29. November 2009
Medienkrise: “Kostet eine Zeitung bald Fünf Euro” und “Vom Veröden und Verblöden”

Foto: pro.media kommunikation
“5,40 statt 1,80 Euro könnte in einigen Jahren Der Standard kosten. Das ventilierte zumindest dessen Herausgeber Oscar Bronner (im Foto links) bei der Eröffnungsdiskussion des “Mediengipfels am Arlberg“. Laut Bronner findet gerade die “größte Umwälzung, die es im Medienwesen je gegeben hat”, statt. Klassische Medien müssten mit weniger Geld auskommen und sparen. Umgekehrt müssten sich Verleger trauen, die Preise zu erhöhen. So werde “Der Standard” über die Jahre irgendwann das Dreifache kosten müssen.” Bei sinkender Auflage, sinkenden Werbeeinnahmen und dem Druck, weiter Qualität bieten zu wollen, wird es nicht bei den jetzigen Preisen bleiben können, scheibt die Wiener Zeitung über ein Symposium in Lech am Arlberg. Sehen die österreichischen Medienexperten so die Zukunft von Print?
Rudolf Stumberger sieht es auf TELEPOLIS so: “die finanzielle Austrocknung des intelligenten Geisteslebens hat mittlerweile in Deutschland neue Dimensionen erreicht. Für den Journalismus hat dies der Journalist Tom Schimmeck bei dem Mainzer Mediendisput 2009 wiederholt: “Der gemeine Freie, meine Damen und Herren, muss als zunehmend bedrohtes Wesen betrachtet werden. Im zügig verwildernden Mediendschungel wird sein Lebensraum von mehreren Seiten eingeengt….Verblödung bei den Medienangeboten und Verarmung der freien intellektuellen Produzenten sind die zwei Seiten der Medaille, mit der die Gesellschaft für den neoliberalen Siegeszug der vergangenen 20 Jahre bezahlt.” (TELEPOLIS)





