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31. Januar 2009

Medien: Sport oder Unterhaltung, Journalismus oder Public-Relations
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 10:57

Eine Fernseh-Unterhaltungssendung (die so genannte WOK-WM des Senders Pro7, in der Prominente auf asiatischen Bratpfannen eine Rennrodelbahn herunterrutschen)  ist kein Sportereignis, “das unabhängig von einer Fernsehübertragung stattfinde; sie werde demgegenüber ausschließlich für die Fernsehübertragung veranstaltet. Daher könne nicht von einer rechtlich zulässigen „aufgedrängten Werbung“ ausgegangen werden. Die vertragliche und gesellschaftsrechtliche Ausgestaltung der WOK WM lasse die Werbeabsicht der Klägerin schließlich nicht entfallen” befand das Verwaltungsgericht Berlin in einem Urteil. Pro7 wird seine Sendung demnächst als Dauerwerbesendung kennzeichnen und seine restliche Sendezeit an diesem Tage mit weniger Werbung ausstatten, da laut Rundfunkstaatsvertrag nur 20% der Sendezeit Werbung sein dürfen. weiterlesen…

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29. Januar 2009

Tom Fenton - Schwierige Entscheidungen
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 23:25

In seinem Blog “TheWorld.org” schreibt Tom Fenton heute über die ersten “schwierigen Entscheidungen” Präsident Obamas. Aus dem Am.Englisch von Richard Schnabl.

Schwierige Entscheidungen

Das Versprechen des Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, alle amerikanischen Kampftruppen aus dem Irak in 16 Monaten abzuziehen, war eine Schlager im Wahlkampf, aber es könnte sich als ein wenig zu viel verlangt herausstellen, jetzt, da er Präsident ist. Glücklicherweise gab sich Herr Obama mit dem Zeitplan etwas Spielraum. Es sieht so aus, als würde er ihn zu brauchen.

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Pressefreiheit: Bespitzelung von Journalisten durch den BND
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 10:26

Ab heute tagt das Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) des Bundestages, um ein weiteres Mal aufzuklären, in welchem Umfang der Bundesnachrichtendienst gezielt Journalisten ausgespäht hat. Gegenstand der Untersuchung des PKG ist auch eine offensichtliche Aktenzurückhaltung seitens des BND gegenüber dem Sonderermittler des PKG, dem früheren Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Gerhard Schäfer, aus dem Jahre 2006. Der Redakteur der Berliner Zeitung Andreas Förster wurde zwischen 2002 und 2005 vom BND überwacht und die über diesen Vorgang angelegten Aktenbestände wurden gegenüber dem PKG damals nur unvollständig offengelegt. Andreas Förster musste sich die vollständige Offenlegung des Observationsmaterials erst vor dem Bundesverwaltungsgericht erstreiten, wie die Berliner Zeitung berichtet. weiterlesen…

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27. Januar 2009

Medienkrise: Auch deutsche Verleger möchten Erleichterungen
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 20:56

Der französische Staat unterstützt die Presse mit 600 Mio. Euro. Nun wollen auch die deutschen Verleger Hilfe vom Staat. Die soll es aber nicht in bar geben, weil sonst vielleicht die Unabhängigkeit der Presse in Gefahr gerate. Ein Sprecher des Bundesverbandes der deutschen Zeitungsverleger verlangte “bessere Rahmenbedingungen”. So sollen etwa die Werberichtlinien gelockert und das Kartellrecht weniger streng gehandhabt werden. SPD Medienpolitiker Mark Jan Eumann schlägt vor, Zeitungsabos von der Steuer absetzbar zu machen und die Mehrwertsteuer für Zeitungen von derzeit 7% zu senken.  

