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9. Januar 2009

Gaza-Konflikt - The Guardian(UK): Obama camp ‘prepared to talk to Hamas’
Abgelegt unter: Medien, Politik | Richard Schnabl um 23:57

Präsident Bush lehnte Verhandlungen mit der Hamas ab, Obama will Kontakte knüpfen. Das wollte der Guardian erfahren haben, und meldete, dass die neue US-Regierung unter Präsident Obama über diplomatische und geheimdienstliche Kanäle mit der Hamas verhandeln will. Offenbar war die Informatiion doch nicht ganz abgestimmt, denn sie wurde  dementiert.

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Basic Thinking bei eBay
Abgelegt unter: Internet | Richard Schnabl um 14:03

Robert Basic aus Usingen verkauft seinen Blog  “Basic Thinking” . Das Angebot wurde am 08.01.09 19:50:54 MEZ in eBay eingestellt. Innerhalb weniger Stunden schnellten die Gebote auf über 22000 Euro.

Da die Auktion noch 6 Tage läuft, darf man gespannt sein, ob die anvisierten 100000 Euro erreicht werden. Allerdings wird die Seite auch nicht an jeden verkauft. Glücksspielbetreiber, Potenzmittelverkäufer und Pornoanbieter sind ausgeschlossen. Inzwischen (15.1.09-12 Uhr) liegt das aktuelle Gebot bei 30000 Euro. Die Süddeutsche Zeitung schreibt:Blogversteigerung bei eBay:”Das wär ein Traum

Das Ende der Auktion brachte EUR 46.902,00.

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8. Januar 2009

Wirtschafts- und Finanzkrise - US-Pornoindustrie fordert Staatshilfen
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 20:08

Die globale Wirtschaftskrise nimmt immer erschreckendere Ausmaße an. Jetzt fordert sogar schon der Verleger des US-amerikanischen Pornomagazins Hustler Staatshilfen von 5 Milliarden US-$.

Wers nicht glaubt: CNN: Porn industry seeks federal bailout

Telepolis glaubt aber eher an “Bailout als Marketing-Gag”

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Bild.de - Abgeschrieben aber nur versehentlich
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 15:52

Bild-Kolumnist Karl Wendl, bei Bild  zuständig,  den Lesern die großen Zusammenhänge der Weltpolitik zu erläutern, schreibt am Montag über den Gaza-Konflikt und die Berichterstattung durch den Sender Al Jazeera.  Herr Wendl mag sich mit der Weltpolitik wohl auskennen, mit dem Zitatrecht offenbar weniger, denn einige Passagen stammen wörtlich oder nur mit geringen Änderungen aus einem Artikel der Schweizer Sonntagszeitung NZZ. Aufgefallen ist das Ganze dem Medienblog des Schweizer Medienmagazins Klartext. Hier sind auch die zum Teil wörtlich übereinstimmenden Passagen dokumentiert. Als der Vorfall bekannt wurde, erklärte Karl Wendl, dass die Veröffentlichung versehentlich geschah und Bild nahm den Artikel von der Webseite.

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Ende der Heuschreckenplage
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 14:56

Berliner Verlag

Die älteste Darstellung einer gefräßigen Wanderheuschrecke befindet sich auf einer altägyptischen Steintafel aus dem 15 Jahrhundert vor Christi. Auch die Bibel weiß diese Plage mehr als 30mal zu erwähnen. Nun ist eine in Medienkreisen gefürchtete “Heuschrecke” namens Mecom offenbar vom Geier, genauer gesagt vom Pleitegeier gefressen worden. Darauf deuten (bisher unbestätigte) Meldungen verschiedener Agenturen hin. Danach kauft der Kölner Verlag M.DuMont Schauberg (Stadtanzeiger, Frankfurter Rundschau) den Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) für 170 Mio. Euro. Mecom Chef David Montgomery ist mit seinem Vorhaben gescheitert, in Deurschland eine Regionalzeitungskette aufzubauen. DuMont wird die beiden Qualitätszeitungen Frankfurter Rundschau, dessen Chefredakteur Uwe Vorkötter vormals bei der Berliner Zeitung war, enger mit der Berliner Zeitung verknüpfen, um Kosten zu senken. Ebenso dürften die beiden Boulevardzeitungen Berliner Kurier und Hamburger Morgenpost aus dem Besitz Montgomerys  von DuMont enger verflochten werden. Mecom hatte in ganz Europa etwa 300 Titel zusammengekauft und sitzt jetzt auf einem Schuldenberg von 600 Mio. Euro. Die Werbeeinnahmen sind infolge der Wirtschaftskrise massiv eingebrochen und die Banken wollen Ende Februar den Geldhahn zudrehen. Bei der Berliner Zeitung wurde in den letzten Jahren kräftig gespart. Darunter hat wohl auch die Qualität gelitten, finden jedenfalls die Kollegen der “Berner Gazette” aus der Schweiz.

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7. Januar 2009

800 Erdgastanksstellen in 80 Tagen
Abgelegt unter: Umwelt | Richard Schnabl um 16:50

Heute starten an der OMV-Tankstelle Irschenberg Rainer Zietlow von Challenge4 und Fotograf Franz Januzewicz zusammen als Partner mit gibgas, um erstmals alle deutschen Erdgastankstellen zu besuchen. Das langstreckenerprobte Team fährt mit dem neuen Turbo-Erdgas Passat TSI EcoFuel von Volkswagen um für eine bundesweit flächendeckende Erdgasversorgung für CNG (Compressed Natural Gas) Fahrzeuge zu werben. Ein Tourtagebuch gibts online.   Berliner Journalisten stellte im Heft 1-2007 die umweltschonende Erdgas-PKW Technik vor.

