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17. August 2010

Sicherungsverwahrung: Das Geschäft mit den unterschwelligen Ängsten
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 16:00

Seit Jahre sinkt die Kriminalitätsrate in Deutschland, die Aufklärungsquote steigt, trotzdem fühlen sich viele Menschen heute bedrohter als noch vor Jahren. Seit aufgrund einer Entscheidung des EuGH für Menschenrechte in Deutschland zu Unrecht in Sicherheitsverwahrung sitzende Strafgefangene nun schrittweise entlassen werden müssen, betreiben Boulevardmedien das Geschäft mit der Angst. weiterlesen…

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3. Juli 2010

Bundespräsidentenwahl: Kann die HNA nicht rechnen?
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 18:56

Dass man von den Medien nicht erwarten kann, ihren Lesern die Finanz- und Wirtschaftskrise zu erläutern, etwas Licht in das Dunkel diverser Börsenspekulationen zu bringen oder gar noch die Hintermänner des Casinos aufzudecken (früher nannte man das mal “intestigativer Journalismus”), nun daran muss sich der Leser heute wohl gewöhnen. Echt bedenklich ist es aber, wenn Medien, wie hier die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine (HNA) dem Leser noch nicht einmal den Terminus der “absoluten Mehrheit” erklären können, da sie ihn offenbar nicht verstanden haben. weiterlesen…

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18. Juni 2010

Fussball-WM: ZDF Live-Übertragung im Internet gestört
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 14:51

Wer am heutigen Freitag das WM-Spiel Serbien-Deutschland live über Internet verfolgen wollte, sah sich auf der ZDF-Homepage mit folgender Meldung konfrontiert. “Live-Übertragung im Internet - ZDF-Livestream gestört Angebot hält dem Ansturm nicht stand”. Auf gut deutsch: Die Server sind zusammengebrochen. weiterlesen…

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10. Juni 2010

GEZ-Flatrate künftig auch ohne Rundfunkgerät
Abgelegt unter: Kommentar | Bernd Lammel um 09:47

Bürger sind es gewohnt, von ihrer Regierung halbe Sachen angeboten zu bekommen. Die Opposition steht dabei den Regierenden in keiner Weise nach. Zur Entscheidung der Ministerpräsidenten für ein neues Modell der Rundfunkgebühren sagt Tabea Rößner, Sprecherin für Medienpolitik der Grünen: “Ein Systemwechsel bei der Rundfunkgebühr ist richtig. Eine Gebühr pro Haushalt beseitigt das Durcheinander, ob und wann ein zweiter Fernseher, ein Radio im Auto, ein PC im Arbeitszimmer oder ein mobiles Gerät angemeldet werden muss. Die jetzige Rundfunkgebühr hat ein Akzeptanzproblem, weiterlesen…

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6. Mai 2010

Westernhagen: Medien mitverantwortlich für Volksverdummung
Abgelegt unter: Kommentar, Medien | Richard Schnabl um 09:58

Der Sänger und Schauspieler Marius Müller-Westernhagen (61) hat in der ZEIT den Abschied von langweiligen Kompromissen in Radio und Fernsehen gefordert. „Unterhaltung hat nach meiner Auffassung auch einen kulturellen Auftrag“ schrieb der Musiker. „Wenn sie den negiert, dient sie nur der Volksverdummung.“ weiterlesen…

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28. April 2010

Cicero: Naumann und der “Linksruck”
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 23:52

Alexander Görlach, der von November 2007 bis Juli 2009 die Cicero-Online-Redaktion leitete und nun das Internetmagazin TheEuropean.de verantwortet, will nach dem Weggang des Chefredakteurs Wolfram Weimer zum Focus einen “Linksruck” bei Cicero bemerkt haben. Der neue Cicero-Chefredakteur Michael Naumann (68), früher Zeit-Herausgeber und Kulturstaatsminister unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) fand diese Behauptung “absolut falsch und zudem geschäftsschädigend”. Er erwirkte eine einstweilige Verfügung, die von Görlach unterschrieben wurde. Görlach ist immer noch der Meinung, dass seine Aussagen von der Meinungsfreiheit gedeckt sind, trotzdem will er das Prozessrisiko vermeiden und Energie und Geld lieber in das Internetprojekt investieren, anstatt Rechtsanwälte und Gerichtskosten zu bezahlen. Die Kolumne wurde vom Netz genommen, “da im Moment eine juristische Betrachtung dazu stattfindet”. Womit wieder einmal gezeigt wird, dass es den angeblich “rechtsfreien Raum Internet” so doch nicht gibt.

