27. Juli 2010
Von der Leyens Babyboom: War wohl nix
Am 17.Februar 2009 berichteten wir über die abenteuerlichen Rechenkünste der Frau von der Leyen (damals Bundesfamilienministerin), die mit Hilfe selbst gewählter Bemessungszeiträume einen Babyboom in Deutschland herbeifantasierte, selbiges in der Bundespressekonferenz vortrug und allen Ernstes bei einem Teil der Medien damit auch noch durchkam. Der angebliche Boom sollte die Politik des Elterngeldes als Erfolg herausstellen und war wohl als Wahlkampf gedacht. “Wenn die Wirtschaft wankt, hat die Familie Konjunktur“, zitierte der Focus von der Leyen. Nun, die Wirtschaft wankte gewaltig, die Familie hat vielleicht Konjunktur, aber die Geburtenrate sinkt dramatisch. ”Deutschland bleibt innerhalb der EU mit Abstand das Land mit den wenigsten Geburten. Am Dienstag gab das europäische Statistikamt die Rate für das Jahr 2009 bekannt…Beim Kinderkriegen fällt Deutschland im europäischen Vergleich immer weiter zurück. 2009 ist die Geburtenrate sogar doppelt so stark gesunken wie im Schnitt der EU, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg meldete. Auf 1000 Einwohner kamen bundesweit im vergangenen Jahr 7,9 Geburten - im Vorjahr waren es noch 8,3. EU-weit sank die durchschnittliche Zahl der Neugeborenen dagegen deutlich geringer von 10,9 auf 10,7. Seit Jahren ist die Bundesrepublik Schlusslicht der 27 Euro-Mitgliedsstaaten”, meldet das Handelsblatt. Bereits am 17.Mai 2010 verlautete: “Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist nach vorläufigen Ergebnissen die Zahl der lebend geborenen Kinder in Deutschland im Jahr 2009 mit 651 000 Kindern gegenüber der vergleichbaren Zahl des Vorjahres zurückgegangen (- 3,6%).”




