Abgelegt unter: Ausland, Medien | Richard Schnabl um 12:46
Bei einer Prozession zum schiitischen Aschura-Fest in Pakistan kam es zu einem Bombenanschlag. In der Metropole Karatschi sprengte sich ein Selbstmordattentäter inmitten der Gläubigen in die Luft und riss mindestens 30 Menschen in den Tod, 60 Menschen wurden verletzt. Da die Prozession live im Fernsehen übertragen wurde, wurden viele Zuschauer Zeuge des Geschehens. Mittlerweile steht Karatschi in Flammen. Die Behörden vermuten, dass der Selbstmordattentäter während der Live-Übertragung ein Startsignal für Brandanschläge im ganzen Land gab, das Explosivmaterial sei gezielt für die Anschläge bereitgehalten worden.
25. Oktober 2009
Saudi-Arabien: Journalistin zu Peitschenhieben verurteilt - UPDATE
Weil ein Gast in ihrer Fernsehshow offen über Sex gesprochen hatte und Sexspielzeuge präsentierte, ist die 22-Jährige saudi-arabische Journalistin Rosanna al-Yami zu 60 Peitschenhieben verurteilt worden. Der Journalistin wurde vorgeworfen, die Sendung vorbereitet und im Internet beworben zu haben.
Die Talk-Show wurde auf dem libanesischen Satellitenkanal LBC ausgestrahlt, der von dem saudi-arabischen Milliardär Prinz El Walid ben Talal kontrolliert wird, zu dessen Medienimperium auch die Fernsehsender der Rotana-Gruppe gehören. Dass der Studiogast offenherzig über sein aktives Sexualleben sprach, hat in Saudi-Arabien einen Skandal ausgelöst.
“Alle Journalisten werden durch mich bestraft”, sagte die Journalistin der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann, der in der Sendung zu Wort kam, war bereits zuvor zu fünf Jahren Gefängnis und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden.
UPDATE 27.10. Keine Peitschenhiebe - Wie gemeldet wird, hat der saudiarabische König Abdullah die Journalistin begnadigt.(NZZ)
22. Oktober 2009
Deutschlandfunk: Von der Sowjetunion lernen, heißt verlieren lernen…
Dass der afghanische Präsident Hamid Karsai die Wahl nun trotz Wahlbetrug nicht im ersten Wahlgang gewonnen hat ist Thema in allen Medien. Über die lange Geschichte der Kriege in Afghanistan liest man leider zu wenig. In seiner Reihe “Hintergrund Politik” vom 21.10.2009 beleuchtete der Deutschlandfunk die vergeblichen Versuche fremder Mächte, über Afghanistan zu herrschen . Vor 20 Jahren scheiterte die Sowjetunion in Afghanistan, heute kämpft der Westen gegen die Kräfte, die er damals unterstützte. “ Damals haben “die USA zum Entstehen der Taliban beigetragen.weiterlesen…
19. Oktober 2009
Fox-News: Faktenfreie Meinungsmache auf Stammtischniveau
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Richard Schnabl um 12:38
US-Präsident Obama hat bei FOX keinen guten Stand. Jetzt ist der Medienkrieg offen ausgebrochen. Obamas Kommunikationschefin Anita Dunn sagte, dass man den Sender “wie einen Gegner behandeln” werde. Der Nachrichtenkanal FOX unterstützte die Politik von Obamas Vorgänger Bush und fuhr bereits 2007 eine offene Diffamierungskampagne (Obama-Osama) gegen den schwarzen Senator. weiterlesen…
11. Oktober 2009
Jürgen Todenhöfer: Die USA haben den Irak nicht befreit, sie haben ihn vergewaltigt
Abgelegt unter: Ausland, Politik | Richard Schnabl um 10:08
“Betonmauern, Schießtürme, Leben im Mangel: Die USA haben den Irak nicht befreit, sondern vergewaltigt und zerbrochen”, schreibt Jürgen Todenhöfer in einem Reisebericht aus dem Irak in der Berliner Zeitung. Jürgen Todenhöfer , geboren 1940, CDU-Poltiker gilt als Nahost-Experte. Die Lage im Irak schildert er so: “Westliche Politiker, die trotzdem von einer “deutlich verbesserten Sicherheitslage” schwärmen, und die die Irakstrategie der USA am liebsten auf Afghanistan übertragen würden, waren noch nie wirklich in Bagdad. Ihr Ziel sind stets nur einige verschanzte Sicherheitstrakte im Inneren der Stadt - in der “Grünen Zone” oder im Stadtteil Mansour, wo sich die Deutsche Botschaft eingegraben hat. Unsere Diplomaten dürfen das zubetonierte Botschaftsgelände nicht eine Minute verlassen. Sie leben im “geschlossenen Vollzug”. Nur der deutsche Botschafter darf mit seiner GSG-9-Truppe manchmal in benachbarte Festungsanlagen. Wie sich Politiker in dieser verbarrikadierten Scheinwelt ein Urteil über die Lage im Irak bilden, bleibt ihr Geheimnis.”
