23. März 2009
Fusion verschoben
Die Berliner Zeitung und die Hamburger Morgenpost bleiben vorläufig eigenständig. Ebenso die dazugehörigen Verlage. Die neuen Eigentümer wollen bis zum Jahresende klären, wie sie in die Verlagsgruppe integriert werden. Die geplante und weitgehende Fusion der Redaktionen von Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung ist zunächst auch verschoben. Das werden die wichtigsten Informationen sein, die die Mitarbeiter der Berliner Zeitung hören wollen, wenn die neuen Chefs aus dem Rheinland das neuerworbene Blatt morgen inspizieren werden. Durchgesickert sind sie schon im Vorfeld. Erleichtert konnten die Journalisten schon heute aufatmen als bekannt wurde, dass die MECOM-Shareholder dem Rückzug der Mediengruppe aus Deutschland zustimmte. Die Details des Deals hatte MECOM bereits im Januar veröffentlicht. Vor wenigen Stunden haben die Aktionäre zugestimmt und das kurze Gastspiel von MECOM-CEO David Montgomery in Deutschland beendet.
Natlos erscheinen die neuen Eigentümer von der DUMONT-Mediengruppe morgen in Berlin. Der 81jährige Vorsitzende des Aufsichtsrats Alfred Neven DuMont und sein Vorstand, zu dem weitere Familienmitglieder gehören, werden zur Belegschaft sprechen. Wie ein Redakteur berichtete, hat sich der bisherige Chefredakteur und gleichzeitige MECOM-Geschäftsführer Josef Depenbrock an diesem denkwürdigen Tag ebenfalls verabschiedet - per Email. Für die mehr als 800 Verlagsmitarbeiter scheint es jetzt, eine Atempause zu geben. Ob das Possenspiel um das Traditionshaus jetzt ein Ende finden wird, bleibt ungewiss. Fest steht aber, dass der Kölner Tross am Mittwoch nach Hamburg weiterreisen wird.