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26. Januar 2009

Medienkrise: Frankreich stützt Presse mit 600 Millionen Euro
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 09:24

Die französische Presse kann mit einer dreistelligen Millionensumme an staatlicher Unterstützung rechnen. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy sagte, die Presse mit 100000 Mitarbeitern bedürfe der gleichen Aufmerksamkeit des Staates wie die Automobilbranche. Besondere Priorität komme dabei den Online-Aktivitäten der Verlage zu. So will der Staat etwa die Gewerbesteuer für Online-Medien abschaffen, sich an den Vertriebskosten beteiligen, die Mehrwertsteuer für Zeitungen senken und ein kostenloses Jugendabo für 18-jährige einführen. Dafür übernehme der Staat die Vertriebskosten, die Verlage die Kosten der Zeitung. Das Bedürfnis, Zeitung zu lesen, werde bereits in jungen Jahren erworben und müsse vom Staat unterstützt werden, betonte der Staatspräsident (Abonnement gratuit pour chaque jeune de 18 ans).

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22. Januar 2009

Tom Fenton - Die harte Wahrheit
Abgelegt unter: Politik | Richard Schnabl um 13:22

Heute publizieren wir eine Artikel von Tom Fenton aus seinem Blog “TheWorld.org“ Aus dem Am.Englisch von Richard Schnabl

Eine schwierige Nachricht

Die Amtseinführung von Amerikas erstem schwarzen Präsidenten wurde von einem globalen Fernsehpublikum, von Milliarden Menschen beobachtet. Das Ereignis war ein Wendepunkt, geteilt mit einer Welt, deren Mehrheit nicht weiß ist. Aber das überraschende Moment in der Antrittsrede von Barack Obama bestand darin, dass er nur wenig auf die Rasse, nur mit einer kurzen Bemerkung darauf einging, wie weit Amerika in seiner Entwicklung zur Gleichberechtigung fortgeschritten ist.

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21. Januar 2009

Ermordeter Anwalt,ermordete Journalistin in Moskau: Heute Mahnwache vor der Russischen Botschaft in Berlin
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 09:30
Am 19.Januar wurde der bekannte Menschenrechtsanwalt Stanislav Markelov ermordet. Markelov kam in Begleitung der Journalistin Anastasia Baburowa (Novaja Gaseta), als er im Zentrum von Moskau auf offener Strasse von einem maskierten Täter erschossen wurde. Anastasia Baburowa wurde so schwer am Kopf verletzt, dass sie im Krankenhaus ihren Verletzungen erlag. 
Lew Ponomarjev , Menschenrechtsaktivist:- „Wenn jemand einen mutigen Journalisten gebraucht hat, dann hat er Anna Politkowskaja angerufen, und wenn jemand einen mutigen Anwalt gebraucht hat, dann hat er Markelov angerufen”. Mitglieder von Amnesty -International und Reporter ohne Grenzen (ROG) haben für heute 19 Uhr zu einer Mahnwache vor der Russischen Botschaft in Berlin, Unter den Linden, aufgerufen.
„Der Doppelmord ist eine Tragödie. Die Ursachen sind die anhaltende Gewalt in der russischen Gesellschaft  sowie ein Klima der Straflosigkeit: Die meisten Morde an Journalisten und Menschenrechtsaktivisten bleiben unaufgeklärt, die Täter entkommen straffrei“, kritisiert ROG.  Novaja Gaseta schreibt: Страха нет -
Нет страха у убийц. Потому что они знают, что их не накажут. Но нет страха и у их жертв. Потому что, когда защищаешь других, перестаешь бояться. Es gibt keine Angst -  Es gibt keine Angst bei den Mördern. Weil sie wissen, dass sie nicht bestraft werden und es gibt keine Angst  bei ihren Opfern. Weil Du, wenn Du andere schützt, aufhörst, zu fürchten.
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20. Januar 2009

SAT1 - Nicht mehr “Verliebt in Berlin”
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 18:41

350 Mitarbeiter der Sendergruppe ProSiebenSAT.1-Media AG sind am Dienstag in Berlin in einen 36-stündigen Streik getreten. Mit einem Transparent “Verarscht in Berlin”, eine Anspielung auf die Telenovela “Verliebt in Berlin” zogen die Mitarbeiter durch Berlin-Mitte zum Firmensitz in der Jägerstrasse. Betriebsrat und Gewerkschaften fordern einen Sozialtarifvertrag für die Mitarbeiter, die nicht mit nach München umziehen können und ausscheiden müssen. Ab 1.9.2009 will SAT.1  lieber von München aus kompetent sein. Während andere Medienkonzerne sich verstärkt in der Hauptstadt positionieren, will Pro7Sat1 nur noch den Nachrichtensender N24 und die Zentralredaktion in Berlin belassen. Die streikenden Mitarbeiter sprechen von “Reditewahn, der Arbeitsplätze vernichte”. 

