27. Mai 2009
Die Vertreibung begann 1933 - DJV unterstützt „politisch korrektes” Zentrum
Die Schauspielerin Hannelore Hoger, Bischöfin Maria Jepsen, Rudolf Dreßler, Ralph Giordano und Wladyslaw Bartoszewski, ehemaliger Außenminister Polens, haben einen Petitionsaufruf der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft unterzeichnet…in der es heisst: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das „Zentrum gegen Vertreibung” ergänzt wird um das Thema der Vertreibung der Künstler und anderen Intellektuellen ab 1933. Diese Lösung – die in den Koalitionsvereinbarungen als „Sichtbares Zeichen“ bezeichnet wird - entspräche den wahren historischen Vorgängen und würde der Zusammenarbeit mit einst vom Deutschen Reich okkupierten Ländern gerecht. … Ab 1933 wurden etwa eine halbe Million Menschen vertrieben. Vor allem Künstler, Schriftsteller und Wissenschaftler. Sie waren die Besten aus der deutschen und damit aus der abendländischen Kultur.“ Mit ihren individuellen Erfahrungen und ihren Werken in Kunst, Literatur, Malerei, Musik, Architektur, Wissenschaft oder ihren Leistungen im Sport ließen sich bei der Arbeit gegen das Vergessen und Extremismus Schüler und Jugendliche anders gewinnen als mit anonymen Massen und abstrakten Zahlen. So auch könnten Menschen mit Migrationshintergrund eher interessiert werden als mit der „deutschen Vertreibungsthematik“, denn die Herkunftsländer ihrer Eltern seien oft Asylgeber für die aus Deutschland Vertriebenen gewesen….Hier „müsse dargestellt werden, was Faschismus bedeutet, was eine Diktatur bedeutet, in welchem Sinne eine Diktatur ausgeübt wird und auch, wer davon profitiert und wer Verlierer und auf wessen Kosten Verlierer ist.“ Der Journalist Hajo Jahn (Hauptpetent) fügt ein Zitat des Bundespräsidenten Weizsäcker vom 8. Mai 1985 hinzu: „Wir Älteren schulden der Jugend nicht die Erfüllung von Träumen, sondern Aufrichtigkeit. Wir müssen den Jüngeren helfen zu verstehen, warum es lebenswichtig ist, die Erinnerung wachzuhalten.“
Zur Mitzeichnung der Petition genügt eine kurze Anmeldung auf den Seiten e-Petitionen des Deutschen Bundestages und Sie können diese und andere e-Petitionen mitzeichnen.