Foto: United States Marine Corps Lizenz: CC
London: 150 Pressefotografen protestierten heute in London vor dem Hauptquartier von Scotland-Yard gegen ein neues Gesetz (Section 76 of the Counter Terrorism Act), welches es verbietet, Polizisten zu fotografieren, “die im Kampf gegen den Terrorismus tätig sind”. Die Pressefotografen befürchten, dass so künftig jedes Foto verboten werden kann, auf denen Polizisten oder Soldaten zu sehen sind. Fotografen, die gegen das Gesetz verstoßen drohen bis zu 10 Jahren Haft oder eine Geldstrafe. “Das Gesetz erschwert es Fotografen, jede Art von öffentlicher Demonstration oder Unruhen zu fotografieren” sagte Marc Vallee., ein Fotojournalist. (siehe auch: TheGuardian sowie NUJ)
10. Februar 2009
Tom Fenton - The Worst Problems
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Richard Schnabl um 10:05
Foto: BERND LAMMEL | Tom Fenton, London 2008
Die Menschen in der westlichen Welt bangen um ihren Wohlstand, aber das sind nicht die größten Probleme der Menschheit. Lesen Sie dazu Tom Fentons Kolumne auf TheWorld.org . Aus dem Am.Englisch von Richard Schnabl.
Die schlimmsten Probleme
Über den Zusammenbruch der Banken, dass Firmen ihre Mitarbeiter entlassen und die Wirtschaft rund um den Erdball in eine Rezession versinkt, wirdleicht vergessen, dass Pensionen, Ersparnisse, Jobs und Hypotheken nicht die größten Probleme auf der Welt sind. Während sich die Bevölkerung in entwickelten und Schwellenländern über den Verlust ihres relativ bequemen Lebensstandards sorgt, haben Millionen anderer Menschen Sorge um ihr Leben, und etwas noch Wertvolleres - das Überleben ihrer Kinder. Um dies ins rechte Licht zu rücken, denken Sie über diese Zahlen nach:
Abgelegt unter: Ausland, Politik | Richard Schnabl um 23:11
Wie die größte finnische Tageszeitung “Helsingin Sanomat” in ihrer Sonntagsausgabe meldet, wünscht die Firma Nokia, den gesamten E-Mail-Verkehr ihrer Mitarbeiter zu überwachen - und da dies ungesetzlich ist, habe Nokia von der Regierung verlangt, die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen zu schaffen. Sollte dies nicht geschehen, droht Nokia, den Produktionsstandort Finnland zu verlassen. Damit gingen 16000 Arbeitsplätze und 1,3 Milliarden Euro Steuereinnahmen verloren. Bereits 2005 hätte Nokia begonnen, durch massive Lobbyarbeit Druck auf die Regierung auszuüben, mit der Begründung, Konstruktionsgeheimnisse seien per Mail an Konkurrenten gesendet worden. Seitdem bemüht sich Nokia bei der Regierung um ein entsprechendes Überwachungsgesetz. Der finnische Ministerpräsident Matti Vanhanen bestreitet aber, dass Nokia Druck ausgeübt habe, meldet das Hufvudstatsbladet, eine in Helsinki in schwedischer Sprache erscheinende Tageszeitung. Vanhanen verteidigte die umstrittene Gesetzesvorlage. Finnland kann es sich nicht leisten, dass durch internationale Wirtschaftsspionage Finnlands Wohlstand in Gefahr gerate, denn dieser hängt immer mehr von Wissen und Innovation ab, sagte Vanhanen. Datenschützer und Bürgerrechtler stellen die Frage, ob die Demokratie eines westlichen Landes, eines EU-Mitgliedes und Mitglied des Euroraums käuflich ist, bezeichnen das Gesetz als ”Lex Nokia”. Das Gesetz soll nicht nur Arbeitgebern, sondern auch Schulen und Vermietern zum Recht verhelfen, den internen E-Mail-Verkehr in ihren Netzwerken zu überwachen.