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19. Januar 2009

Wochenzeitung Freitag: Online und Print künftig gleichberechtigt
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 09:36

Die Printausgabe der Wochenzeitung Freitag erfährt ein gründliches Relaunch. Jacob Augstein (41) hat das Blatt (Auflage 14000) vor einem halben Jahr übernommen und möchte am 5.Februar mit dem überarbeiteten Produkt am Markt sein, wie kress berichtet. Die Zahl der festen Mitarbeiter wurde von 12 auf 20  erweitert. Alle Artikel der Printausgabe werden zeitgleich online gestellt, angereichert mit exklusiven Online-Artikeln. Der wirtschaftliche Erfolg des Blattes soll mit Anzeigenerlösen abgesichert werden.

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17. Januar 2009

Bush geht, Obama kommt: Bleibt alles anders?
Abgelegt unter: Ausland | Richard Schnabl um 11:27

“Alles wird besser - aber nichts wird gut”, sang mal eine bekannte Pop-Gruppe. Nun steht im Weissen Haus der Wechsel an. Viele hoffen fast schon auf einen neuen Messias. Aber Obamas Team steht mehr für Kontinuität, meint der berühmte amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky(80) in einem Interview mit dem Rheinischen Merkur.

Randbemerkung: lt. Wörterbuch Englisch-Deutsch heißt administration (Amer.) [pol.] - die Regierung. Es sollte also besser “Obama-Regierung” heißen und nicht “Obama-Administration”

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16. Januar 2009

Finanzkrise: Es wird immer skurriler
Abgelegt unter: Politik | Richard Schnabl um 20:38

Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist ja bekanntlich vieles möglich, worüber man hierzulande nur den Kopf schüttelt. Offenbar treibt aber die Finanz- und Wirtschaftskrise auch bei uns immer skurrilere Blüten. Da staunt selbst der Blogger und schüttelt nur den Kopf. Aber lesen Sie hier.

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Superwahljahr und die Medien: Friedhof der Fehlprognosen
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 11:29

„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ (zugeschrieben Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill u.a.)  Dieses Bonmot beschreibt recht gut die Qualität der Meinungsumfragen zu den bevorstehen Wahlen im Superwahljahr 2009. Trotzdem überbieten sich die Medien regelmäßig mit immer neuen Vorhersagen. Eine Handvoll Institute verfolgt handfeste wirtschaftliche Interessen, einige Medien versuchen auch die Umfragen politisch zu interpretieren, um gezielt Ängste zu schüren. Dabei sind die meisten Umfrageergebnisse verglichen mit den endgültigen Wahlergebnissen sehr ungenau. Der Beitrag “Grabmal für die unbekannte Fehlprognose” versucht eine Erklärung, die Seite Wahlrecht.de stellt alle Zahlen zur Verfügung.

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15. Januar 2009

Anne Will: Quote oder Zensur?
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 13:48

Ebenfalls zum Thema “verhinderte Berichterstattung über Gaza” passt die Diskussion um die Absetzung einer am vergangenen Sonntag  geplanten Gesprächsrunde mit Anne Will in der ARD zum Thema Gaza-Konflikt . Ob das gewählte eher boulevardeske Ersatzthema “Tabu Freitod” mehr Quote bringen sollte, oder ob gar politische Einflussnahme dahinter steht, sollte umgehend geklärt werden. Die bereits eingeladenen Gesprächspartner zum Thema Gaza, unter ihnen Daniel Barenboim, wurden kurzerhand wieder ausgeladen.Dazu ein Beitrag in Telepolis.

