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28. Februar 2009

Polizeigewalt gegen Journalisten: Mildes Urteil - gar kein Prozess
Abgelegt unter: Medien, Pressefreiheit | Richard Schnabl um 10:30

Die taz meldet am 8.5.2008 “Am späten Abend des 1. Mai wurden zwei taz-Journalisten an der Ecke Manteuffel-/Skalitzer Straße von Polizisten der Einheit “11 12″ mehrfach ins Gesicht geschlagen. Sie waren nicht die einzigen Opfer. Am Montag meldete sich ein Zeuge des Übergriffs auf einen der beiden Redakteure: Daniel Wesener, Fraktionsvorstandsmitglied der Grünen im Bezirksparlament Friedrichshain-Kreuzberg. “Ich habe gesehen, wie der Polizist grundlos zugeschlagen hat”, sagt Wesener. Er selbst sei davon völlig überrascht gewesen, weil es der Situation überhaupt nicht angemessen war. Ihm hätten die Polizisten beim Vorbeigehen ein “Ellenbogencheck” gegeben, so Wesener. Die taz-Journalisten haben Anzeige erstattet.” Nun schreibt die taz: “ Mildes Urteil, kurzer Prozess”. Einer der beiden Polizisten  wurde zur Mindeststrafe von 90 Tagessätzen mittels  Strafbefehl verurteilt, quasi unter Ausschluss der Öfentlichkeit, der zweite Polizist konnte nicht ermittelt werden. Eigentlich gab es gar keinen Prozess. Dadurch hatten die betroffenen Journalisten keine Möglichkeit, als Nebenkläger aufzutreten und zugleich zivilrechtliche Ansprüche geltend zu machen. Offenbar wollten Staatsanwaltschaft und Gericht ein öffentliches Verfahren mit erwartetem großen Medienaufgebot vermeiden.

Kommentar oder Leserbrief

Jan S. aus 13347 Berlin schrieb am 02.03.2009 um 02:37

Die Anzahl der Übergriffe von Berliner Polizeibeamten in der Vegangenheit ist ungezählt. Es kommt selten zu Prozessen, zu Verurteilungen fast nie. Die Unabhängigkeit von Ermittlern, Staatsanwälten und Richtern ist fragwürdig, die Prozessführung tendenziös. Leider hat kaum ein Presseorgan sich bisher dieses Themas angenommen, obwohl es ein Paradefeld für investigativen Journalismus darstellt.

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27. Februar 2009

Bundesverfassungsgericht weist erneut Grundrechtseingriff zurück
Abgelegt unter: Politik | Richard Schnabl um 17:16

Erneut musste das Bundesverfassungsgericht einschreiten, um Grundrechte zu schützen. Diesmal setzte das Gericht mit einer Eilentscheidung wesentliche Teile des Bayerischen Versammlungsrechts ausser Kraft. Dass mittels Einstweiliger Verfügung Teile eines Gesetzes ausser Kraft gesetzt werden, wird von den Klägern (13 bayerische Organisationen, unter anderem DGB, SPD, Grüne und FDP) als “schallende Ohrfeige” für die CSU interpretiert. Besonders interessant ist folgender Absatz aus der Begründung des Beschlusses, der Rückschlüsse auf das Demokratieverständnis des Gerichtes erlaubt:

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26. Februar 2009

Die kleinliche Welt des Roland Koch
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 20:01

Den Mitgliedern der CDU im Verwaltungsrat des ZDF, angeführt von Roland Koch, passt die politische Ausrichtung des Senders nicht, sie weigern sich, den Vertrag von  Chefredakteur Nikolaus Brender zu verlängern. Doch “Roland Koch steht für die alte Zeit, die Post-Adenauer-Zeit, da sich die Schwarzen und die Roten den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach dem parteipolitischen Abzählreim aufgeteilt haben. In der Weise aber, wie sich das Parteienspektrum in der Republik auffächerte, hat sich links-rechts – was nichts anderes als Schwarz-Weiß ist – überlebt.