Ulrike Simon (Berliner Zeitung) besuchte die Cicero-Redaktion und sprach mit Michael Naumann, der das Magazin “journalistischer, pluralistischer, internationaler” machen will.

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23. April 2010

Bezahlfernsehen: “Ein Produkt, das keiner braucht”
Abgelegt unter: Fernsehen, Kommentar | Richard Schnabl um 19:19

“Ein Produkt, das keiner braucht”, schrieben wir bereits am 25.Februar auf dieser Seite unter der Überschrift “Alles nix, kein oder!” Nach der Kirch-Pleite, der Namensänderung und dem mehrfachen Wechsel des Managements steht der Sender praktisch vor dem Aus. Die Möchtegern-Macher haben es bloß noch nicht gemerkt oder wollen es nicht wahrhaben. Pay-TV braucht in Deutschland kein Mensch. Es gibt über 50 frei empfangbare Fernsehsender, wer eine digitale Satellitenanlage hat, kommt locker auf einige 100 frei empfangbare Sender. Im Supermarkt kosten die nicht mehr so neuen Filme auf DVD nur einige Euro und den Fußball gibts kostenlos in der Sportschau jeden Sonnabend vor dem Abendessen. Das heißt, so kostenlos ja auch nicht. 18 Euro GEZ Gebühren und vielerorts 17 Euro Kabelgebühren muss der Fernsehzuschauer ja bereits bezahlen. Warum sollte er dann noch mal mindestens 32 Euro an Sky bezahlen, wenn die exklusiven Inhalte fehlen. Der neue Vorstandschef Brian Sullivan bekommt wenigstens für ein paar Monate ein ordentliches Gehalt. Dafür muss er nur ein bischen Hoffnung verbreiten. Die Kleinanleger glauben es trotzdem nicht. Wir auch nicht. Warum sollte sich das Blatt auch nach fünfzehn erfolglosen Jahren noch einmal wenden.

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9. April 2010

i-Pad: Springer-Chef Döpfner außer Rand und Band
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 19:46

Springer-Chef Döpfner  hegt offenbar immer noch große Hoffnung, dass das iPad “den Journalismus retten” wird. Das meint er natürlich nicht wirklich. Eigentlich meint er, dass die Bezahlangebote des iPads, so sie denn von den Konsumenten nur massenhaft im App-Store geordert werden, den Gewinneinbruch der Verlagsbranche im Print, nun sagen wir, wenigstens aufhalten können. In einem Interview in der Sendung  Charlie Rose auf dem amerikanischen Bloomberg-Channel ernennt er Apple-Chef Jobs auch gleich noch zum Messias. weiterlesen…

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15. März 2010

Die tägliche Sportzeitung - Ein sinnloses Projekt
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 12:43

Heute startet Der Sport-Tag - Die tägliche Sportzeitung des Berliner Verlegers Michael Hahn (”nurTV”). Schon der Internetauftritt lässt Schlimmes befürchten.

der-sport-tag

Die Idee, in Deutschland eine tägliche Sportzeitung auf den Markt zu bringen ist schon von vielen Verlagen verfolgt worden. Warum sollte in Deutschland nicht möglich sein, was in anderen Ländern erfolgreich läuft. Italien leistet sich mit Tuttosport und La Gazzetta dello Sport gleich zwei Sportzeitungen, Frankreich hat seine L’Équipe und in Portugal ist die Sportzeitung A Bola mit täglich 160.000 Exemplaren sogar die auflagenstärkste Zeitung des Landes. In Deutschland war bisher nur eine täglich erscheinende Sportzeitung erfolgreich, das 1947 gegründete Deutsche Sportecho, das bis 1990 in der DDR erschien, dann von Springer übernommen, boulevardisiert und 1991 eingestellt wurde. weiterlesen…

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12. März 2010

Gabor Steingarts tolle Ideen
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 08:56

