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14. September 2009

SZ: Neues über die Erregungsdemokratie
Abgelegt unter: Medien | Richard Schnabl um 12:18

“Ob aus Bequemlichkeit oder für den schnellen Profit, aus Mangel an Zeit und Ressourcen oder weil viele Journalisten gar nicht für den journalistischen Beruf ausgebildet sind: Noch nie hatten es Fragenbesteller, Interessenvertreter und Kampagnenlostreter so einfach wie heute. Auf allen Frequenzen und Internetseiten ist nichts als Nachklappern und Nachplappern. Alles ist gleich laut und gleich wichtig, überall Kampagnen und Kommerz, freiwillige Gleichschaltung und allgemeine Gehirnverschmutzung statt Aufklärung, Information und Bildung. Der Zwang zum Sparen auch in den sogenannten Leitmedien, die Aushöhlung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks durch Anbiederung an den vermeintlichen Publikumsgeschmack und die Überantwortung journalistischer Kernkompetenzen an die eigentlich zu Kontrollierenden beschleunigt diese Pervertierung des parlamentarisch-repräsentativen Systems zum medial-präsentativen System der Erregungsdemokratie. Und das Schlimme ist: Wir haben uns daran gewöhnt.” (Süddeutsche Zeitung) Nicht besser es um den Wissenschaftsjournalismus bestellt. Oft ein ”Affentheater” befindet der Tagesspiegel.

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