25. Januar 2010
Stimmungshetze mit falschen Fakten: Paritätischer Wohlfahrtsverband erhebt schwere Vorwürfe gegen BILD-Zeitung
Der Paritätische - Pressemeldung: Schwere Vorwürfe erhebt der Paritätische Wohlfahrtsverband gegen die BILD-Zeitung. Die Berechnungen, die die Zeitung unter der Überschrift „Macht Hartz IV faul?“ veröffentlicht habe, seien allesamt falsch und in der deutlichen Absicht manipuliert, Stimmung gegen Hartz-IV-Bezieher zu machen. Der Verband hat den Deutschen Presserat angerufen.
Der Paritätische Wohlfahrtsverband wirft der Zeitung vor, bei den Vergleichsrechnungen zwischen dem verfügbaren Einkommen von Familien im Hartz-IV-Bezug und Haushalten von Geringverdienern wichtige Einkommensquellen systematisch unterschlagen zu haben. Das Wohngeld und der Kinderzuschlag seien in allen Fällen ignoriert worden, obwohl sie den Arbeitnehmerfamilien zustünden. „Je nach der von BILD aufgeführten Beispielfamilie summieren sich die unterschlagenen Leistungen auf über 700 Euro. Bei den Hartz-IV-Haushalten wird dagegen auf einen Zuschlag für Diabetiker verwiesen, der seit über einem Jahr abgeschafft ist. Hätte BILD richtig gerechnet, hätte sie jedoch keine Schlagzeile gehabt. In Wirklichkeit ist der Lohnabstand bei allen dargestellten Haushalten gewahrt“, stellt Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider klar. „Was hier passiert, ist verantwortungslose Stimmungsmache mit falschen Fakten. Dies ist schon mehr als schlampiger Journalismus.“
Der Verband hat den Deutschen Presserat aufgefordert, sich der Angelegenheit anzunehmen. „In der aktuell aufgeheizten Debatte wird mit solchen Falschinformationen Politik gemacht. BILD muss deshalb eine Richtigstellung vornehmen“, so Schneider. (DPW)
In der vergangenen Woche hat ja der hessische Ministerpräsident Koch schon mal die Richtung vorgegeben. “Undifferenziert, beleidigend, verhetzend”, schreibt Michael Speng auf Sprengsatz.