Schon beim Spiegel haben sich Gabor Steingarts wirtschaftliche Thesen, die er vor der Finanz- und Wirtschaftskrise zu Papier brache, hinterher als heiße Luft erwiesen. Für einen Wirtschaftsredakteuer hätte schließlich die Finanzblase und ihr Crash vorher schon klar ersichtlich sein müssen. War er aber nicht, denn der Spiegel hat eifrig mitgetrommelt, als es um die schöne neue Welt der 25% Renditen im Bankgewerbe ging. Letztlich darf nun der Steuerzahler für das fachliche Unvermögen der Bankmanager aufkommen, und die Wirtschaftspresse hat nichts gemerkt, worauf wir schon im letzten Absatz unseres Artikels vom 9.3. hinwiesen. weiterlesen…

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2. März 2010

Vorratsdatenspeicherung: Bundesverfassungsgericht erteilt Merkel und Steinmeier eine schallende Ohrfeige
Abgelegt unter: Bürgerrechte, Kommentar | Richard Schnabl um 10:30


Die von der CDU/CSU-SPD Koalition erlassenen Telekommunikations-Überwachungsgesetze sind verfassungswidrig. Die bereits gespeicherten Daten der letzten sechs Monate sind “unverzüglich zu löschen”, heisst es im heute ergangenen Urteil des Gerichtes. (wörtlich: “Die Regelung ist damit insgesamt verfassungswidrig und nichtig.”) Das Urteil ist damit auch ein großer Sieg für die Pressefreiheit, sind Telekommunikationsdaten von Informanten und Journalisten zukünftig vor Ausspähung sicher. “Der Informantenschutz hat gesiegt, die Pressefreiheit hat dazu gewonnen”, heisst es in einer Pressemitteilung des DJV. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) spricht von einem “Sieg für den Informantenschutz”.
Damit erlitten die Überwachungsbefürworter der Großen Koalition vor dem höchsten deutschen Gericht die größte zu erwartende Niederlage,  mit ihrem Ansinnen einer Totalüberwachung des Volkes. weiterlesen…

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26. Februar 2010

ARD: Heisse Themen um Mitternacht
Abgelegt unter: Fernsehen, Kommentar | Richard Schnabl um 10:03

Während die Privaten gegen Mitternacht gerne heiße Höschen und Erotik über ihre Kanäle laufen lassen, Billigware eben, hat man sich bei den Öffentlich-Rechtlichen offenbar entschlossen, gegen Mitternacht die heißen Themen anzugehen. Das sind Reportagen aus der Welt des Dopings und der Wirtschaftskriminalität, die man eigentlich gar nicht senden möchte und sie deshalb auf unattraktive Sendeplätze verschiebt. weiterlesen…

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23. Februar 2010

Kirchen: Komasaufen und Lüsternheit
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 23:10

Ende der Dienstfahrt - Mit den moralischen Ansprüchen an ihr eigenes Verhalten ist es bei den selbst ernannten Moralaposteln meist nicht weit her. Nachdem diverse Sexskandale die katholische Kirche erschüttern, sich der Papst höchstpersönlich für die Geilheit seiner Untergebenen entschuldigen musste, schlägt nun ein neuer Vorfall Wellen in Deutschland. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Bischöfin Margot Käßmann ist am Sonnabend von Streifenpolizisten beim Überfahren einer roten Ampel in Hannover in nahezu volltrunkenem Zustand am Steuer ihres Dienstwagens erwischt worden. weiterlesen…

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22. Februar 2010

Wie ehemals seriöse Medien ihre Kontrollfunktion verlieren - am Beispiel der ZEIT
Abgelegt unter: Kommentar, Medien | Richard Schnabl um 11:56

Die Nachdenkseiten publizieren einen Artikel von Albrecht Müller, der sich kritisch mit den so genannten seriösen Medien auseinandersetzt. Selbst die “hoch angesehenene Zeit” publiziert Meinung, die auf (bewusst?) falschen Fakten beruht.

Die genau so angesehene FAZ schämt sich nicht, ihrem (man möchte annehmen) relativ gebildeten Publikum falsche Zahlen zur Hartz IV Berechnung der Hinzuverdienst-Möglichkeiten zu präsentieren und suggerierte, dass sich Arbeiten für manche gar nicht mehr lohne.

