Der Kommunismus war ja bekanntlich der Lieblingsfeind des Springer-Konzerns. Da er (der real existierende) nun bekanntlich vor 20 Jahren das Zeitliche gesegnet hat, hat Döpfner jetzt den Web-Konmmunismus aufs Korn genommen. Er “übt harte Kritik an der eigenen Zunft. Im Gespräch mit manager magazin wirft er den Verlagen vor, einerseits am Journalismus zu sparen und andererseits wertvolle Inhalte im Internet zu verschenken”. Wörtlich: ” Es ist doch absurd, mit den Evangelisten der Open-Access-Bewegung zu glauben, dass die Demokratie im Web nur gewährleistet sei, wenn alles kostenlos ist. Das sind abstruse Fantasien von spätideologisch verirrten Web-Kommunisten. In einem Supermarkt hat man auch freien Eintritt, aber niemand behauptet, dass ein Markt nur demokratisch sei, wenn man Milch und Zigaretten kostenlos mitnehmen kann.”
Mit scharfen Angriffen auf die Frankfurter Rundschau haben hessische CDU-Politiker darauf reagiert, dass sich nun ein Untersuchungsausschuss des Landtags mit der Affäre um geschasste Steuerfahnder beschäftigt. Es gebe “förmlich eine fanatische Öffentlichkeitsarbeit” der FR zu diesem Thema, sagte CDU-Generalsekretär Peter Beuth am Donnerstag im Landtag. Es sei “ganz offensichtlich”, dass die FR, die Oppositionsparteien und die ehemaligen Steuerfahnder in einer “gemeinsamen Kampagne” zusammenwirkten, urteilte CDU-Mann Beuth. Ministerpräsident Roland Koch (CDU) fügte hinzu, die Opposition habe das Thema wider besseres Wissen aufgegriffen, “weil ein Presseorgan jeden Tag einen Artikel geschrieben hat”. Die Fahnder glaubten, “als sie die Zeitung gelesen haben”, dass sie auf Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) “rumtrampeln” könnten. “Das ist nicht in Ordnung.” (FR)
Erste Eindrücke vom iPad bei Heise-Online. Der Medien-Monitor der Technischen Universität Dortmund schaut schon mal in die Zukunft. “Zeitschriften- und Tageszeitungsverlage könnten über ein mobiles, elegant zu bedienendes Gerät ihre Abonnements verkaufen. Endlich würde die sehenden Auges in ihr Unglück gerannte Printbranche Geld mit ihren im Internet verramschten Texten verdienen. Steve Jobs könnte zum Moses der sich in der Wüste Sinai verirrten Verlage werden und sie nach Hause führen ins Land in dem Milch und Honig fließen, ins Land der Gewinne und Profite wie zu besten Printtagen. Vermutlich hätte Steve “Moses” Jobs nicht mal zehn, sondern nur ein einziges Gebot: Du sollst mir zahlen ein Drittel deines Erlöses!” weiterlesen…
28. Januar 2010
Afghanistan: Objektive Berichterstattung von Bundesregierung nicht erwünscht
Abgelegt unter: Pressefreiheit | Richard Schnabl um 13:23
Geheimniskrämerei bei der Bundeswehr in Afghanistan. Auch die Bundesregierung hat kein Interesse an objektiver Berichterstattung. Gegen den Willen der Bundesregierung druckte das SüddeutscheMagazin Feldpostbriefe deutscher Soldaten aus Afghanistan, über den Bombenangriff bei Kundus gab es unwahre Auskünfte, Journalisten werden von Presseoffizieren in ihrer Berichterstattung “gelenkt”, berichtet der ARD-Reporter Christoph Maria Fröhder: “Embedded journalism ist eine kaum verbrämte Version der Zensur.” Doch das Märchen von den “netten Aufbauhelfern” hat sich erledigt. (NDR-Zapp)
Pleitepärchen auf Weltreise - oder ist den Medien die wirtschaftliche Entwicklung egal