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Tom Fenton schreibt im Redaktionsblog
Abgelegt unter: Magazin: Berliner Journalisten | Bernd Lammel um 03:08

Tom Fenton hat mehr als drei Jahrzehnte als Auslandskorrespondent für CBS News von allen Kontinenten der Welt berichtet. Heute verfolgt er die internationale Berichterstattung kritisch von seinem Londoner Büro aus. Auf www.theworld.org schreibt er die Kolumne Tom Fenton’s Journal. Er ist der Autor des Buches ”Bad News: The Decline of Reporting, the Business of News and the Danger to Us All.” - eine Bestandsaufnahme der Auslandsberichterstattung. Wir sind stolz, Tom in unserem Blog begrüßen zu dürfen.

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Blind in Gaza
Abgelegt unter: Medien | Tom Fenton um 02:54

The Israeli military have kept most foreign reporters and photographers out of Gaza, ostensibly for their own safety but also to control what the rest of the world sees of this nasty little war. Denying access to the story is one of the most efficient means of censorship.
The war in Gaza is a complex story, not the simple black-and-white conflict each side pretends it to be. It has many shades of grey, but one thing is clear. People are unnecessarily suffering and dying on both sides and the world deserves a clearer picture of why this is happening.

Unfortunately, the American news media have not been helping the public acquire a better understanding of what is going on in Gaza. Nor, in fact, anywhere else in the world.

You cannot imagine how thin their foreign news coverage has become. Take the three big American broadcast networks, for example. Several years ago, they began to write off Israel as an unnecessary cost. CBS News, which used to keep a fully manned bureau in Tel Aviv, stopped stationing a full-time television correspondent there in 2006, and last month fired most of the remaining staffers, leaving only a skeleton bureau. ABC and NBC have also cut back sharply. CNN does a better job, but much of its output is only seen abroad, on its international service.

The conflicts in the Middle East are difficult to understand if you are not familiar with the area. But they affect the lives of Americans in many ways – from the price of the gas they put in their cars to the threats to their security from Islamist terrorists and the cost of the wars America is fighting in Iraq and Afghanistan, as well as the danger of future conflicts that may be brewing on the Arabian peninsula and in Africa. Americans simply cannot afford to ignore what is happening beyond their shores. And yet, the big three television networks now send correspondents only occasionally to Iraq and rarely to Afghanistan, and they make little or no effort to cover the rest of the world, apart from the small stories they do from their remaining foreign outposts in London.

Few American newspapers even have foreign correspondent these days. Most now rely on news agencies for the little international news they publish, and that means there are fewer boots on the ground, fewer experienced correspondents gathering news around the world.
Even the New York Times, the newspaper many Americans still consider the best in the world, is under great pressure to cut its staffing, printing and distribution costs. Inevitably, it now has more lifestyle and fluff content and less reporting from its foreign correspondents then it did a decade ago – despite that fact that the world is less predictable and more dangerous than it was prior to 9/11. There is even speculation that the Times might be facing bankruptcy unless it slashes its costs and that it might be forced to stop printing its daily edition and resort to delivering its content only on the web and its syndication service. By one estimate, that would force it to lay off 80 percent of its staff, since the print edition brings in most of the paper’s revenue. The loss in the quality and breadth of its newsgathering would be considerable.

A public that is ill informed about world events is easy to manipulate. So the Israeli censors, Bush administration spin doctors, Arab propagandists and indeed everyone who has an interest in slanting the news out of the Middle East can have a field day. Americans are not only blind in Gaza. They are sightless in most of the dangerous parts of the world, and as a result will be unprepared when the next big bad news hits them.

Send us your thoughts on Tom Fenton’s Journal at theworld@pri.org

Please, check www.theworld.org for Tom Fenton’s Journal

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14. Januar 2009

Totale Geschichtsunkenntnis bei Tchibo und ESSO ?
Abgelegt unter: PR | Richard Schnabl um 12:13

