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22. August 2009

“Berliner Zeitung” muss zwei Ressorts abgeben
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 13:21

” Die geplante und weitgehende Fusion der Redaktionen von Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung ist zunächst auch verschoben. Das werden die wichtigsten Informationen sein, die die Mitarbeiter der Berliner Zeitung hören wollen, wenn die neuen Chefs aus dem Rheinland das neuerworbene Blatt morgen inspizieren werden.” So hieß es noch am 23.März 2009. Jetzt wurden erste Fusionspläne bekannt. Die Wissenschaftsseite der Berliner Zeitung kommt demnächst komplett aus Frankfurt, die Wirtschaftsredaktion behält zwei Redakteure in Berlin, die für die Wirtschaftsberichterstattung aus der Hauptstadtregion zuständig sind, Beiträge zu Unternehmenspolitik und Märkten kommen aber aus Frankfurt. BLZ-Chefredakteur Uwe Vorkötter, der zwischenzeitlich die Frankfurter Rundschau geleitet hat, informierte den Redaktionsausschuss  am Freitagmittag. “Der Redaktionsausschuss der Zeitung habe «mit großem Entsetzen und Ablehnung» auf die Nachricht reagiert” so kress.  Das Gremium sehe in dem Vorhaben einen «gravierenden Verstoß» gegen das Redaktionsstatut der «Berliner Zeitung», das diese ausdrücklich als «Autorenzeitung mit Vollredaktion» bezeichne, die «eigene überregionale und regionale Ressorts hat», heiße es in einem Schreiben des Redaktionsausschusses. Beide Zeitungen gehören zum Imperium des Kölner Verlages DuMont Schauberg. Es muss daher mit weiteren Synergien gerechnet werden.

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Titelbild: NDR/Pro7, Willi Weber







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