Liest man dieser Tage Zeitung, dann findet man in der Presse mehr Zustimmung zu Steuersenkungen der Bundesregierung als Kritik, obwohl der Sachverständigenrat (Wirtschaftsweisen) in seinem Jahresgutachten feststellte. “Für zusätzliche Ausgaben oder Steuersenkungen bestehen keine Spielräume. Dazu ist die Aufwärtsentwicklung insgesamt zu schwach und zu fragil.” Und feststellte: “Eine Wirtschaftspolitik, die … zu geringe Spielräume für Investitionen in Bildung und Innovation schafft, läuft Gefahr, die Zukunft aufs Spiel zu setzen”. Das Mitglied des Sachverständigenrates Prof. Bofinger vergleicht: “Merkel und Westerwelle handeln wie ein Paar, das kein Geld hat, um das defekte Dach des Eigenheims zu reparieren, stattdessen aber erstmal eine Weltreise unternimmt. Das nenne ich unverantwortlich!” Und wie verhalten sich die Medien? Dazu Bofinger: “Leider ist es von vielen Medien – aus welchen Gründen auch immer – kaum wahrgenommen worden, obwohl es ein außerordentlicher Vorgang war: Der Sachverständigenrat hat bereits vor Abgabe seines Jahresgutachtens und damit vor Fertigstellung des Koalitionsvertrags öffentlich gewarnt, wie gefährlich Steuersenkungen sind….Ich weiß nicht, wie man das Wachstum dadurch beschleunigt, dass man weniger Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen verlangt. Mehr Wachstum erzeugt man durch mehr Investitionen in Sachanlagen und in Bildung. Erstaunlicherweise hat die angeblich so wirtschaftskompetente neue Bundesregierung keinerlei Anreize für Investitionen im Koalitionsvertrag vereinbart.” (Vorwärts.de)
Die Auflagen der Tageszeitungen sinken. Im 4.Quartal 2009 ging die verkaufte Auflage der Blätter laut IVW (Informationsgesellschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern) gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent zurück. Wie sollen nun die Zeitungen darauf reagieren? Der Dortmunder Zeitungsforscher Horst Röper empfielt:
“Weg von der Chronistenpflicht, der Abbildung des Weltgeschehens von gestern, mehr Eigenes, Hintergründiges, exklusive Stücke vorne im Blatt, wie es mittlerweile der Tagesspiegel oder die Stuttgarter Zeitung verstärkt machen. „Wir verzichten nicht auf die Chronistenpflicht“, sagt Michael Maurer, stellvertretender Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung. „Aber wir versuchen vor allem seit unserem Relaunch im Juni deutlichere eigene Akzente zu setzen.“ Das heißt: Jeden Tag ein großes, eigenes Thema mit einem Bild auf der Seite eins anreißen. „Unser Konzept ist es“, sagt Maurer, „Eigenleistungen und Schwerpunkte nicht nur öfter im Blatt zu haben, sondern sie auch deutlicher herauszustreichen.“ Generell müsse es als Tageszeitung gelingen, dem Leser jeden Tag deutlich zu machen, weshalb es sich lohnt, die Zeitung zu kaufen oder zu abonnieren.(Tagesspiegel)
So sieht das iPad aus! Keine Maus, keine Kabel, kein Klappdisplay, eine virtuelle Tastatur auf dem Bildschirm, berührungsempfindlich mit einer Diagonalen von 24,6 Zentimetern ( 9,7 Zoll). Das Gerät ist 1,3 Zentimeter dick und wiegt ca. 700 Gramm. Das Gehäuse ist wie das MacBook aus gebürstetem Aluminium, die Front komplett aus Glas.
For those hungry to know more, Calacanis claimed to offer a peek into the Apple tablet’s features:
* The tablet runs an “iPhone flavor operating system” and can handle multiple apps at the same time.
* The display is OLED but the device also offers an e-reading mode with longer battery life.
* It has two cameras–one in front, one at the back of the device so it works well for video conferencing.
* There’s a built-in HDTV tuner and PVR. (Personal Video Record)
* There are thumbpads on each side for mouse gestures and fingerprint security for up to five profiles.
* The tablet will cost $600, $700 or $800, depending on size and memory
* There’s also a wireless keyboard and monitor connection for TV available, he says.
* The tablet connects to other tablets over Wi-Fi for gaming and will include games such as Farmville, the Facebook game that has become a rage among users.
* Overall the tablet offers a battery life of two to three hours while playing games. But there’s a solar pad for recharging.