Dies alles ist nur eine dümmliche Kampagne von denen, die einfach nicht begriffen haben, dass ihnen das höchste deutsche Gericht nun schon zum wiederholten Mal die “rote Karte” gezeigt hat - für verfassungswidrige Gesetze. weiterlesen…

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16. Februar 2010

Rechtsfreier Raum Büchermarkt
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 10:38

Die 16jährige Helene Hegemann hat ganze Passagen für ihren “Bestseller-Roman” Axolotl Roadkill einfach aus dem Internet abgeschrieben. Autor Airen wurde um sein geistiges Eigentum bestohlen, das Thema ist seit einiger Zeit in den Medien. (wir berichteten) Passiert ist freilich noch nichts, obwohl im umgekehrten Fall die beanstandeten Passagen längst aus dem Internet entfernt worden wären. Ullsteins Anwälte hätten gewiss wegen Verletzung des Urheberrechts entsprechende Titel erwirkt und der Blogger, des Plagiats beschuldigt könnte sich wahrscheinlich auf diverse Schadenersatzforderungen gefasst machen. Wie schon gesagt: Das Internet wird von einigen gerne als rechtsfreier Raum angesehen, da muß mit allen juristischen Mitteln, bis zur Vorratsdatenspeicherung gegen angegangen werden. weiterlesen…

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10. Februar 2010

Hartz IV und die Medien
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 10:39

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu den Hartz IV Regelsätzen hat ein breites Echo in den Medien ausgelöst. In der Frankfurter Rundschau äußert sich der Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD - Bezirk Neukölln) u.a. so: “Jeder Mensch ist für die Gestaltung seines Lebens zuerst selbst verantwortlich. Hartz IV bedeutet nicht: Absicherung der Grundlast des Lebens und für den Spaß mache ich ein wenig nebenbei. Wenn wir das zum System machen, werden wir daran zugrunde gehen. Es kann nicht um die Garantie des durchschnittlichen Lebensstandards gehen, sondern um die Existenzsicherung eines Lebens in Menschenwürde….Wer 50 Euro mehr Hartz IV im Monat überweist, der überwindet Bildungsferne nicht, sondern kann sie damit sogar stabilisieren.”
Dazu muss erst einmal festgestellt werden, dass Kinder prinzipiell nicht für ihr Leben verantwortlich gemacht werden können. Hier ist das Elternhaus gefragt und der Staat, bzw. die Gesellschaft. In Deutschland ist aber nach wie vor entscheidend, aus welchem Hause ein Kind kommt. “Bildungsferne Schichten” produzieren leider die Hartz IV Empfänger der Zukunft. Wo soll die Bildung eines Kindes herkommen, wenn ihm die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben (Sportvereine, Musikunterricht, usw) aus Geldmangel verwehrt wird und die Langeweile am Nachmittag (fehlende Ganztagsbetreuung) zu Hause vor dem Fernseher mit Dokusoaps aus der Unterschicht vertrieben wird. Für eine seriöse Tageszeitung reicht in der Regel das Geld eines Hartz IV Haushaltes auch nicht, Bildung kommt dann allenfalls noch aus Rätselheften, die Welt wird mittels schwachsinniger Boulevardmedien kennen gelernt. So züchtet sich Deutschland seine Unterschicht selbst heran und die Medien machen fleißig mit.

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28. Dezember 2009

Letzte Hoffnung i-phone
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 16:22

Dass es im Internet alles umsonst gibt, ist mittlerweile zum geflügelten Wort geworden. Dabei ist das Internet natürlich nicht “umsonst” zu haben. Um im Internet unterwegs sein zu können, braucht man zunächst einen Computer und dann auch noch einen Zugang. Ein  Computer kostet etwa 500 Euro, die monatliche Flatrate ist für um die 20 Euro zu haben. Dann kann das Surfen losgehen. Millionen Seiten warten darauf, abgerufen zu werden, 99,9 % kosten nichts. Damit unterscheidet sich das Medium Internet gar nicht so sehr vom ca. 60 Jahre alten Medium Fernsehen. Auch hier kostet ein durchschnittliches Gerät um die 500 Euro, die monatliche GEZ-Gebühr beträgt zurzeit 17 Euro, weitere Kosten fallen nicht an,  sofern man nicht Kabelgebühren bezahlen muss oder Pay-TV schauen möchte. weiterlesen…