Werbesprüche sind oft originell, wenn alltägliche Redeweisen adaptiert werden und sich auf das zu bewerbende Produkt beziehen. So gerät der Kunde ins Schmunzeln oder auch ein wenig ins Erstaunen und behält  vielleicht das beworbene Produkt im Hinterkopf. Weniger Schmunzeln, dafür umso mehr Erstaunen rief jetzt eine Werbekampangne für Tchibo-Kaffee bei der Tankstellenkette ESSO hervor, bei der mit dem (grammatikalisch ziemlich dilletantischen) Slogan “Jedem den Seinen” unschön an den Spruch “Jedem das Seine” erinnert wurde. Den Werbestrategen, Marketingmitarbeitern und Management müßte doch eigentlich klar sein, dass dieser Spruch, der den Eingang des NAZI-Konzentrationslagers Buchenwald zierte, eine Verhöhnung von Millionen Opfern der Nazidiktatur darstellt und sich deshalb nicht für Lifestyle-Werbesprüche eignet. Nachdem der Skandal bekannt wurde, zog ESSO die Werbung zurück. Esso-Sprecher Olaf Martin sagte, die beauftragte Werbeagentur habe die historische Bedeutung des Satzes offenbar nicht erkannt.

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13. Januar 2009

Nepalesische Journalistin und Frauenrechtlerin ermordet
Abgelegt unter: Pressefreiheit | Richard Schnabl um 16:38

Reporter ohne Grenzen (ROG) teilt mit, dass die nepalesische Journalistin und Frauenrechtlerin Uma Singh, Korrespondentin der Tageszeitung „Janakpur Today Daily“ und von „Radio Today FM“, am 11. Januar 2009 in ihrer Wohnung in Janakpur,  240 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kathmandu, überfallen und ermordet wurde.

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Berliner Stadtanzeiger
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 12:06

Nun ist der Deal wohl perfekt: Danach kauft der Kölner Verlag M.DuMont Schauberg (MDS) (Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau) den Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) für 152 Mio. Euro, wie kress vorab berichtet und der Konzernbetriebsrat der BVZ-Deutschen-Mediengruppe heute mitteilt. Der Berliner Verlag im Ostteil der Stadt gelegen, gibt seit 1945 die Berliner Zeitung heraus. 1990 übernahm der Verlag Gruner und Jahr den Verlag von der Treuhandanstalt, die alle ostdeutschen Zeitungsverlage an bundesdeutsche Großverlage verkaufte. Dadurch wurde die Pressestruktur der DDR weitgehend erhalten, Regionalzeitungen mit Monopolcharakter in den Verbreitungsgebieten, die den ehemaligen Bezirken der DDR entsprechen. Der Versuch des Herausgebers Erich Böhme, aus der Berliner Zeitung eine “deutsche Washingtion Post” zu machen, erwies sich als etwas zu hoch gestecktes Ziel. Schließlich verkaufte Gruner und Jahr den Verlag an die Mecom-Gruppe des Finanzinvestors David Montgomery, nachdem eine Übernahme durch den Holtzbrinck-Verlag an kartellrechtlichen Hürden scheiterte. Das war zwar von der Belegschaft nicht gewünscht, ließ sich aber damals nicht vermeiden. Nun ist die “Heuschrecke” Mecom nach nur drei Jahren gescheitert und der Verlag ist wieder in den Händen eines deutschen Investors aus der Branche. Die MDS ist die viertgrößte deutsche Mediengruppe, mit dem Kauf der deutschen BVS steigt DuMont zur drittgrößten deutschen Zeitungsgruppe auf. Der Betriebsrat sieht alle Befürchtungen bestätigt, dass Mecom für die Substanz des Verlages und die Qualitätsentwicklung seiner Medien ein Desaster war, unter DuMont-Schauberg sollte es nun aufwärts gehen. Aber auch MDS wird rationalisieren müssen, was mit dem schönen Wort Synergien verbunden ist. Bei der Frankfurter Rundschau wird zurzeit ein Sozialtarifvertrag ausgehandelt, Kollegen sollen auf Geld verzichten und 60 Mitarbeiter sollen entlassen werden. Auch MDS ist nur ein kapitalistischer Betrieb, der auf das Ergebnis schauen muss. Berliner Journalisten wies bereits 2005 (Heft 4/2005)auf die Realitäten hin:  ”Das internationale Finanzkapital jongliert, wie es will, auch wenn die antikapitalistische Journaille mit den Zähnen knirscht.”