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24. Februar 2009

Cem Özdemir über Antisemitismus: “Staat darf sich nicht wegducken”
Abgelegt unter: Politik | Richard Schnabl um 12:03

Der Antisemitismus hat ursprünglich im Islam keine Tradition, aber der palästinensisch-israelische Konflikt hat Einfluss auf das Denken junger Muslime in Deutschland, die sich mit den Palästinensern solidarisieren, weil sie sich hier als ausgegrenzt betrachten. Grünen-Chef Cem Özdemi  in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau zum Thema “Antisemitismus in der türkischen Community, die Identitätssuche von Jugendlichen und den Konflikt im Nahen Osten”.

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20000 € für investigativen Journalismus
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 11:35

Der Europäische Fonds für investigativen Journalismus vergibt Stipendien im Gesamtwert von 20000 € für interessante investigative Geschichten. Das veröffentlichte der “European Fund for Investigative Journalism ” auf seiner Website.  Wer eine “gute Idee für eine journalistische Geschichte hat, die wirklich Neues enthält und damit sogar ein gutes Beispiel für andere abgeben kann, der kann sich für ein Stipendium bewerben. Der Fonds unterstützt Journalisten bei der  Finanzierung für  Reisen, Übersetzungen und den Aufenthalt, um ein interessantes Thema zu erforschen. Der Fond unterstützt Journalisten,  um mit Kollegen in anderen Ländern vertrauensvoll zusammenarbeiten zu können?”  Wenn bestimmte Voraussetzungen zutreffen,  kann der Europäische Fonds für recherchierenden Journalismus eine Forschungsbewilligung geben. Weiter heißt es:  “Guter Journalismus braucht gute Ideen, fähige und erfahrene Journalisten, unterstützende Redakteure - und Zeit und Geld. Mit letzterem kann der Europäische Fonds für recherchierenden Journalismus  helfen. Mit dieser Ausschreibung  haben wir vor, 20.000 € zu vergeben, die Summe der einzelnen Beihilfen wird von Umfang und Qualität des geplanten Einsatzzweckes abhängen.”  Bis zum 23. März 2009 8.00 Uhr muß der Antrag auf die Website des Fonds geladen werden.

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23. Februar 2009

Das ZDF ist der CDU zu “links”
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 11:42

ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender soll auch nach  2010 im Amt bleiben. ZDF-Intendant Markus Schächter möchte dem ZDF-Verwaltungsrat vorschlagen, Brenders Vertrag zu verlängern. Dagegen gibt es Stimmen von CDU-Mitgliedern im Verwaltungsrat, die dem parteilosen Brender vorwerfen, “politisch eher links” eingestellt zu sein. Quelle: FR

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Prozess gegen die “Piratenbucht”
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 11:34

Der Musik- und Filmindustrie ist “The Pirate Bay (TPB)” schon seit langem ein Dorn im Auge. Jetzt findet in Schweden ein stark beachteter Prozess gegen die Betreiber des “Bit-Torrent”-Netzwerkes statt. Das Netzwerk ist gewissermaßen ein Navigator zu beliebigen Dateien, die weltweit auf Computern gespeichert sind, die online mit dem Netzwerk verbunden sind. Auf den TPB-Servern sind hingegen keine urheberrechtlich geschützten Dateien gespeicher. Die  Betreiber vergleichen sich mit Google, demnach sei TPB eine Suchmaschine und nicht verantwortlich, für eventuelle Gesetzesverletzungen der User, da TPB keine gesetzwidrigen Inhalte selbst verbreite. Die Staatsanwaltschaft mußte bereits eine erste Niederlage kassieren. Die Anklage wegen  “Mittäterschaft bei der Vervielfältigung urheberrechtlich geschützten Materials”  wurde fallen gelassen. Jetzt geht es nur noch um “Beihilfe  bei der Verbreitung” von Raubkopien. Die TPB-Betreiber, die inzwischen Kultstatus genießen, hoffen auf einen Freispruch. Das Netzwerk hat weltweit im Durchschnitt täglich pro Minute über eine  Mio. Nutzer. Auf www.geo.keff.org kann man die Nutzung des Netzwerkes online verfolgen. Update:  Hier die aktuellen Daten -  TPB Tracker Geo Statistics The statistics is now based on unique users connected every 24 hours!.
Total unique users last 24 hours : 14747888

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21. Februar 2009

Tom Fenton - Sick System
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 17:24

fenton

Foto: BERND LAMMEL | Tom Fenton, London 2008

Das europäische Gesundheitssystem ist wesentlich besser als das amerikanische. Ein Plädoyer für eine allgemeine Krankenversicherung.

