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23. Juli 2010

Gestärkt aus der Krise? - Die abenteuerlichen Theorien des Milchmädchens
Abgelegt unter: Wirtschaft | Richard Schnabl um 09:34

“Das deutsche Wirtschaftsmodell setzt … klar auf Exportüberschüsse und trägt damit entscheidend zur Entstehung neuer Krisen bei, weil hohe Handelsüberschüsse die Weltwirtschaft destabilisieren. Das liegt daran, dass Handelsungleichgewichte zwingend den Aufbau von Schuldenpositionen der Defizit-Länder bedeuten. Gibt es hier keine Umkehr, gewinnt ein Land also immer, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Abtragen der Schulden nur noch durch ihre abrupte Entwertung möglich ist…
Wie die europäische Krise zeigt, sind die Folgen solcher Eruptionen für beide, Gläubiger wie Schuldner, gewaltig.
Im Lichte dessen ist die Vermutung, Deutschland sei gestärkt aus der Krise gekommen, weil es wieder Schuldner gefunden hat, abenteuerlich”, schreibt Heiner Flassbeck auf ZEIT-online.

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25. Juni 2010

Spardebatte: “Das Sparen sollten wir uns sparen”
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Richard Schnabl um 10:09

Deutschland lebt nicht über, sondern unter seinen Verhältnissen. In dieser Situation ist Sparen des Staates kontraproduktiv, auch ein “intelligentes Sparen”
Angesichts der hohen und steigenden Staatsverschuldung wird gesagt, dass Deutschland seit langem über seine Verhältnisse gelebt habe. Wir würden das Geld unserer Kinder ausgeben und die Ressourcen von Menschen verbrauchen, die noch gar nicht geboren sind. Deutschland müsse sparen, sonst drohten „griechische Verhältnisse“. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind solche Aussagen allerdings nicht stichhaltig”, meint Dieter Schumacher,  Honorarprofessor für internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und Forschungsprofessor am DIW im Tagesspiegel. Wie immer wieder Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft von den meisten Medien und Politikern durcheinander gebracht werden, kann man auch hier sehr gut nachlesen. weiterlesen…

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31. Mai 2010

Schwäbische Hausfrau oder uckermärkisches Milchmädchen?
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Richard Schnabl um 11:25

Die möglichen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bestimmen seit Monaten die Schlagzeilen der Medien. Von vielen Medien wird die Behauptung der Politik, “wir haben seit Jahren über unseren Verhältnissen gelebt” blind nachgeplappert. Dabei sprechen die Zahlen eine ganz andere Sprache. In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau begründet der Wirtschaftsweise Peter Bofinger den Sachverhalt mit dem erwirtschafteten Leistungsbilanzüberschuss, “das ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn man sämtliche Einnahmen eines Landes addiert und davon sämtliche Ausgaben abzieht. Abgesehen von China gab es in den vergangenen Jahren kein Land, das so hohe Leistungsbilanzüberschüsse erzielt hat wie Deutschland – sprich: kein Land, das so viel Geld aus dem Ausland eingenommen und so wenig dort ausgegeben hat. Und wer viel einnimmt und wenig ausgibt, der lebt unter seinen Verhältnissen.” Die entsprechenden Zahlen finden sich auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes. weiterlesen…

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24. Mai 2010

Der Traum der europäischen Vereinigung ist gescheitert
Abgelegt unter: Politik, Wirtschaft | Richard Schnabl um 16:33

Der Business Spectator (Australien) veröffentlicht einen Artikel von Oliver Mark Hartwich, Research Fellow at the Centre for Independent Studies Australia unter dem Titel “The fantasy of European integration is over” Wir veröffentlichen diesen Artikel in deutscher Übersetzung mit freundlicher Genehmigung.

business-spectator

Der Traum der europäischen Vereinigung ist gescheitert

Je länger die griechische Tragödie andauert, desto mehr stellt sich heraus, dass es sich nicht nur um ein Problem eines kleinen Landes am südöstlichen Rande Europas handelt. Es handelt sich nicht um eine momentane Krise der Eurowährung, die möglicherweise nicht überleben kann, trotz der Milliarden, die in die Märkte gepumpt werden, um diese vorläufig zu beruhigen. Was wir wirklich erleben, ist das Ende des jahrzehntelangen Projektes der europäischen Integration. weiterlesen…

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17. Mai 2010

Der Traum der europäischen Vereinigung ist gescheitert
Abgelegt unter: Wirtschaft | Richard Schnabl um 09:11

Der Business Spectator (Australien) veröffentlicht einen Artikel von Oliver Mark Hartwich, Research Fellow at the Centre for Independent Studies Australia unter dem Titel “The fantasy of European integration is over

Der Traum der europäischen Vereinigung ist gescheitert

Je länger die griechische Tragödie andauert, desto mehr stellt sich heraus, dass es sich nicht nur um ein Problem eines kleinen Landes am südöstlichen Rande Europas handelt. Es handelt sich nicht um eine momentane Krise der Eurowährung, die möglicherweise nicht überleben kann, trotz der Milliarden, die in die Märkte gepumpt werden, um diese vorläufig zu beruhigen. Was wir wirklich erleben, ist das Ende des jahrzehntelangen Projektes der europäischen Integration.