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22. November 2009

Der Fall Brender - ein Prüfstein für die Rundfunkfreiheit
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 16:21

Dass die CDU-Vertreter im ZDF Verwaltungsrat den Vertrag von Chefredakteur Nikolaus Brender nicht verlängern wollen, ist seit geraumer Zeit Thema in den Medien und es melden sich immer mehr Politiker und Journalisten zu Wort, die diesen Eingriff der Politik in die Unabhängigkeit der Medien nicht hinnehmen wollen. Unter ihnen ist der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG, Mathias Döpfner und der FAZ Herausgeber Frank Schirrmacher (wir berichteten) Nun melden sich 35 führende deutsche Rechtsprofessoren zu Wort, die in einem Offenen Brief das Vorhaben der CDU, den Chefredakteur des ZDF bestimmen zu wollen, scharf kritisieren. Die Unterzeichner zählen zu den angesehensten Staatsrechtlern der Bundesrepublik. In dem Schreiben heisst es: “Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG garantiert die Rundfunkfreiheit. Sie ist eine wichtige Säule unseres demokratischen Staatswesens. An dieser Säule wird gerade gesägt, und zwar von einigen Mitgliedern des Verwaltungsrats beim ZDF. … Es handelt sich um den offenkundigen Versuch, einen unabhängigen Journalisten zu verdrängen und den Einfluss der Parteipolitik zu stärken. Damit wird die Angelegenheit zum Verfassungsrechtsfall und deshalb mischen wir uns ein.” (FAZ) weiterlesen…

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30. September 2009

Nach der Wahl: Verzweifeln am Personal
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 23:43

bela_gabriel Sigmar Gabriel (SPD) Foto: D-Foto Bernd Lammel

Nach einer Wahl sollten eigentlich die Weichen neu gestellt werden. Es gibt eine Regierung, die regierungsfähig ist und eine Opposition, die oppositionsfähig ist. An beidem muss man leider zweifeln. Wenn man den jüngsten Auftritt des FDP-Vorsitzenden auf einer Pressekonferenz (Es ist Deutschland hier) als ersten Eindruck des neuen deutschen Außenministers interpretiert, ist der Mann nicht ministrabel. Jedenfalls nicht auf internationaler Bühne. Das Problem wird aber lösbar sein, es muss nur ein Posten gefunden werden, den er halbwegs beherrscht. Die Frage, ob die SPD ihre Rolle als zukünftige Opposition beherrscht, ist da schon wesentlich wichtiger. weiterlesen…

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27. September 2009

Bundestagswahl: Klare Verhältnisse?
Abgelegt unter: Kommentar | Richard Schnabl um 23:23

Eine Ära ist beendet, die Regierungsbeteiligung der SPD. Elf Jahre haben Sozialdemokraten das Land regiert oder mitregiert, geblieben sind noch nicht einmal 24% der Wählerstimmen für die älteste Partei Deutschlands. Was für ein Debakel! Trotzdem möchte Wahlverlierer Steinmeier im künftigen Bundestag den Oppositionsführer geben. Welch traurige Vorstellung! Auf  Merkel wäre die Schlagzeile der BILD passend: FDP rettet Koch. Nur das gute Wahlergebnis der FDP rettete Koch bei der letzten Hessenwahl den Ministerpräsidentenposten, nur das gute Abschneiden der FDP ermöglicht Merkel die Kanzlerschaft in ihrer Wuschkoalition trotz des  zweitschlechtesten Ergebnisses seit 1949 von nur noch 33,8% für die CDU/CSU. Die FDP präsentierte sich in den 11 Jahren Opposition auch als die Partei der Bürgerrechte, die auf Betreiben der Innenminister Schily (SPD) und Schäuble (CDU) massiv eingeschränkt wurden. Bleibt zu hoffen, dass die FDP in punkto Bürgerrechte als zukünftige Regierungspartei nicht so kläglich versagt wie die unter Schröder mitregierenden Grünen.

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Aktuelles Heft Nr. 4-2010
Titelthema:
Mobilität

Titelfoto: Denis Balibouse/ Solar Impulse, Alex Häsler
Fotomontage: Lammel/Reblin







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