Lesen Sie dazu Tom Fentons Kolumne auf TheWorld.org. Aus dem Am.Englisch von Richard Schnabl.

Ein krankes System

Jedes Mal, wenn ich in die Vereinigten Staaten zurückkehre, frage ich mich, wie rückständig mein Land auf dem Gebiet der Gesundheitsfürsorge scheint. Rückständig?  Sie fragen sich vielleicht, wie ich zu so einer Einschätzung komme. Immerhin glauben die meisten Amerikaner, dass sie das beste medizinische Versorgungssystem der Welt haben. Gut, betrachten wir diese beiden Tatsachen:

  • Die Vereinigten Staaten haben das teuerste Gesundheitssystem der Welt.
  • Bei der Lebenserwartung und der Säuglingssterblichkeit stehen die Vereinigten Staaten statistisch im unteren Viertel der Industriestaaten.

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Tolles Konzertfoto F&A
Abgelegt unter: Medien | Bernd Lammel um 14:39

Wir fanden im Netz nach einem Hinweis im jonet das gut aufbereitete F&A zum Thema Konzertfotos von Peter Wafzig. Er ist Konzertfotograf in Köln. Die URL lautet: http://www.konzertfoto-faq.de/. Auf den Eintrag von vorgestern 17 Hippies - Konzert im Admiralspalast gingen über 80 Reaktionen ein. Das scheint wirklich immer noch ein Thema mit Klärungsbedarf sein. Peter Wafzig erklärt Details und zeigt fachkundig die Situation vor und auf der Bühne.

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19. Februar 2009

Finanzkrise: Fordern die Medien von den Politikern Aufklärung?
Abgelegt unter: Medien, Politik, Wirtschaft | Richard Schnabl um 13:50

Wenn man nach der täglichen Medienlese über die Finanz- und Wirtschaftskrise und die täglichen Horrormeldungen nachdenkt, fragt man sich, wer sind eigentlich die Gewinner, wo ist das ganze Geld geblieben und wieso konnte es soweit kommen. Selbst Finanzminister Steinbrück tat Anfang 2008 überrascht und sprach von einem “Spring-ins-Feld-Teufel” der die Menschen überfällt.

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17 Hippies kopieren die Allüren von Weltstars - ein mediales Ärgernis im Admiralspalast

Konzertbeginn 17 Hippies im Admiralspalast Foto: BERND LAMMEL

Foto: BERND LAMMEL-Admiralspalast|Konzert 17 Hippies

Die 17 Hippies kommen in die Stadt. Und da ist sie. Die Erinnerung an den Film Halbe Treppe von Andreas Dresen. Der phantastische Axel Prahl und die 17 Hippies hatten dem Film diese Authentizität gegeben. Seitdem glaubte ich, die müssen echt sein und richtig am Leben dran. So sympathisch die Musik. Und dann war da unser Defizit im Medienmagazin. Seit fünf Jahren am Markt, hatten wir erst zweimal über das Medium Musik berichtet. Musik und Fotografie haben ein inniges Verhältnis. Bei den 17 Hippies würde das garantiert harmonieren. Da waren wir uns in der Redaktionskonferenz einig. Mimik, Gestik, sparsames Licht und die Schweißperlen auf der Stirn des Geigers bei der Zugabe. Diese Musikstile aus aller Welt würden unsere Leser assoziieren – auch ohne Tonfilm. Unsere Leser haben schließlich Phantasie. Im Seitenplan sah ich schon eine tolle Doppelseite in der Rubrik „Medien im Foto“ – die 17 Hippies im Admiralspalast! Auf den freundlichen Kontakt mit den Hausherren im Admiralspalast folgte die Ernüchterung am Abend.