Der Autor zieht folgendes Fazit:
“Dadurch dass europäische Ideale vor ökonomische Bedenken gestellt werden, haben Europas Führer Spekulanten reichlich Gelegenheit gegeben, die Schwächen des fehlerhaften Geldgebäudes auszunutzen, das der Euro ist. Das letzte Notpaket hat Europa nur etwas Zeit erkauft. Die europäische Katastrophe wird nur verschoben, nicht abgewendet.”

Ebenfalls passend zum Thema:”Australischer Ökonom Steve Keen sah als erster die Weltfinanzkrise voraus

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Wirtschaftspolitik: Deutschland lebt unter seinen Verhältnissen
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Richard Schnabl um 09:00

Einige Medien mit großen Buchstaben reden auf Stammtischniveau von den “faulen Griechen”, denen wir angeblich die Eurokrise zu verdanken haben. Zeit für eine solide wissenschaftliche Analyse.

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlicht einen Beitrag des Mitgliedes des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Prof. Peter Bofinger.
“Aus der Wahrnehmung der deutschen Politik wie des deutschen Stammtischs sind die Schuldigen der Eurokrise schnell ausgemacht. Zum einen sind es die bösartigen Spekulanten, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den Euro zu zerstören. Zum anderen sind es die Mitgliedsländer in Südeuropa, die nicht nur bei der Haushaltspolitik geschlampt, sondern zugleich ihre Löhne viel zu stark erhöht haben. Deutschland ist bei alledem das unschuldige Opfer, das seit Beginn der Währungsunion alles richtig gemacht hat und jetzt riesige Milliardenbeträge zur Stützung der anderen Länder aufwenden muss. ” Bofinger erläutert die Ursachen der gegenwärtigen Eurokrise. weiterlesen…

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14. April 2010

Politik und Medien träumen weiter vom “Erfolgsprojekt” Euro
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Richard Schnabl um 11:48

Nun, ein Erfolg war der Euro bisher zweifellos. Allerdings nicht für alle. Gewonnen haben starke Volkswirtschaften, Deutschland, Benelux und Österreich. Verlierer sind die südeuropäischen Staaten Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Diese Länder kamen dank Euro erstmals an billige Kredite, die z.B. in Spanien zu einer Immobilienblase geführt haben. Keines dieser ehemaligen Weichwährungsländer konnte dank harter Währung seine Volkswirtschaft effizienter gestalten und so der Härte des Euro anpassen. weiterlesen…

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30. März 2010

Hans-Jürgen Arlt, Wolfgang Storz: „Wirtschaftsjournalismus in der Krise“
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Richard Schnabl um 12:41

Zum massenmedialen Umgang mit der Finanzkrise hat die Otto-Brenner-Stiftung eine Studie vorgelegt [PDF - 6,5 MB], die die journalistische Arbeit der ARD-Redaktion Aktuell, der (Basis-)Nachrichtenagentur DPA und von fünf überregionalen Tageszeitungen einer kritischen Analyse unterzieht. Der Kommunikationswissenschaftler und Publizist Hans-Jürgen Arlt und der Sozialwissenschaftler und bis 2006 Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Wolfgang Storz fragen danach, ob der Wirtschaftsjournalismus die Herausforderungen, vor denen er sich vor und während der Krise gestellt sah und sieht bestanden hat oder nicht?
Das Resümee: „Der tagesaktuelle deutsche Wirtschaftsjournalismus hat als Beobachter, Berichterstatter und Kommentator des Finanzmarktes und der Finanzmarktpolitik bis zum offenen Ausbruch der globalen Finanzmarktkrise schlecht gearbeitet“. Die Autoren plädieren für eine öffentliche Debatte über die Produktionsbedingungen im Journalismus.
Wolfgang Lieb kommentiert die Studie auf NACHDENKSEITEN. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Beitrag vom 9.3.2010 “Zur Zukunft des Qualitätsjournalismus“. Hat schon der “Qualitätsjournalismus” kein oder allenfalls sehr wenig Profil, so steht es um den Wirtschaftsjournalismus noch schlimmer. “Wie ein ergrauter Stadtarchivar dem ersten Computer”  stand der “deutsche Wirtschaftsjournalismus  dem globalen Finanzmarkt gegenüber” weiterlesen…

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23. Dezember 2009

Börse im Ersten - “die permanente Imagebeschädigung der ARD”
Abgelegt unter: Fernsehen, Wirtschaft | Richard Schnabl um 09:55

Prognosen sind im allgemeinen recht schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft gerichtet sind, lautet ein altes Bonmot. Als besonders schwierig haben sich in den letzten Jahren die Voraussagen zur Entwicklung der Volkswirtschaft erwiesen. So malte die jeweilige Regierung alles immer in den schönsten Farben, die Opposition alles in düsteren, die Experten widersprachen sich in den einschlägigen Talkshows und der Bankberater wollte seinem Kunden sowieso nur das Produkt verkaufen, welches die höchste Provision für ihn abwarf. Da könnte man doch vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen verlangen, seiner Pflicht nachzukommen, die Öffentlichkeit umfassend und unparteiisch zu informieren. Stattdessen auch hier Werbung für Aktien, Fonds und Derivate. weiterlesen…