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Heute mal was nützliches!
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 15:56

Pünktlich zum Jahresanfang hier ein Link zum Geld-Sparen für Journalisten. Also lassen Sie sich fröhlich bestechen.

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5. Januar 2009

Wachhund oder Schoßhund?
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 22:22

PlayStern-Titel

Am 1.Januar 2009 trat eine weitere Verschärfung der Überwachungsgesetze inkraft. Seit Neujahr sind die Internet-Provider verpflichtet, alle Internetaktivitäten ihrer Kunden zu protokollieren und 6 Monate für staatliche Stellen vorzuhalten, das BKA-Gesetz schränkt das Zeugnisverweigerungsrecht für Journalisten, Anwälte und Ärzte ein. Keines der großen deutschen Magazine ist dies eine Story wert. Beim Spiegel liegt der Käfer auf dem Rücken und im Focus freut man sich auf 2009 und weiß zu berichten, dass “ein Kapuzinermönch Oralsex predigt”. Offenbar ist das Thema nur für Blogger und “heise-online” interessant. Vor 30 Jahren war der Spiegel noch bissiger - zum aktuellen Thema gab es nur auf Spiegel-Online ein Interview mit der FDP-Politikerin Leuttheusser-Schnarrenberger.  “Die Zeitung und ihre Online-Ableger haben sich offenbar endgültig vom “Wachhund der Demokratie” zum hysterisch kläffenden Chuhuahua entwickelt, der am liebsten bei Paris Hilton auf den Schoss sitzt.” Dieses nette Zitat fanden wir im Blog von  Don Dahlmann.

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Die Medienkrise - Chancen für Neues
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 13:36

Den “Wandel von Print zu Online nicht als Weltuntergang - sondern als Privileg” sieht Mitchell Stephens,  Professor für Journalismus und Massenkommunikation an der New York University in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Qualitätsjournalismus, Recherche und Reportagen werden weiterhin Erfolg haben, denn die Leser wollen Hintergründe erfahren. Die bloße Nachricht gibt es ohnehin kostenlos im Internet oder in den Fernsehnachrichten. Investigative Berichterstattung ist aber auch in Zukunft die eigentliche Aufgabe der Presse. Doch es gibt auch “alternative Vorschläge” :-(   der Medienkrise zu begegnen.

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4. Januar 2009

US-Umfrage: Online-Medien haben erstmals höhere Reichweite als Printmedien
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 11:40

2008 bezogen erstmal mehr Leser ihre Informationen aus dem Internet als aus der Zeitung. Das ermittelten die Forscher von “The Pew Research Center for the People and the Press” aus Washington, DC in einer Umfrage. Bezogen 2007  24% der Befragten ihre Informationen hauptsächlich aus dem Internet, waren es 2008 bereits 40%. Nur noch 35% bezogen hingegen ihre Informationen bevorzugt aus der Zeitung.  Das Informationmedium Nr:1 bleibt aber das Fernsehen. 2008 bezogen 70% der Befragten ihre Informationen aus dem Fernsehen. Allerdings ist das Fernsehen der große Verlierer, da seit 2002 seine Vorrangstellung als Leitmedium kontinuierlich sinkt.(Mehrfachnennung war möglich, daher Summe über 100%)

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2. Januar 2009

Vorratsdatenspeicherung: Erhöhte Sorgfaltspflicht der Journalisten gegenüber ihren Informanten
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 17:51

Seit Jahresbeginn sind Internetprovider verpflichtet, den gesamten Internet- und E-Mail-Verkehr zu protokollieren und die Verkehrsdaten für den Zeitraum von 6 Monaten vorzuhalten. Bereits ab dem 1.1.2008 ist die verdachtslose Protokollierung der Verkehrsdaten des gesamte Fest- und Mobiltelefonverkehrs gesetzlich vorgeschrieben.  (Gesetz zur “Vorratsdatenspeicherung”)  Gegen diese Maßnahmen sind Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof anhängig, außerdem hat das Bundesverfassungsgericht die Auskunftspflicht der Provider und Telefongesellschaften mit zwei Einstweiligen Verfügungen eingeschränkt. Um Informanten zuverlässig zu schützen und deren Identität nicht fahrlässig zu offenbaren, wird empfohlen, sämtliche E-Mails sicher zu verschlüsseln, im Header keine Betreffs anzugeben, die Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen und selbstverständlich mit dem Informanten niemals mehrmals über die gleiche Telefonleitung oder Mobiltelefonverbindung zu kommunizieren. Brisantes journalistisches Material sollte ebenfalls nur verschlüsselt auf Datenträgern gespeichert werden, möglichst auf externen, besser noch ausländischen Servern. In einer “Gemeinsamen Stellungnahme” u.a. des Deutschen Presserates,  ARD und ZDF, sowie der Gewerkschaft ver.di, wird der Grundsatz der Vetraulichkeit der Information als wichtiges Rechtsgut unsere freiheitlichen Ordnung eingeschätzt. Das Bundesverfassungsgericht stellt fest, dass “die sechs Monate andauernde Möglichkeit des Zugriffs auf sämtliche durch eine Inanspruchnahme von Telekommunikationsdiensten entstandenen Verkehrsdaten  … eine erhebliche Gefährdung des in Art. 10 Abs. 1 GG verankerten Persönlichkeitsschutzes” bedeutet.(Link)

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Aktuelles Heft Nr. 3-2010
Titelthema:
Europa

Titelbild: NDR/Pro7, Willi Weber







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