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18. Februar 2009

Medienkrise: Aus für Vanity Fair
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 12:34

Condé Nast stellt die deutsche Ausgabe des Gesellschaftsmagazins Vanity Fair mit der Ausgabe vom 19.2.2009 ein. Das wurde Berliner Journalisten vom Verlag bestätigt. Die Pressestelle war wegen Überlastung nicht erreichbar.  Wie gemeldet wird, erfuhren die Mitarbeiter den Beschluss der Geschäftsleitung von Jonathan Newhouse persönlich auf der morgendlichen Redaktionskonferenz, auf der eigentlich das nächste Heft über die Oscarverleihung in Hollywood geplant werden sollte. Es wird nicht nun mehr erscheinen. Das Gesellschaftsmagazin Park Avenue vom Verlag  Gruner + Jahr wurde bereits im November 2008 eingestellt. Schon damals wurde erwartet,  dass Vanity Fair nicht von dieser Maßnahme profitieren würde. Die  verkaufte Auflage von Vanity Fair liegt bei ca. 130.000  Exemplaren. Der reguläre Copypreis von 2 € wurde mehrfach durch Aktionen gestützt. So wurden Hefte für 1 € mit DVD verkauft. Das scheint alles nichts genützt zu haben. Das erst im Februar 2007 mit hohem Werbeaufwand gestartete deutsche Vaniry Fair ist Geschichte. “Das Schaulaufen der Eitelkeiten ist vorbei”, stellt die SZ lapidar fest.

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17. Februar 2009

Wie Frau von der Leyen die Statistik interpretiert und die Presse sich als PR-Instrument betätigt
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 23:36

In Deutschland werden wieder mehr Kinder geboren. Klingt erst mal gut. Ursula von der Leyen lud zur Pressekonferenz und verkündete hoffnungsvolle Zahlen. Zwischen Januar und September 2008 wurden 3397 Kinder mehr geboren, als im Vergleichszeitraum 2007, ein wahrhafter Babyboom und noch dazu ein Erfolg für die CDU-Familienministerin. Das ist gut für die CDU in Wahlkampfzeiten und die meisten Medien gaben die frohe Botschaft auch gleich weiter, wie z.B. die Berliner Zeitung. Nachgerechnet haben die wenigsten.

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Heide-Ulrike Wendt neue Chefredakteurin beim Medienmagazin Berliner Journalisten
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 14:18

Ulrike Wendt Heide-Ulrike Wendt ist ab sofort neue Chefredakteurin des Medienmagazins Berliner Journalisten. Sie hat bereits die gerade erschienene Ausgabe 1/09 verantwortet. Wendt war u.a. Reporterin der Wochenpost und beim extra-Magazin, Kolumnistin beim stern und Autorin bei Amica. Seit 1997 schreibt sie als freie Journalistin u.a für Die Zeit und  Brigitte. Zudem ist sie Autorin mehrerer Bücher, z.B. Erfolg ist weiblich.

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zeitjung.de - Portal für 16- bis 24-jährige online
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 14:04

Nach dreimonatiger Probezeit ist nun das Nachrichtenportal “zeitjung.de” online, meldet KRESS. Angesprochen werden soll die Generation “You Tube”, also Schüler, Studenten und Azubis. Das zeitgleiche Ende von “Zoomer.de” (berliner-journalistenONLINE berichtete) sei aber  reiner Zufall.  “Holtzbrinck wusste nicht, wie man “junge” Nachrichten macht. Oder sie wussten es, haben es sich aber nicht getraut. Wir glauben zu wissen, was das Geheimnis ist. Und wir haben den Mut, so zu schreiben, wie uns der Schnabel gewachsen ist”, kann man bei zeitjung lesen. Na dann - Viel Erfolg!