Sound too good to be true? We will know soon enough. Read Gadget Lab coverage of Apple’s tablet event live.
“Apples iPad: Das Zeitalter des PC ist zu Ende”, schreibt Nicholas Carr auf FazNet: “Die Ära des Personalcomputers ist heute morgen um zehn Uhr pazifischer Zeit zu Ende gegangen, als Steve Jobs in San Francisco die Bühne erklomm, um das iPad vorzustellen, Apples Version eines Tablet-Computers. Was den Moment zu einem epochalen machte war nicht so sehr der Apparat an sich - ein überdimensionierter iPod Touch, ausgerüstet mit einer E-Reader-Applikation und ein paar anderen neuen Besonderheiten -, sondern der Wirbelsturm, der seine Ankunft begleitete.” (FAZ)
Hier das offizielle iPad Promo-Video
Oettinger in Öyupp: We are all sitting in one boat
“Unter machttaktischen, parteipolitischen Gesichtspunkten erscheint der Überraschungscoup (…) im Nachhinein ziemlich naheliegend. Jedoch steht zu befürchten, dass die deutsche Position im EU-Machtgefüge durch diese Entscheidung nicht gerade gestärkt wird,” schreibt Die Rheinpfalz zur Personalie Oettinger.
Am 11. Januar 2010 veröffentlichten wir in diesem Blog unter der Überschrift “App in die Zukunft - Rettet der iSlate den Verlegerjournalismus” eine längere Betrachtung über die Zukunft des Journalismus im Zeitalter des Internets und der Veränderung der Nutzung des Internets im mobilen Zeitalter. Zweifellos liegt die Zukunft in der Nutzung von elektronischen Lesegeräten, vom Smartphone bis zum Netbook und anderer Tablegeräte. Die Verleger scheinen aber noch nicht soweit. Auf einem Medienkongress in Frankfurt vor wenigen Tagen behauptete ein Referent doch glatt: “Die Zukunft von Print liegt in Print.” Und niemand widersprach. Dabei ist das die Zukunftsfrage der Branche. Wie können Verlage ihr Geschäftsmodell ins digitale Zeitalter übertragen? Am Mittwoch stellt Apple sein neues Lesegerät vor, unzählige Konkurrenzgeräte werden folgen und die Verlagsbranche hält einen Kongress ab, auf dem ”Begriffe wie E-Reader, Tablet-Computer oder Touchscreen” nicht ein einziges Mal fallen. “Niemand skizziert stolz die Bemühungen seines Hauses, neue elektronische Magazinformate zu entwickeln. Begeisterung für die Möglichkeiten der digitalen Realität ist nicht zu spüren”, schreibt Lutz Knappmann auf FTD
Bild-Chef Diekmann unterliegt vor Gericht: “Satire kann zwar Kunst sein, nicht jede Satire ist jedoch zugleich Kunst.”
Der Chefredakteur der BILD Kai Diekmann und der Leitende Redakteur der Berliner Zeitung Christian Bommarius stritten vor dem Berliner Landgericht über einen Beitrag in Diekmanns Blog vom 19.11.2009. “Diekmann hatte seinen Satire-Versuch mit der Begründung verteidigt, Bommarius habe mit der Rezension und in etlichen anderen Beiträgen ihn persönlich und die Bild-Zeitung mit äußerster Schärfe und “fast manisch wirkend” kritisiert. Das Landgericht Berlin wies diesen Einwand zurück. weiterlesen…
25. Januar 2010
ORF 2 Weltjournal: Der heimliche Krieg der Taliban gegen die Frauen
Abgelegt unter: Fernsehtipp | Richard Schnabl um 18:34
„Afghanistan – Frauen auf der Todesliste“: Antonia Rados dokumentiert in ihrer neuen Reportage für das „Weltjournal“, das Eugen Freund am Mittwoch, dem 27. Jan. 2010, um 22.30 Uhr auf ORF 2 präsentiert, den heimlichen Krieg der Taliban gegen die Frauen (unverschlüsselt über Astra auf ORF2E):
Die Taliban sind zurück – wer das am stärksten zu spüren bekommt, sind Afghanistans Frauen. Lehrerinnen und Polizistinnen werden am Handy bedroht, eingeschüchtert, von gedungenen Mördern von Motorrädern aus umgebracht.