17. Januar 2009
Bush geht, Obama kommt: Bleibt alles anders?
Abgelegt unter: Ausland | Richard Schnabl um 11:27
“Alles wird besser - aber nichts wird gut”, sang mal eine bekannte Pop-Gruppe. Nun steht im Weissen Haus der Wechsel an. Viele hoffen fast schon auf einen neuen Messias. Aber Obamas Team steht mehr für Kontinuität, meint der berühmte amerikanische Sprachwissenschaftler Noam Chomsky(80) in einem Interview mit dem Rheinischen Merkur.
Randbemerkung: lt. Wörterbuch Englisch-Deutsch heißt administration(Amer.) [pol.] - die Regierung. Es sollte also besser “Obama-Regierung” heißen und nicht “Obama-Administration”
4. August 2008
Reporter ohne Grenzen rufen zur Demo am 8. August auf
Berlin / Paris, 29. Juli 2008. Reporter ohne Grenzen fordert die umgehende Freilassung des Palästinensers Sawah Abu Saif, der als Kameramann für die ARD arbeitet. Im Rahmen einer Großrazzia nach einem Bombenattentat nahmen am 25. Juli vier maskierte Männer der Hamas Sawah Abu Saif in seiner Wohnung fest. Saif steht laut Hamas im Verdacht, Fatah-Aktivist zu sein. Die ARD dementiert diesen Vorwurf.
Am 12. August wird im WDR noch einmal der Beitrag über Pei gezeigt. “Die Exilchinesin” läuft um 9 Uhr 30
Hier ein wenig Hintergrund:
Die Exilchinesen
von XU Pei
Unter dem Begriff “Chinesen” sind fast hundert ethnische Gruppen in der Republik China auf der Insel Taiwan und in der Volksrepublik China auf dem Festland zu verstehen, auch wenn manche selbst nicht dazu zählen möchten. Aber die tibetischen Kommunisten wie Ngapoi Ngawang Jigme zählen zu den kommunistischen Führern der VR China und die mongolische Kommnunistin Fu Ying vertritt in London die VR China als Botschafterin, um nur zwei Beispiele zu nennen.
50 Jahre Bossa Nova, Hitler und Brasiliens Militärdiktatur
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Klaus Hart um 17:45
Brasilien feiert mit der ganzen Welt 50 Jahre Bossa Nova - aber wieso wird die bizarre Geschichte dieses Genres immer so apolitisch abgehandelt? Weil da manches die Kundschaft desillusionieren könnte? Beispiel Vinicius de Morais(1913-1980), Diplomat, Poet, Texter des ersten großen Bossa-Nova-Hits “Chega de Saudade” sowie “Garota de Ipanema”(The Girl from Ipanema), Alkoholiker, notorischer Frauenaufreißer. Als Intellektueller zählt er zur 1932 gegründeten ultrarechten Partei der “Integralistas”, die ein totalitäres Brasilien anstrebt, Verbindungen zur NSDAP hält.
Was hat eigentlich der US-Präsidentschaftskandidat am Brandenburger Tor verloren? Oder an der Siegessäule? Neueste Gerüchte besagen, er wolle über den Wannsee laufen. Noch ist nicht ganz klar, ob er auch gleich Präsident von Deutschland werden soll.
Wer genau wie wir ein wenig staunt über den Kult um Barack Obama, sollte unbedingt lesen, was Charles Krauthammer in der Washington Post zum Auftritt des Kandidaten in Berlin meint. Und nicht nur zu diesem strategischen Akt eines Wahlkampfs, der sich als Selbstinszenierungsorgie entpuppt. Politische Leistungen kann Obama nicht vorweisen, dafür aber zahlreiche glühende Verehrer. Krauthammer stellt den glühendsten vor: Barack Obama.
“Americans are beginning to notice Obama’s elevated opinion of himself. There’s nothing new about narcissism in politics. Every senator looks in the mirror and sees a president. Nonetheless, has there ever been a presidential nominee with a wider gap between his estimation of himself and the sum total of his lifetime achievements?