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11. Januar 2009

Angie und die Wirtschaftkrise
Abgelegt unter: Politik | Richard Schnabl um 21:18

Die Krise muss wohl sehr ernst sein, wenn sogar schon die CDU zum Mittel der Teilverstaatlichung greift, um eine private Bank vor dem Bankrott zu retten und der Vorstandsvorsitzende der Axel-Springer AG, sonst eher den bürgerlichen Parteien zugeneigt, in einem Kommentar schreibt: “Die Lage ist grotesk: Der deutsche Staat springt der gefährdeten Commerzbank bei und riskiert Staatsvermögen, das von den Steuerzahlern stammt. Aber nur die Linkspartei prangert dies als Enteignung der Bürger an – um Zockerschulden der Bank zu begleichen. Damit hat die SED-Nachfolgepartei leider recht.” Nun soll aber keiner sagen, die CDU hätte uns nicht rechtzeitig gewarnt. Schon 2005 müssen die Parteioberen etwas geahnt haben. Allerdings haben sie ihre Botschaft etwas verklausuliert unter das Wahlvolk gebracht. Während Angela Merkel in ihren Reden auf den Wahlkampfveranstaltungen durchaus noch ein optimistisches Bild der Zukunft versuchte in den Raum zu stellen, wurde die Warnung gewissermaßen im Ausklang der Veranstaltung den Besuchern mit auf den Weg gegeben. Da hieß es dann plötzlich, “all die Träume, die wir einst hatten, sind in Rauch aufgegangen” und “Angie, Angie wann werden all diese Wolken verschwinden? Angie, Angie wo werden wir enden?”. Quasi als Einstimmung auf die zu erwartende düstere Zukunft erklang nämlich zum Abschluss einer jeden Wahlkampfveranstaltung mit Angela der 33 Jahre alte Rolling-Stones-Song Angie, in dem die bitterbösen Zukunftserwartungen poetisch beschrieben werden. Heißt es doch wörtlich: “With no loving in our souls, and no money in our coats, you can’t say we’re satisfied, but Angie, you can’t say we never tried”. Mit anderen Worten also: Ohne Liebe in unseren Seelen und ohne Geld in den Manteltaschen kann auch Angie nicht mehr behaupten, dass wir zufrieden sind, auch wenn wir es versucht haben.

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Gaza-Konflikt: Objektive Berichterstattung unmöglich
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 13:31

Was man sieht, ist immer nur ein Ausschnitt der Realität. Bestimmt wird dieser Ausschnitt im Falle der aktuellen Kriegsbilder aus dem Gaza-Streifen von den handelnden Akteuren, also der Hamas auf der einen und der israelischen Armee auf der anderen Seite. Gezeigt werden vor allem zivile Opfer des Krieges, kämpfende oder auch verwunde Hamas-Milizionäre sollen nicht gezeigt werden, Opfer werden bildwirksam in Szene gesetzt und einige spektakuläre Aufnahmen sollen sogar aus dem Archiv stammen. Palästinensische Journalisten, die vor Ort berichten wollen, werden von Hamas-Aufsehern zurechtgewiesen. Aber auch die israelische Seite hat wenig Interesse an einer objektiven Berichterstattung. Man befand, dass es für die Presse schlicht zu gefährlich sei, den Gaza-Streifen zu betreten und ließ keine Journalisten über die Grenze

So muss sich die Welt mit den Bildern von Al-Jazeera begnügen, als einzig halbwegs unabhängige Quelle, die rund um die Uhr live aus dem Gaza-Streifen aber auch aus dem israelischen Grenzgebiet berichtet. Unterdessen will die israelische Zeitung Haaretz erfahren haben, dass Israel einen Schlag gegen eine iranische Atomanlage plante, dieses von den USA aber abgelehnt wurde. Haaretz bezieht sich auf einen Artikel der New York Times

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Aktuelles Heft Nr. 4-2010
Titelthema:
Mobilität

Titelfoto: Denis Balibouse/ Solar Impulse, Alex Häsler
Fotomontage: Lammel/Reblin







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