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18. Juli 2009

Tutu in Berlin: Give us a chance!
Abgelegt unter: Medien | Bernd Lammel um 21:52
Mit großen Gesten wie hier mit einem Stoßgebet trat Desmond Tutu vor Journalisten in Berlin | Foto: Bernd Lammel

Mit großen Gesten wie hier mit einem Stoßgebet trat Desmond Tutu vor Journalisten in Berlin | Foto: Bernd Lammel

Einen Tag vor dem Mandela-Day in Südafrika warb der Friedensnobelpreisträger und Erzbischof Desmond Tutu für sein Heimatland und die mit der FIFA Fußballweltmeisterschaft 2010 verbundenen Hoffnungen für Afrika. Vor Journalisten und Gästen in der südafrikanischen Botschaft sprach er unbequeme Wahrheiten an, erzählte politisch unkorrekte Witze und konnte über sich selbst herzhaft lachen. Die Journalisten hatten wenig Fragen, und die waren dann meist stereotyp. Sie zielten auf die Sicherheit von WM-Besuchern oder warum auf Stadien-Baustellen gestreikt würde. “Das ist der Preis der Freiheit! Nur in Ländern, in denen alles verboten ist, passiert gar nichts. Seien sie froh, dass die Südafrikaner heute für ihre Rechte streiken können”, antwortete Tutu. “Give us a chance!”, unter diesem Motte referierte der Geistliche in wenigen Minuten anschaulich geschichtliche Zusammenhänge im globalen Maßstab. Einem Journalisten, dem die Fortschritte bei der Überwindung der Apartheid zu langsam schienen, sagte er: “Wir haben die Freiheit erst seit 15 Jahren”. Er verwies darauf, welche sozialen Risse durch die westlichen Gesellschaften heute noch gehen, obwohl einige in jahrhundertlangen Demokratien lebten. Dem Fragesteller riet er: “Be modest!”

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Titelthema:
Europa

Titelbild: NDR/Pro7, Willi Weber







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