5. März 2010
Freelens Mitgliederbefragung zur Situation der Bildjournalisten
Auf die schwierige Situation der freiberuflich tätigen Bildjournalisten weist eine Mitgliederbefragung des Verbandes der Fotojournalistinnen und Fotojournalisten FREELENS e.V. hin: “Selbstständige Fotojournalisten sind in der Regel abhängig von der Auftragslage und konkreten Auftraggebern. Diese Abhängigkeit schlägt sich oftmals nieder in hohen Anforderungen, wie ausgeprägter Mobilität und Flexibilität. Verstärkt wurden die Aspekte der vielgestaltigen Unsicherheiten der Freiberufl ichkeit im Fotojournalismus besonders durch die Digitalisierung und in deren Zuge die zunehmende Globalisierung des Bildermarktes. Diese weltweite Ausdehnung des Bildermarktes ermöglicht einen extrem schnellen Austausch von Fotodaten weltweit und eröffnet somit einen globalen Wettbewerb.
Weiterhin gibt es Tendenzen der Entwertung von Fotografi en durch die fortschreitende Technisierung und Digitalisierung, die in gewissen Grenzen Amateure zu Konkurrenten von professionellen Fotografen werden lassen kann.
Zur Schnelllebigkeit, körperlichen Belastungen im Beruf und der verschärften Konkurrenz kommt eine tendenziell abnehmende Auftragslage oftmals bereits in mittleren Altersgruppen, was in Anbetracht einer finanziell selbst getragenen Krankheits- und Alterssicherung, die oftmals nicht sehr umfangreich ausfällt, problematisch ist. Auch die relative Ohnmacht gegenüber der Verletzung von Eigentumsrechten ist häufi g beobachtbar und deutet auf fi nanzielle Einbußen hin. “( Freelens)





