14. Juli 2009
WAZ-Konzern liegt der Landesregierung offenbar sehr am Herzen
Da staunt der Leser und der Medienmensch wundert sich. So berichtete doch kürzlich das Münchner Nachrichtenmagazin Focus über Sparmaßnahmen beim Essener WAZ-Konzern und nun bekam Chefredakteur Helmut Markwort Post aus der Düsseldorfer Staatskanzlei ob der unbotmäßigen Kritik. Regierungssprecher Wichter schrieb nämlich einen Brief an Markwort und bittet den Chefredakteur, die Sache “wie stets” vertraulich zu behandeln. Gar nicht so vertraulich war das Sparkonzept des WAZ-Konzerns, das im Internet offen zugänglich ist. (Wir berichteten) “Wichter leistet auf zwei Seiten ungewöhnliche Amtshilfe für den Essener WAZ-Konzern. Inzwischen hat dieser Brief an unterschiedlichen Stellen für weitere Irritationen gesorgt. In der Düsseldorfer Staatskanzlei schüttelt der eine oder andere den Kopf darüber, dass sich der Regierungssprecher auf diesem Wege in eine Sache einmischt, die ihn – wenn überhaupt – nur mittelbar betrifft. In der Chefetage der Essener WAZ-Gruppe zeigt man sich verwundert. „Ich kenne das nicht“, lässt sich Bodo Hombach, einer der beiden Geschäftsführer, entlocken, und die Sache mit den Irritationen will er so auch nicht stehen lassen. Eine Reaktion von Helmut Markwort steht noch aus”, so der Tagesspiegel, dem das Schreiben vorliegt. So vertraulich blieb es also diesmal nicht - Ungewöhnlichee Amtshilfe: Der Schwarze Kanal.





