3. Juli 2009
Hausdurchsuchung bei kritischem Journalisten
Wilhelm Hahne, Freier Journalist, 76 Jahre alt, und seit Jahrzehnten Reporter rund um Auto und Motorsport hatte am Morgen des 9. Juni Besuch von der Staatsanwaltschaft. Fünf Beamte standen mit einem Durchsuchungsbeschluss vor der Tür. Der Vorwurf lautete auf Verrat von Betriebsgeheimnissen. Hintergrund: Der Nürburgring wird derzeit umgebaut, 250 Mio. Euro sind in des Projekt geflossen, Hahne hat recherchiert und Ungereimtheiten herausbekommen. Das schien der Nürburgring GmbH, die das Projekt betreibt (zu 90% landeseigen) nicht recht und so stellte sie Strafanzeige gegen den unbequemen Journalisten. Beschlagnahmt wurden: Handys, Festplatte, Fotoapparat, Videokamera, Akten, Notizbücher und sein Computer. Wilhelm Hahne, Freier Journalist, motorkritik.de: „Alles, was ich an Informanten oder an Sachen, also Namen, Adressen, Informationen, ist alles in dem Computer.“ Rolf-Herbert Peters, „stern“-Reporter: „Das Büro des Journalisten ist per se erst mal sozusagen ein heiliger Raum, da hat niemand anderes was drin zu suchen.“ Horst Hund, Staatsanwaltschaft Koblenz: „Das Durchsuchungen bei Medien sehr unangenehm sind, zeigt ja die Tatsache, was wir für ein Echo hatten, aber da müssen wir durch, das gehört zu unserem Job dazu. (zapp) “ Berichtet haben die Kollegen des NDR. (Schikane: Razzia bei einem kritischen Journalisten)