Obama is a three-year senator without a single important legislative achievement to his name, a former Illinois state senator who voted “present” nearly 130 times. As president of the Harvard Law Review, as law professor and as legislator, has he ever produced a single notable piece of scholarship? Written a single memorable article? His most memorable work is a biography of his favorite subject: himself.”
Der Aufruf hat genützt! Binnen weniger Tage kam das Geld zusammen, mit dem die Behandlung unseres Kollegen Grigorij Pasko bezahlt werden kann! Hier die Info von Reporter ohne Grenzen:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
Reporter ohne Grenzen bedankt sich ganz herzlich für die großartige Unterstützung!
Dank vielfältiger Hilfe konnten wir die gesamten Kosten für die notwendige medizinische Behandlung des russischen Journalisten, Schriftstellers und Umweltschützers Grigorij Pasko übernehmen.
Rund 20.000 € sind zusammen gekommen. Davon sind 12.000 € für die Behandlung, Anreise und den Aufenthalt in Regensburg bezahlt worden. Die Restsumme steht für Grigorijs weitere medizinische Behandlung und Genesung in Moskau zur Verfügung.
Abgelegt unter: Ausland, Medien | Sabine Pamperrien um 08:40
Die taz meldet, dass die Mecom-Manager nach den massiven Protesten der holländischen Kollegen kurz vor Beginn des angedrohten Streiks die geplanten Stellenkürzungen vorerst aus dem “Gewinnmaximierungsplan” gestrichen haben.
“Bis zum 1. September soll gemeinsam überlegt werden, wie in irgendeiner Weise der Gewinn erhöht werden.”
Aktuelle Beispiele für die rote Infiltration der Kommunistischen Partei Chinas in Deutschland
Xu Pei
Für Exilchinesen wie mich bedeuten die roten Demonstrationen von Chinesen im Ausland wegen des olympischen Fackellaufs eine Gefahr, gegen die man sich wehren muß, denn sie sind alle von der kommunistischen Botschaft im Ausland organisiert worden.
Die Pressemitteilung des Falun Dafa Informationszentrums vom 13. Juni 2008 “Auslandschinesen werden von den chinesischen kommunistischen Vertretungen zu Gewalt angestiftet” liefert einen weiteren Grund zur Besorgnis. Darin heißt es: “Im Vorfeld der Olympischen Spiele haben Parteikader chinesische Touristen und Studenten, die sich im Ausland aufhalten zu Hass und Gewalttaten gegenüber Falun Gong-Praktizierenden angestiftet.” Die körperlichen und verbalen Angriffe gegenüber Falun Gong-Praktizierenden geschahen in Amerika, Japan und Polen.
Es ist erschreckend, daß das rote Terrorregime nun auch in fremden Territorien die Menschenrechte und Glaubensfreiheit verletzt, während die China-Korrespondenten verschiedener ausländischen Medien wie z. B. der Spiegel-Korrespondent Wieland Wagner von den roten Nazis beschimpft und bedroht werden.
Der russische Journalist, Schriftsteller und Umweltschützer Grigorij Pasko braucht Hilfe!
Pasko hat Umweltverbrechen der russischen Marine aufgedeckt und veröffentlicht. Die Verklappung nuklearer Abfälle der Marine im Pazifik war nur eines der Themen, für die er vier Jahre ins Gefängnis und in Arbeitslager musste.
Wie die Regierungspropaganda Chinas im Ausland arbeitet
Abgelegt unter: Ausland | Sabine Pamperrien um 21:04
Xu Pei hat mir den folgenden Text geschickt. Er beschreibt nochmals nachdrücklich, wie oppositionelle Chinesen auch im Ausland von Repressalien bedroht sind und was die Regierungs-Propaganda in westlichen Demokratien vermag.
Democratization of China is the Key for the World Peace
SHENG Xue
When we talk about the Chinese Communist regime, do we feel that it’s something very far from here? Yes, we do. When we talk about the persecution of Chinese democratic activists, do we believe that it bothers our daily life here? No, we don’t.
However, the reality is poles apart from what we feel and what we believe. Let me share my own experience - the situation of a Chinese Canadian as a democracy activist in Canada - with you. Four viewpoints received Six hundreds attacking postings.