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22. Juni 2009

Iran kontrolliert das Internet mit Hilfe von Nokia und Siemens - 2.Update
Abgelegt unter: Pressefreiheit, Wirtschaft | Richard Schnabl um 22:02

Manifestation contre la repression en Iran Proteste in Paris                               Foto: d-foto Manuela Böhme

Dass westliche Firmen der Führung in Peking politische Zugeständnisse machen wenns ums Geschäft geht, ist nicht neu. Dass aber selbst das Mullah-Regime in Iran in westlichen Konzernen willige Helfer bei der Zensur des Internets findet, dürfte überraschen. Die Volksrepublik China spielt schließlich in der ersten Liga der Staatengemeinschaft mit, der Iran ist eher isoliert. weiterlesen…

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Nach 74 Jahren: Aus für Diafilm Kodachrome
Abgelegt unter: Technik, Wirtschaft | Richard Schnabl um 21:24

Nach 74 Jahren verschwindet der legendäre Farbfilm Kodachrome endgültig aus den Kameras. Der US-Hersteller Eastman Kodak kündigte an, Produktion und Vertrieb des Diafilms wegen der stark zurückgegangenen Nachfrage einzustellen. weiterlesen…

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23. Mai 2009

Bildschirm-Panne bei Axel Springer
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Bernd Lammel um 11:07

Wie der Newsletter des Deutschen Journalistenverbandes DJV-News berichtet, gab es beim Axel Springer Verlag eine Investionspanne bei der IT. Der Medienkonnzern hat entschieden, seine gesamte IT auf Apple umzustellen. Nachdem die ersten Bildschirme installiert wurden,
traten Probleme zutage: Die eingekauften Apple-Bildschirme sind nicht entspiegelt. Eine Folie, mit der das Problem behoben werden kann, koste rund 100 Euro pro Bildschirm und beeinträchtigt zudem die Farbkontraste. Da Springer neben
Google das einzige Großunternehmen ist, das Apple im Arbeitsbereich einsetzt, vermuten Insider, dass Springer möglicherweise eine Kooperation mit Google news anstrebe.

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15. Mai 2009

Höchste Kartellstrafe in der Geschichte der EU
Abgelegt unter: Wirtschaft | Bernd Lammel um 00:19

Brüssel - Die Europaeische Kommission hat gegen den weltgrößten Chiphersteller Intel eine Geldbuße von mehr als einer Milliarde Euro verhängt. Der US-Hersteller von Mikroprozessoren aus dem kalifornischen Santa Clara habe Millionen europäischer Verbraucher geschadet, indem er viele Jahre lang gezielt versucht habe, Wettbewerbern den Zugang zum Computerchipmarkt zu verwehren. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagt: “Ein derart schwerer und anhaltender Verstoss gegen das EU-Kartellrecht kann nicht hingenommen werden.”.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes beim Briefing der Journalisten am Mittwoch | Foto: Bernd Lammel
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes beim Briefing der Journalisten in Brüssel am Mittwoch | Foto: Bernd Lammel
Bereits im Jahr 2000 hatte AMD eine Beschwerde bei der EU eingereicht. Es folgten Jahre von Untersuchungen und unangekündigten Durchsuchungen, u.a. bei der Metro-Tochter Media Markt.

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5. März 2009

Wie eine Zeitung stirbt - eine Videodokumentation aus Denver, Colorado
Abgelegt unter: Medien, Wirtschaft | Bernd Lammel um 23:21

Heute berichtet das Hamburger Abendblatt unter dem Titel Abgesang auf die US-Zeitungsbranche vom Dominoeffekt der einst so stolzen Medienindustrie in Übersee. Das Internet wird als Ursache ausgemacht und die Geiz-ist-geil-Mentalität der Online-Leser. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein rein amerikanisches Problem handelt – weit weg vom heimischen Lokalblatt. weiterlesen…

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19. Februar 2009

Finanzkrise: Fordern die Medien von den Politikern Aufklärung?
Abgelegt unter: Medien, Politik, Wirtschaft | Richard Schnabl um 13:50

Wenn man nach der täglichen Medienlese über die Finanz- und Wirtschaftskrise und die täglichen Horrormeldungen nachdenkt, fragt man sich, wer sind eigentlich die Gewinner, wo ist das ganze Geld geblieben und wieso konnte es soweit kommen. Selbst Finanzminister Steinbrück tat Anfang 2008 überrascht und sprach von einem “Spring-ins-Feld-Teufel” der die Menschen überfällt.

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Aktuelles Heft Nr. 4-2010
Titelthema:
Mobilität

Titelfoto: Denis Balibouse/ Solar Impulse, Alex Häsler
Fotomontage: Lammel/Reblin







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