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11. August 2009

Internetsperren und ihre Wirkung: Ein Bericht aus der Türkei
Abgelegt unter: Internet | Richard Schnabl um 08:57

1800 Internetseiten, darunter das Portal Youtube sind in der Türkei bereits gesperrt. Dabei handelt es sich um Seiten, die gegen Anstand und Sitten, die religiösen Gefühle oder das Andenken an Kemal Atatürk verstoßen. Doch selbst Ministerpräsident Erdogan sagte auf einer Pressekonferenz, dass er Youtube Videos anschaue. Denn die Sperren sind leicht zu umgehen. ”Da es über im Ausland registrierte sogenannte Proxyserver leicht möglich ist, die türkische Sperre zu umgehen und jeder nur halbwegs mit dem Internet vertraute Türke - wie etwa Ministerpräsident Erdogan - diesen kaum eine Sekunde erfordernden Umweg kennt, ist die Zensur von „Youtube“ und anderen Seiten eigentlich wirkungslos. Warum also dagegen protestieren? Deniz Tan antwortet in solchen Fällen stets mit zwei Gegenfragen: „Warum zwingt mich der Staat, eine Hintertreppe im Internet zu benutzen…? Und was geschieht, wenn eines Tages auch die Hintertüren geschlossen werden?“ (FAZNet)

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Titelbild: NDR/Pro7, Willi Weber







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