Reporter ohne Grenzen (ROG) ruft die Sicherheitsbehörden in Sri Lanka dazu auf, mehr Personal für die Suche nach dem am Abend des 24. Januar verschwundenen Journalisten Prageeth Eknaligoda einzusetzen. Ein hochrangiger Polizeibeamter sagte gegenüber ROG, dem Fall des in der Hauptstadt Colombo vermissten Reporters könne aufgrund der anstehenden Präsidentschaftswahl keine Priorität eingeräumt werden.(weiterlesen)
Stimmungshetze mit falschen Fakten: Paritätischer Wohlfahrtsverband erhebt schwere Vorwürfe gegen BILD-Zeitung
Der Paritätische - Pressemeldung: Schwere Vorwürfe erhebt der Paritätische Wohlfahrtsverband gegen die BILD-Zeitung. Die Berechnungen, die die Zeitung unter der Überschrift „Macht Hartz IV faul?“ veröffentlicht habe, seien allesamt falsch und in der deutlichen Absicht manipuliert, Stimmung gegen Hartz-IV-Bezieher zu machen. Der Verband hat den Deutschen Presserat angerufen. weiterlesen…
Hitparadenersteller vergibt “Deutschen Medienpreis” - Chefredakteure und Promis machen dankbar mit
“Hätte es eines Belegs für die Unterwürfigkeit der Medien unter die Obrigkeit bedurft, so wird er mit der Verleihung mit der Auszeichnung Angela Merkels mit dem Deutschen Medienpreis einmal mehr geliefert. Unter dem Vorsitz des ehemaligen Spiegel-Chefredakteurs Stefan Aust wählten weitere nicht genannte „führende“ Chefredakteure die Preisträgerin aus. Sich sonst gerne als vierte Gewalt und als Kontrollinstanz gegenüber der Politik aufspielende Chefredakteure machen ihren Kotau vor der Herrschaft und das noch unter dem Namen „Media Control“. … weiterlesen…
23. Januar 2010
Deutschland: Flucht aus dem Tarifsystem - Das Ende der Regionalzeitungen
“In letzter Zeit sind immer mehr Verlage dazu übergegangen, die Tarifbindung zu umgehen. Zu den genutzten Fluchtwegen gehören das Outsourcen von Redakteuren in eigenständige, nicht tarifgebundene Gesellschaften, der Einsatz von Leiharbeitnehmern in den Redaktionen sowie die so genannte OT-Mitgliedschaft im Verlegerverband. OT steht für “ohne Tarifbindung”. Ebenfalls genutzt wird die Möglichkeit, Volontäre nicht mehr im Verlag, sondern an Journalistenschulen anzustellen und so die Tarifverträge für Volontäre, insbesondere hinsichtlich des Gehalts, zu umgehen. weiterlesen…
22. Januar 2010
USA: Qualität im Sinkflug - Zur Zukunft des Journalismus
“Journalismus ist nicht länger ein Handwerk, das ein ausreichendes Einkommen garantiert. In großem Ausmaß werden Stellen gestrichen, werden die Honorare für freie Journalisten gekürzt. Weniger Personal bedeutet aber meist auch: weniger Qualität. Denn Journalismus ist arbeitsintensiv. … Die Gesamtauflage der US-Zeitungen sank 2009 um mehr als ein Zehntel. Der Verlegerverband NAA rechnet für die nächsten zwei Jahre mit Werbeeinbrüchen in zweistelliger Milliardenhöhe. 10.000 Redakteure wurden seit 2008 entlassen. weiterlesen…
Sinneswandel bei Bild: Sind die “Hartzer” doch nicht faul?
