk, einschließlich des tibetischen Volks, der Menschenrechte und Freiheit beraubt hat, nachdem sie mit Propaganda und Gewalt die Republik China gestürzt hat. Wir alle sind gegen das Terror-Regime und an der Entwicklung in China einschließlich Tibet interessiert, auch wenn wir alle wie Sie unsere Heimat verlassen haben und zum großen Teil wie Sie nicht nach China zurückkehren dürfen.
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6. Mai 2008

ROG macht Druck bei Adidas
Abgelegt unter: Ausland, Veranstaltungen und Termine | admin um 14:52

Pressetermin 8. Mai - China/Olympia: ROG auf Jahreshauptversammlung von
adidas

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Auf der Jahreshauptversammlung von adidas wird Reporter ohne Grenzen gegen
die massiven Verletzungen der Menschenrechte und die Einschränkung der
Berichterstattung in China protestieren sowie Forderungen an Olympia-Sponsor adidas benennen.

WANN: 8. Mai 2008, ab 9:30 Uhr

WO: Stadthalle Fürth, Rosenstrasse 50, 90762 Fürth

MIT: Elke Schäfter, Geschäftsführerin ROG Deutschland
     Vincent Brossel, ROG Asien-Experte

Hintergrund:
Im Jahr 2001 hat China bei Vergabe der Olympischen Spiele zugesichert, die
Lage der Menschenrechte im Land zu verbessern. Weniger als 100 Tage vor
Beginn der Olympiade herrschen weiterhin Zensur, sind rund 80 Journalisten
und Internetdissidenten hinter Gittern und können ausländische Journalisten
sich nicht frei im Land bewegen. ROG ruft daher die Olympia-Sponsoren,
darunter adidas, auf, sich öffentlich für die Freiheiten des chinesischen
Volkes einzusetzen. Auch die Sponsoren haben sich der Olympischen Charta
verpflichtet. Darin heißt es, dass die Spiele eine friedliche Gesellschaft
fördern sollen, die die Menschenwürde respektiert.

Pressekontakt:
Katrin Evers
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Fon +49-30-6158585 - Fax +49-30-6145649
presse@reporter-ohne-grenzen.de
www.reporter-ohne-grenzen.de

4. Mai 2008

Leif-PR im Ersten: Agitprop mit Investigativ-Attitüde
Abgelegt unter: Medien, PR | Sabine Pamperrien um 09:40

Man könnte jetzt darüber schreiben, wie die Medien-Karawane in Amstetten eingefallen ist. Wie Reporter jedes Detail aus dem Leben des Josef Fritzl ausbuddeln. Wie alles, was sie finden, in das Mosaik des Lebens des von Bild zum „Inzest-Monster“ getauften eingebaut wird. Und dann darüber, dass einem diese Details aber nicht helfen, wenn es darum geht, irgendwas von dem, was da über Jahrzehnte im Keller geschehen sein soll, zu verstehen. Auch abgebrühten Medienmachern sieht man diese Fassungslosigkeit an, wenn Sie aus dem fernen Fernsehstudio vernommen werden und die Bruchstücke dieses Falls liefern. Man kann spüren, wie sie sich zwingen müssen, die professionelle Distanz des Reporters zu seiner Nachricht zu wahren.

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Aktuelles Heft Nr. 1-2010
Titelthema:
Wissenschaft

Titelfoto: Bernd Lammel







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