Update: Wie der Branchenst “Kontakter” meldet, prüft “Die Zeit” rechliche Schritte. weiterlesen…

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16. Februar 2009

Pressefreiheit: Fotografen protestieren in Grossbritannien gegen neues Gesetz
Abgelegt unter: Ausland, Medien, Pressefreiheit | Richard Schnabl um 23:57

London: 150 Pressefotografen protestierten heute in London vor dem Hauptquartier von Scotland-Yard gegen ein neues Gesetz (Section 76 of the Counter Terrorism Act), welches es verbietet, Polizisten zu fotografieren, “die im Kampf gegen den Terrorismus tätig sind”.  Die Pressefotografen befürchten, dass so künftig  jedes Foto verboten werden kann, auf denen Polizisten oder Soldaten zu sehen sind. Fotografen, die gegen das Gesetz verstoßen drohen bis zu 10 Jahren Haft oder eine Geldstrafe. “Das Gesetz erschwert es Fotografen, jede Art von öffentlicher Demonstration oder Unruhen zu fotografieren” sagte Marc Vallee., ein Fotojournalist. (siehe auch: TheGuardian sowie NUJ)

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Medienkrise: Premiere meldet Rekordverlust
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 10:30

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Der Pay-TV Sender Premiere hat  2008 gegenüber 2007 seinen Verlust verfünffacht, von 51,6 Mio in 2007 auf 269,4 Mio. Das hatten selbst Experten so nicht erwartet. Als Ursachen wurden gestiegene Programmkosten, gesunkene Abonnentenzahlen, sowie Sicherheitslücken im Verschlüsselungssystem genannt. Als weitere Ursachen dürften die mangelnde Akzeptanz von Pay-TV in Deutschland infolge des reichlichen Free-TV Angebotes gelten, mangelnde Exklusivität beim  Spielfilmangebot im Zeitalter der massenhaften Verbreitung digitaler Medien, wie DVD und Blu-Ray, die eine bessere Qualität und höhere Aktualität aufweisen. Die Sportangebote, im Besonderen die Rechte für die Bundesliga gingen Premiere zwischenzeitlich verloren, konnten erst Ende letzten Jahres gesichert werden und werden durch relativ zeitnahe Berichterstattung in der ARD  (Sportschau) für Premiere in ihrer Exklusivität entwertet. Daher erwartet Premiere auch für 2009 und 2010 weitere Verluste. Um in die schwarzen Zahlen zu kommen, muß Premiere die Abonnentenzahlen von derzeit ca. 2,4 Millionen auf  3 - 3,4 Milionen steigern. Dazu soll es im dritten Quartal 2009 eine Marketing-Kampagne geben. Premiere konnte zuletzt nur durch eine Kapitalerhöhung und den Einstieg des Großaktionärs Rupert Murdoch überleben.

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15. Februar 2009

Skandal! Die Macht der öffentlichen Empörung
Abgelegt unter: Medien, Politik | Richard Schnabl um 21:21

Heute mal wieder etwas aus unserer Rubrik: Best Of Blogs

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Ein Interview mit Hendrik M.Broder (Foto: d-foto.net) über Kritik an Israel, Antisemitismus und die künstliche Empörung über vermeintliche Naziskandale fanden wir bei TELEPOLIS. Lesenswert! Skandal! Die Macht der öffentlichen Empörung ist ein Buch aus dem Verlag  Herbert von Halem:  rund 320 Seiten; 18 Euro. Erscheinungstermin: Februar 2009

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14. Februar 2009

Medienkrise: Aus für Lycos-Europe
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 08:55

Der Online-Dienst Lycos ( LYCOS Europe GmbH) wird morgen abgeschaltet.  Damit geht eine legendären Internet-Marke vom Netz. Begründet wird die Schließung des Portals mit einer Analyse, die ergeben habe, “dass eine Weiterführung der meisten Services des Portalgeschäfts keine vertretbaren Perspektiven bietet. Obwohl LYCOS Europe - gemessen an der Reichweite - zwischenzeitlich größtes europäisches Internet-Portal war, ist es uns leider nicht gelungen, unsere Geschäftsmodelle in steigendem Maße zu monetarisieren”.

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13. Februar 2009

Das Nachrichtenportal und die Werbung
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 10:00

Kein Nachrichtenportal ohne Werbung, irgendwie muß der Aufwand refinanziert werden. Eine interessante Analyse fanden wir bei persönlich.com. Zur Zukunft von Print und Online fanden wir eine Zitatesammlung bei medienlese.com.

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Aktuelles Heft Nr. 4-2010
Titelthema:
Mobilität

Titelfoto: Denis Balibouse/ Solar Impulse, Alex Häsler
Fotomontage: Lammel/Reblin







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