Nachdem jahrelang die Bild-Zeitung an der Spitze der Bewegung stand, wenn es um “Leistungsmissbrauch” und “Arbeitsverweigerung” von Empfängern sozialer Leistungen ging, hat man jetzt selbst bei Springer wohl gemerkt, dass die deutsche Industrie, wenn sie Arbeitsplätze ins Ausland verlagert, die Arbeitskräfte ja hierbleiben. Statt “Tütenpacken im Supermarkt” und andere Arbeiten für die “Faulen” zu fordern, kann der erstaunte Leser nun sogar in der Bild lesen, dass es illusorisch ist, die Arbeitslosen doch zur Aufnahme nicht vorhandener Arbeit zwingen zu wollen: “Wenn wir Arbeitsbereitschaft einfordern, dann müssen wir auch entsprechende Arbeitsplätze anbieten. Wenn wir das nicht können, müssen wir DARAN arbeiten. Wir können doch Hungernde nicht zum Essen zwingen, wenn nichts auf dem Tisch steht!?” (BILD) Inzwischen treibt das Hartz4 Desaster munter weiter. Weil bei der Bundesanstalt für Arbeit die Kindergelderhöhung zum Januar bei den Hartz4 Überweisungen nicht berücksichtigt wurde müssen jetzt über eine Millionen Bezieher von Hartz4 mit Kindern aufgefordet werden 20 Euro zu viel erhaltenes Geld zurückzuzahlen. Es handelt sich um die “größte Geld-Zurück-Aktion in der Geschichte der BA” Wahrscheinlich kostet die Aktion auch noch mehr als sie einbringt. Aber das ist bei Hartz4 ja nicht ungewöhnlich.
21. Januar 2010
Bischöfin Käßmann im stern: “Wir brauchen Menschen, die gegen Gewalt und Krieg aufbegehren.”
Trotz heftiger Attacken von Berliner Politikern und Kommentatoren würde die EKD-Vorsitzende Margot Käßmann ihre Neujahrspredigt (”Nichts ist gut in Afghanistan”) jederzeit wieder so halten: “Ich würde sie noch einmal so halten, weil ich sie in aller Freiheit gehalten habe” sagte sie in einer Talksendung der ARD. Im heutigen Stern sagt sie: “Wir brauchen Menschen, die gegen Gewalt und Krieg aufbegehren.” Es sei “ganz klar die Aufgabe der Kirche zum Frieden aufzurufen. Als Christen können wir nicht vom gerechten Krieg reden”. Die heftigen Reaktionen der Politik und eines Teils der Medien erklärt sich die Bischöfin, dass die Verantwortlichen “keine klare Strategie für den Frieden in Afghanistan” haben und genau wüssten, “dass die große Mehrheit der Bevölkerung den Einsatz dort ablehnt”.
Lobbycontrol: Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels gerät zum Skandal
Abgelegt unter: Politik, Steuern | Richard Schnabl um 14:54
Bereits im Dezember 2009 hatte der Europarat von Deutschland eine Verschärfung der Transparenz-Vorschriften bei Parteispenden gefordert, jetzt wird der Deutsche Bundestag durch das Gebahren der FDP und ihrer Gönner erneut auf die Thematik gestoßen….
Eine Recherche des Nachrichtenmagazins der Spiegel vom 17. Januar 2010 löste einen Skandal aus, der die FDP in ziemliche Erklärungsnot bringt. LobbyControl teilt die Empörung von Bürgern und Medien über die zeitliche Nähe von tranchierten Parteispenden an die FDP und einem konkreten Gesetzesvorhaben, welches dem Spender ganz konkret finanziell nützt.
Dieser Vorgang hat nicht bloß ein Geschmäckle, er stinkt. (Lobbycontrol)
Auch der Mittelstand, doch angeblich der FDP am Herzen, sieht in der Mehrwertsteuersenkung Nachteile.
Wenn die Politik wie vermutet käuflich ist, lässt sie sich vielleicht auch den Ausstieg vom Atomausstieg “vergüten”.
Hier eine Satire : “FDP und CSU bekommen Parteispenden - Hoteliers Steuersenkungen. Nach den jetzt bekannt gewordenen Millionenspenden scheint die deutsche Regierungspolitik käuflich zu sein. Machen Sie mit bei unserer Satire-Aktion: Bieten Sie für den Atomausstieg!” (Compact.de)
An die werte Kundschaft wird das Steuergeschenk natürlich nicht weitergegeben. Freiberufler und selbständige Handelsvertreter sind also sie Dummen, denn sie können jetzt weniger Vorsteuer geltend machen. (wir berichteten) Siehe auch: Wer die Politik bezahlt, kann auch bestellen was er will in der SZ.