Prognosen sind im allgemeinen recht schwierig, besonders wenn sie in die Zukunft gerichtet sind, lautet ein altes Bonmot. Als besonders schwierig haben sich in den letzten Jahren die Voraussagen zur Entwicklung der Volkswirtschaft erwiesen. So malte die jeweilige Regierung alles immer in den schönsten Farben, die Opposition alles in düsteren, die Experten widersprachen sich in den einschlägigen Talkshows und der Bankberater wollte seinem Kunden sowieso nur das Produkt verkaufen, welches die höchste Provision für ihn abwarf. Da könnte man doch vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen verlangen, seiner Pflicht nachzukommen, die Öffentlichkeit umfassend und unparteiisch zu informieren. Stattdessen auch hier Werbung für Aktien, Fonds und Derivate. weiterlesen…
22. Juni 2009
Iran kontrolliert das Internet mit Hilfe von Nokia und Siemens - 2.Update
Dass westliche Firmen der Führung in Peking politische Zugeständnisse machen wenns ums Geschäft geht, ist nicht neu. Dass aber selbst das Mullah-Regime in Iran in westlichen Konzernen willige Helfer bei der Zensur des Internets findet, dürfte überraschen. Die Volksrepublik China spielt schließlich in der ersten Liga der Staatengemeinschaft mit, der Iran ist eher isoliert. weiterlesen…
Nach 74 Jahren verschwindet der legendäre Farbfilm Kodachrome endgültig aus den Kameras. Der US-Hersteller Eastman Kodak kündigte an, Produktion und Vertrieb des Diafilms wegen der stark zurückgegangenen Nachfrage einzustellen. weiterlesen…
Wie der Newsletter des Deutschen JournalistenverbandesDJV-News berichtet, gab es beim Axel Springer Verlag eine Investionspanne bei der IT. Der Medienkonnzern hat entschieden, seine gesamte IT auf Apple umzustellen. Nachdem die ersten Bildschirme installiert wurden,
traten Probleme zutage: Die eingekauften Apple-Bildschirme sind nicht entspiegelt. Eine Folie, mit der das Problem behoben werden kann, koste rund 100 Euro pro Bildschirm und beeinträchtigt zudem die Farbkontraste. Da Springer neben Google das einzige Großunternehmen ist, das Apple im Arbeitsbereich einsetzt, vermuten Insider, dass Springer möglicherweise eine Kooperation mit Google news anstrebe.
15. Mai 2009
Höchste Kartellstrafe in der Geschichte der EU
Abgelegt unter: Wirtschaft | Bernd Lammel um 00:19
Brüssel - Die Europaeische Kommission hat gegen den weltgrößten Chiphersteller Intel eine Geldbuße von mehr als einer Milliarde Euro verhängt. Der US-Hersteller von Mikroprozessoren aus dem kalifornischen Santa Clara habe Millionen europäischer Verbraucher geschadet, indem er viele Jahre lang gezielt versucht habe, Wettbewerbern den Zugang zum Computerchipmarkt zu verwehren. EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagt: “Ein derart schwerer und anhaltender Verstoss gegen das EU-Kartellrecht kann nicht hingenommen werden.”.
Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes beim Briefing der Journalisten in Brüssel am Mittwoch | Foto: Bernd Lammel
Bereits im Jahr 2000 hatte AMD eine Beschwerde bei der EU eingereicht. Es folgten Jahre von Untersuchungen und unangekündigten Durchsuchungen, u.a. bei der Metro-Tochter Media Markt.
Heute berichtet das Hamburger Abendblatt unter dem Titel Abgesang auf die US-Zeitungsbranche vom Dominoeffekt der einst so stolzen Medienindustrie in Übersee. Das Internet wird als Ursache ausgemacht und die Geiz-ist-geil-Mentalität der Online-Leser. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass es sich um ein rein amerikanisches Problem handelt – weit weg vom heimischen Lokalblatt. weiterlesen…
19. Februar 2009
Finanzkrise: Fordern die Medien von den Politikern Aufklärung?
Wenn man nach der täglichen Medienlese über die Finanz- und Wirtschaftskrise und die täglichen Horrormeldungen nachdenkt, fragt man sich, wer sind eigentlich die Gewinner, wo ist das ganze Geld geblieben und wieso konnte es soweit kommen. Selbst Finanzminister Steinbrück tat Anfang 2008 überrascht und sprach von einem “Spring-ins-Feld-Teufel” der die Menschen überfällt.